Zum Hauptinhalt springen

20 Jahre im Auftrag der Erdgeschichte: Der GeoPark Ruhrgebiet feiert Geburtstag

00 Millionen Jahre Erdgeschichte an einem Ort: der Geologische Garten in Bochum  Gabriele Wolf  GeoPark Ruhrgebiet e.V.
00 Millionen Jahre Erdgeschichte an einem Ort: der Geologische Garten in Bochum Gabriele Wolf GeoPark Ruhrgebiet e.V.
Pin It
00 Millionen Jahre Erdgeschichte an einem Ort: der Geologische Garten in Bochum  Gabriele Wolf  GeoPark Ruhrgebiet e.V.
00 Millionen Jahre Erdgeschichte an einem Ort: der Geologische Garten in Bochum Gabriele Wolf GeoPark Ruhrgebiet e.V.

Vor 20 Jahren, im Mai 2004, gründeten der Geologische Dienst Nordrhein-
Westfalen und der Regionalverband Ruhr (RVR, damals Kommunalverband
Ruhrgebiet) den GeoPark Ruhrgebiet, um die geologischen Grundlagen für die
Entstehung dieses größten mitteleuropäischen industriell-urbanen
Verdichtungsraumes – vor allem Steinkohle, Eisenerz, Buntmetalle, Salz und
Sand – fachgerecht der Öffentlichkeit zu präsentieren. Dieses Jubiläum
wird mit einem großen Jubiläumsjahr gefeiert, das am Donnerstag, 2. Mai
2024 mit einer Festveranstaltung im Auditorium des Deutschen Bergbau-
Museums in Bochum feierlich eröffnet wurde.

Geoparks schützen und pflegen das geologische Erbe ihrer Region und tragen
durch geotouristische Aktivitäten zur Regionalentwicklung bei. Vor allem
aber vermitteln sie Kenntnisse und Errungenschaften der Geowissenschaften
in die Bevölkerung – anhand der im Geopark vorhandenen geologischen
Sehenswürdigkeiten. Dies ist umso wichtiger, als Geologie im
Schulunterricht nur selten – zu selten – zum Thema gemacht wird. Dies
unterstrich der Präsident der GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung Manfred
Strecker, zugleich Professor für Geologie an der Universität Potsdam, bei
seinem Grußwort zum 20. Geburtstag des GeoParks Ruhrgebiet. Im GeoPark
Ruhrgebiet wird diese Aufgabe hervorragend umgesetzt.

Das Jubiläumsjahr wurde am Donnerstag, 2. Mai 2024 mit einer
Festveranstaltung im Auditorium des Deutschen Bergbau-Museums Bochum
eröffnet. Vor 20 Jahren, im Mai 2004, gründeten der Geologische Dienst
Nordrhein-Westfalen und der Regionalverband Ruhr (RVR, damals
Kommunalverband Ruhrgebiet) den Geopark, der die Fläche des RVR umfasst
und sogar noch etwas darüber hinausgreift. Der Zusammenhang ist
offensichtlich: Die Geologie war die wesentliche Grundlage für die
Herausbildung dieses größten mitteleuropäischen industriell-urbanen
Verdichtungsraumes. Kohle, Eisenerz, Buntmetalle, Salz und Sande bilden
quasi die DNA der Metropole Ruhr.

Der GeoPark Ruhrgebiet ist heute einer von insgesamt 19 Nationalen
Geoparks in Deutschland – aber der einzige in einer Metropolregion. „Das
Ruhrgebiet bietet eine Fülle an geologischen Sehenswürdigkeiten von
überregionalem Wert, in denen Besucher nicht nur tief in die Vergangenheit
unserer Erde blicken, sondern auch die Bedeutung der Bodenschätze für die
Entwicklung der Region nachvollziehen können. Dazu gehören beispielsweise
fünf Nationale Geotope wie der Geologische Garten in Bochum, aber auch die
Kluterthöhle in Ennepetal als eines von insgesamt acht Nationalen
Naturmonumenten in Deutschland“, führte Dr. Volker Wrede, der erste
Vorsitzende des GeoParks Ruhrgebiet, näher aus.

„Der GeoPark kann auf eine erfolgreiche 20-jährige Geschichte
zurückblicken, von der unsere Region gleich auf mehreren Ebenen profitiert
hat“, betonte Garrelt Duin, Regionaldirektor des Regionalverbandes Ruhr
zur Rolle des Vereins im Ruhrgebiet. „Mit Projekten wie der Herrichtung
des ehemaligen Schwelmer Eisenbahntunnels als Geotop ist es ihm gelungen,
das Bewusstsein für die Bedeutung der Geologie in Politik, Wirtschaft und
Verwaltung, aber auch in der breiten Öffentlichkeit zu fördern. Dies ist
die Voraussetzung für den Erhalt unseres geologischen Erbes. Mit seinen
vielfältigen, auf unterschiedliche Zielgruppen angepassten Angeboten trägt
er außerdem zur Stärkung des GeoTourismus im Ruhrgebiet bei.“

Geoparks arbeiten als Netzwerke unterschiedlichster Partner, um ihren
Auftrag zu erfüllen. Zu den Netzwerk-Partnern im GeoPark Ruhrgebiet
gehören eine Reihe von erstrangigen Großeinrichtungen wie das Deutsche
Bergbau-Museum in Bochum, das Ruhr-Museum in Essen, die Zeche Zollverein
in Essen oder die Zeche Zollern in Dortmund – Institutionen, die die
Präsentation von Geowissenschaften mit Bergbau- und Industriegeschichte,
aber auch mit Baukultur und Ästhetik verbinden. Darüber hinaus bilden den
GeoPark Ruhrgebiet aber auch ganz besondere geowissenschaftlich
orientierte Initiativen wie die Höhlenforscher-Gruppe um Stefan Voigt, die
neue Höhlen entdecken, sichern und teilweise zugänglich machen, oder die
Aktiven der Grube Wittekind in Dortmund, die in ungezählten Samstagen das
historische Bergwerk mühevoll erkundet und zugänglich gemacht haben und
eine Grubenfahrt ermöglichen, die für die Teilnehmenden zu einer
überwältigenden Grenzerfahrung werden kann. Es ist das Verdienst Volker
Wredes und seines Teams, diese Einrichtungen und Initiativen im Geopark
Ruhrgebiet zu einem großen Ganzen zusammengebunden zu haben, wie die
GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung in ihrer Gratulation zusammenfasste. Die
GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung verleiht in Deutschland das Gütesiegel
"Nationaler GeoPark".