Zum Hauptinhalt springen

Expertentreff 4. Symposium ESI bot neueste Erkenntnisse aus Forschung und Praxis

Fabian Barth (Texas Instruments Deutschland GmbH) sprach zum Thema „Power over Data Lines (PodL) für Automotive Ethernet“.  Florian Karow  Hochschule Landshut
Fabian Barth (Texas Instruments Deutschland GmbH) sprach zum Thema „Power over Data Lines (PodL) für Automotive Ethernet“. Florian Karow Hochschule Landshut
Pin It
Fabian Barth (Texas Instruments Deutschland GmbH) sprach zum Thema „Power over Data Lines (PodL) für Automotive Ethernet“.  Florian Karow  Hochschule Landshut
Fabian Barth (Texas Instruments Deutschland GmbH) sprach zum Thema „Power over Data Lines (PodL) für Automotive Ethernet“. Florian Karow Hochschule Landshut

Die Fachtagung Symposium Elektronik und Systemintegration bot Einblick in
aktuelle Entwicklungen und zeigte die gute Vernetzung der Hochschule
Landshut. Rund 100 Teilnehmer aus Unternehmen, Hochschulen,
Forschungseinrichtungen, Verbänden, Dienstleistern sowie aktuelle und
ehemalige Studierende informierten sich über aktuelle Forschungsergebnisse
und Entwicklungen aus den Bereichen der Elektro- und Mikrosystemtechnik
sowie Systemintegration.

Am 17. April 2024 öffnete das „4. Symposium Elektronik und
Systemintegration (ESI)“ seine Türen an der Hochschule Landshut. Dieses
mittlerweile institutionalisierte Event bot einen faszinierenden Einblick
in die aktuellsten Entwicklungen der Elektronik- und Elektrotechnikbranche
und verdeutlichte eindrucksvoll die hervorragende Vernetzung der
Hochschule in diesem Bereich.

„Es freut mich zu sehen, dass das Symposium einmal mehr zum
Wissensaustausch und intensiv zum Aufbau von Beziehungen zum Vorteil von
Wissenschaft und Wirtschaft genutzt wurde. Wie sollte es funktionieren,
wenn nicht bei Diskussionen um Wissen, Trends und Entwicklungen der
Elektrotechnik”, gab dementsprechend Prof. Dr. Artem Ivanov zu Protokoll,
der wissenschaftliche Leiter der Veranstaltung und Sprecher des
Forschungsbereichs Elektronik und Systemintegration der Hochschule ist.
Vernetzung und Beschäftigungseffekte

An der Hochschule Landshut mit seinem Cluster Mikrosystemtechnik finden
seit mittlerweile 15 Jahren Fachveranstaltungen aus dem Bereich
Elektronik, Mikrosystemtechnik und Systemintegration statt, ein breites
Netzwerk an Experten ist entstanden. Die zahlreichen „Ehemaligen“ der
Hochschule Landshut, Absolventinnen und Absolventen die mittlerweile in
verschiedenen Unternehmen der Branche tätig sind, tragen zusätzlich zur
starken Vernetzung bei. Auch den Plenums-Vortrag des Fachforums hielt ein
solcher Alumnus: Fabian Barth, System Engineer bei der Texas Instruments
Deutschland GmbH, sprach zum Thema „Power over Data Lines (PodL) für
Automotive Ethernet“. Für fortschrittliche Fahrzeugarchitekturen mit hohen
Datenmengen, die in Hochgeschwindigkeit übertragen werden müssen, biete
die Integration von PodL, die parallele Übertragung von Strom im
Datenkabel, erhebliche Vorteile bei der Integration von elektronischen
Komponenten und Sensoren; dies in Bezug auf Kosten, Effizienz und
Leichtbau. Wichtig sei dabei, die Auswahl des passenden Filternetzwerks
(CDN). PoDL bieten für Barth eine maßgeschneiderte, effiziente Lösung, die
kostengünstig implementiert werden kann.

Breites Themenspektrum und praxisnahe Einblicke

Das Symposium bot ein breites Spektrum an Themen aus unterschiedlichen
Technologien und Branchen. In weiteren 24 hochkarätigen Vorträgen in zwei
parallelen Sessions präsentierten die vom Fachkomitee ausgewählten
Experten innovative Lösungen, Forschungsergebnisse und Dienstleistungen.

Einen Schwerpunkt bildeten Themen rund um das Energiemanagement: dies von
der SSPC (Solid-State-Power Contactor) als halbeiterbasierte DC-
Schutztechnologie (Maik Hohmann, Temes Engineering GmbH), über DC-
Schutzkonzepte der Zukunft (Fabian Bernedikt Witt, TU Braunschweig),
Schutz von Hochvoltsystemen in der E-Mobilität (Dr. Stefan Müller,
Dräxlmaier Group, Vilsbiburg) oder dem Vergleich von hybriden PV-/Solar-
Modulen mit konventionellen PV Modulen  (Prof. Dr. Stefan-Alexander Arlt,
Hochschule Landshut).

