Prof. Daniela Branzan neue Direktorin der Klinik für Vaskuläre und Endovaskuläre Chirurgie am Klinikum rechts der Isar
Univ.-Prof. Dr. Dr. med. Daniela Branzan leitet seit 1. April die Klinik
und Poliklinik für Vaskuläre und Endovaskuläre Chirurgie am
Universitätsklinikum rechts der Isar der Technischen Universität München
(TUM). Die renommierte Gefäßmedizinerin, die zuletzt die Bereichsleitung
der Gefäßchirurgie in der Klinik für Viszeral-Thorax-Gefäß- und
Transplantationschirurgie am Universitätsklinikum Leipzig verantwortete,
hatte Humanmedizin in Rumänien studiert; später arbeitete sie in den
Abteilungen für Herz-Kreislauf-Chirurgie und Angiologie des Herz-Zentrums
Bad Krozingen sowie des Park-Krankenhauses Leipzig.
Vom großen Aortenbogen bis hin zum kleinsten Gefäß
Für Professor Branzan ist die Gefäßmedizin eine Querschnittsdisziplin, die
in jedem medizinischen Fachbereich eine wichtige Rolle spiele. „Wir setzen
stark auf personalisierte Medizin“, sagt sie: Der Mensch und seine eigene
Krankengeschichte stünden stets im Mittelpunkt; jede Patientin und jeder
Patient soll individuell beraten und behandelt werden. „Wir kümmern uns
aber nicht nur um Gefäße, sondern wir betrachten jede Patientin und jeden
Patienten in seiner Ganzheit – um konkret herauszufinden, was Betroffenen
tatsächlich hilft.“ Am Universitätsklinikum rechts der Isar könne hierfür
das gesamte Spektrum der Gefäßmedizin angeboten werden – von der
Behandlung am großen Aortenbogen bis hin zum kleinsten Gefäß. „Ich freue
mich darauf, im Zusammenspiel zwischen Forschung und klinischer Praxis die
Behandlungsmöglichkeiten für unsere Patientinnen und Patienten
weiterentwickeln zu können“, sagt Professor Branzan. „Wir können dabei
alles leisten, von der Spezialdiagnostik über spezifische Medikation bis
hin zu minimal-invasiven operativen Verfahren.“ Dies gelingt nur in
besonders enger Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen – von der
Kardiologie über die Lungenheilkunde bis hin zu chirurgischen Bereichen.
Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen ist entscheidend
Einen weiteren Schwerpunkt will Professor Branzan auf Prävention und
Nachsorgeprogramme legen. Denn: Selbst bei einer bestmöglich
durchgeführten Operation hängt das langfristige Ergebnis entscheidend
davon ab, ob es Patientinnen und Patienten schaffen, einen gesünderen
Lebensstil zu pflegen. „Mit der TUM School of Medicine and Health, in der
die Fakultät für Medizin im vergangenen Jahr mit den Ernährungs- und
Sportwissenschaften zusammengewachsen ist, haben wir die besten
Voraussetzungen, um noch stärker präventiv arbeiten und Vor- und
Nachsorgeprogramme anbieten zu können“, sagt Professor Branzan. „Zum
Beispiel eine Unterstützung bei der Raucherentwöhnung oder auch
Gehtrainings für Patientinnen und Patienten mit einer arteriellen
Verschlusskrankheit, kurz AVK.“
