Pilotprojekt Stärkung der kinder- und jugendpsychiatrischen und -psychotherapeutischen Versorgung gestartet
Die Kooperationsvereinbarung für ein „Pilotprojekt zur Stärkung der
kinder- und jugendpsychiatrischen und -psychotherapeutischen Versorgung in
einer Modellregion mit ländlicher Prägung“ wurde heute im Rahmen eines
Kick-off-Meetings am Sächsischen Krankenhaus Großschweidnitz offiziell
unterzeichnet. Kooperationspartner sind das Sächsische Staatsministerium
für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, vertreten durch das SKH
Großschweidnitz, die Carus Consilium Sachsen GmbH (CCS), das
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden an der Technischen
Universität Dresden sowie der Landkreis Görlitz.
In Anwesenheit von Staatssekretärin Dagmar Neukirch und Prof. Dr. med. D.
Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des UKD, erfolgte damit der Start
des „Pilotprojekts KJP“, das bis Ende 2024 läuft. Das Pilotprojekt KJP
wird aus Haushaltsmitteln des Freistaates Sachsen finanziert.
„Ich begrüße das Pilotprojekt KJP mit dem Ziel der Stärkung der kinder-
und jugendpsychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung im
Landkreis Görlitz. Das Sächsische Krankenhaus als Kooperationspartner
übernimmt eine wichtige Aufgabe im Bereich der stationären Versorgung in
der Kinder- und Jugendpsychiatrie und ist ein fester Baustein in der
Region. Als landeseigene Institution stellt das SKH auch ein attraktiver
Arbeitgeber dar und unterstützt solche Kooperationen“, sagt Frau
Staatssekretärin Dagmar Neukirch.
"Immer wieder spüren wir, wie notwendig und verlässlich gute Kooperationen
und Partnerschaften für die Krankenversorgung sind. Nur so können wir auch
in Zukunft eine moderne Versorgung und Therapie über Fachbereiche sowie
regionale Grenzen hinweg für Menschen auch im ländlichen Raum anbieten.
Die Hochschulmedizin Dresden setzt schon lange auf diesen Weg und hat
vielfältig bewiesen, welche Chancen Kooperationsprojekte und -angebote
haben", sagt Prof. Michael Albrecht.
Hintergrund des Projekts ist die Tatsache, dass der Bedarf an Hilfen für
Kinder und Jugendliche mit psychischen und psychiatrischen Störungen
und/oder Verhaltensproblemen, die sich in einer Krisensituation befinden,
aktuell die Möglichkeiten der Systeme übersteigt. Dies kommt besonders in
Regionen mit ländlicher Prägung zum Tragen und trifft auch auf den
Landkreis Görlitz zu, der als Region für das Pilotprojekt ausgewählt
wurde.
Zu den Zielen des „Pilotprojekts KJP“ zählen neben der Analyse der
aktuellen Situation der Aufbau nachhaltiger und institutionsübergreifender
Netzwerkstrukturen, die Entwicklung des Fachkräftenachwuchses sowie der
Ausbau der telemedizinischen Unterstützung zur Versorgungsverbesserung im
ländlichen Raum.