Auch Komponenten und Systemen für Anwendungen der Elektromobilität war
eine eigene Session gewidmet. Herausforderungen der Halbleitertechnologie
für den Hochvolt-Traktionsinverter  (Ralf Eckhardt, Michael Daimer, Texas
Instruments EMEA Sales GmbH), Hochintegrierte Leistungselektronik
(Johannes Schweizer, Compact Dynamics GmbH), das Gesamtsystem eines
elektrischen Antriebs mit Axialflussmaschine (Prof. Dr. Alexander
Kleimaier, Hochschule Landshut) oder die 3-Level-Flying-Capacitorschaltung
für ein Leistungsmodul mit 800 Volt DC (Bernhard Jahn, Hochschule
Landshut) lauteten die Themen.

Viele aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen rund um Sensorsysteme wurden
ebenfalls präsentiert: Silizium Drift Detektoren für die
Röntgenflureszenzanalyse (Dr. Andreas Pahlke, Ketek GmbH) wurden ebenso
thematisiert wie ein miniaturisierter Wasserstoffsensor basierend auf der
3-Omega-Methode (Julian Eiler, OTH Regensburg) oder ein akustisches
Verfahren zur Erfassung von Oberflächenschwingungen (Prof. Dr. Artem
Ivanov, Hochschule Landshut). Daneben zeigten Referenten auch neue
Entwicklungen in der Aufbau- und Verbindungstechnik sowie im Bereich der
Embedded Systems und der industriellen Lösungen.

Neben dem Vortragsprogramm bot das Symposium eine begleitende
Fachausstellung sowie eine Postersession, bei der zahlreiche Projekte aus
Forschung und Entwicklung vorgestellt wurden und die zum Netzwerken
einluden. Themen und Erkenntnisse aus Vorträgen der Veranstaltung werden
im ONLINE-Tagungsband dokumentiert, der wissenschaftliche Beiträge (peer-
reviewt) enthält, die erst den Teilnehmern des Symposiums und später der
gesamten Fachwelt zur Verfügung gestellt werden. Für die Qualität der
Tagungsprogramms sowie der wissenschaftlich ausgearbeiteten Beiträge
sorgte ein Auswahlprozess durch das Fachkomitee der Veranstaltung

Symposium ESI: Zukunftsweisende Fachtagung mit Tradition

Das Symposium Elektronik und Systemintegration findet alle zwei Jahre
statt und wird vom Cluster Mikrosystemtechnik und dem Forschungsbereich
Elektronik und Systemintegration der Hochschule Landshut organisiert.
Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Artem Ivanov bietet es
eine Plattform für den fachlichen Austausch und die Weiterentwicklung des
Feldes.

„Das Symposium Elektronik und Systemintegration stellt eine bedeutende
Säule in der Förderung des Wissensaustauschs und der
Innovationsentwicklung an der Hochschule Landshut dar. Der Dialog zwischen
Wissenschaft und Wirtschaft trägt im Besonderen auch zur weiteren
technologischen Entwicklung unserer Hochschule bei: Es profitieren der
Forschungsbereich Elektronik und Systemintegration, Studium und Lehre
sowie die regionale Wirtschaft gleichermaßen“, so Marc Bicker, Leiter des
Instituts für Transfer und Zusammenarbeit.

Und viele Referenten/-innen kommen gerne immer wieder zum Symposium, um
ihr Netzwerk zu erweitern und zu intensivieren. Auch ehemalige Studierende
nutzen immer wieder die Gelegenheit zu ihrer Almer Mater zurückzukehren.
Auch Fabian Barth, der den Eröffnungsvortrag hielt, kommt nach eigener
Aussage gerne an die Hochschule Landshut zurück, die für ihn die perfekte
Wahl darstellte. „Sie ist nicht nur räumlich nah an Texas Instruments
gelegen, sondern bietet auch eine enge soziale Verbindung. Das
Masterstudium in Landshut hat mich wirklich ideal auf den Einstieg in den
Job vorbereitet“, ist Fabian Barth überzeugt. Aussagen wie diese
verdeutlichen ebenso wie die vielen von Vertretern der Hochschule
präsentieren Fachthemen die hohe Qualität von Ausbildung und Forschung an
der Hochschule sowie die enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft weit über
die Region hinaus.
Weitere Informationen zum Symposium unter www.symposium-esi.de