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Globale Gerechtigkeit und Ungleichheit im Fokus

An der Schnittstelle zwischen Geistes-, Sozial- und Rechtswissenschaften: Der neue spanischsprachige Masterstudiengang an der JLU beschäftigt sich mit globaler Gerechtigkeit und Ungleichheit.  JLU / Till Schürmann
An der Schnittstelle zwischen Geistes-, Sozial- und Rechtswissenschaften: Der neue spanischsprachige Masterstudiengang an der JLU beschäftigt sich mit globaler Gerechtigkeit und Ungleichheit. JLU / Till Schürmann
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An der Schnittstelle zwischen Geistes-, Sozial- und Rechtswissenschaften: Der neue spanischsprachige Masterstudiengang an der JLU beschäftigt sich mit globaler Gerechtigkeit und Ungleichheit.  JLU / Till Schürmann
An der Schnittstelle zwischen Geistes-, Sozial- und Rechtswissenschaften: Der neue spanischsprachige Masterstudiengang an der JLU beschäftigt sich mit globaler Gerechtigkeit und Ungleichheit. JLU / Till Schürmann

Erster spanischsprachiger Masterstudiengang in Hessen: „Justicia y
desigualdades: Estudios comparativos culturales“ startet zum
Wintersemester an der Universität Gießen

Ungerechtigkeit und soziale Ungleichheiten in verschiedenen Formen gehören
zu den größten aktuellen und zukünftigen Problemen auf globaler Ebene. Die
Auseinandersetzung mit diesen Herausforderungen ist daher auch in den
Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs)
der Agenda 2030 der Vereinten Nationen verankert. Ein neuer
internationaler Masterstudiengang an der Justus-Liebig-Universität Gießen
(JLU) widmet sich diesem Thema und analysiert Nord-Süd-Asymmetrien aus
kritischer Perspektive. Der spanischsprachige Masterstudiengang „Justicia
y desigualdades: Estudios comparativos culturales“ wird erstmals im
Wintersemester 2024/2025 angeboten.

Das neue interdisziplinäre Masterstudienangebot befasst sich mit einem
höchst gesellschaftsrelevanten Thema an der Schnittstelle zwischen
Geistes-, Sozial- und Rechtswissenschaften. Der internationale,
interdisziplinäre und pluralistische Charakter des Masterstudiengangs
ermöglicht es den Studierenden, zentrale Gerechtigkeitsfragen unserer Zeit
aus unterschiedlichen Perspektiven zu reflektieren und ihre Positionen
wissenschaftlich fundiert zu erarbeiten. Dies beinhaltet beispielsweise
die Thematisierung aktueller Debatten aus der Friedens- und
Konfliktforschung, der Literatur- und Kulturwissenschaft, der Linguistik,
den Sozialwissenschaften, zu Global Health und nachhaltiger Entwicklung.

Das Programm richtet sich an Studierende aus der ganzen Welt, vor allem
aus Lateinamerika, Nordamerika und Europa, hier insbesondere aus Spanien
und Deutschland. Voraussetzungen sind neben dem Interesse an der
thematischen Ausrichtung ein abgeschlossenes Grundstudium in verwandten
Disziplinen und die erforderlichen Sprachkenntnisse (für Nicht-
Muttersprachler: C1-Niveau des Spanischen sowie Englischkenntnisse auf
Niveau B1). Deutschkenntnisse sind nicht erforderlich, können jedoch auf
Wunsch von eingeschriebenen Studierenden kostenfrei in
semesterbegleitenden Kursen an der JLU erlangt werden. Der viersemestrige
Masterstudiengang steht Studierenden in unterschiedlichen Lebensphasen
offen – entweder direkt nach dem Bachelor-Abschluss oder nach mehrjähriger
Berufstätigkeit – und beginnt jeweils im Wintersemester.

„Dieser Studiengang behandelt einen hochgradig aktuellen Themenbereich
interdisziplinär und vernetzt und bildet einen Meilenstein für die
Internationalisierung der JLU“, so Prof. Dr. Verena Dolle, federführend
für die Entwicklung dieses Masterstudiengangs am Institut für Romanistik
des Fachbereichs 05 – Sprache, Literatur, Kultur. „Wir freuen uns sehr
darüber, dass wir durch die wissenschaftliche und sprachliche Expertise
sowie das Engagement unserer Kolleginnen und Kollegen in den verschiedenen
Fachbereichen und der Zentrale dieses besondere Angebot auf den Weg
bringen können.“

Der Masterstudiengang „Justicia y desigualdades: Estudios comparativos
culturales“ bietet den Absolventinnen und Absolventen in seiner fachlichen
und sprachlichen Mehrqualifikation Fähigkeiten und Kenntnisse, die ihnen
einen erfolgreichen Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglichen – sei es im
kulturellen, sozialen und/oder politischen Bereich. Die heterogene
Zusammensetzung der Studierenden und die Einbindung von Lehrkräften von
Partneruniversitäten begünstigen die Bildung von internationalen und
transdisziplinären Netzwerken, die die zukünftige akademische und
berufliche Laufbahn der Studierenden fördern.

Netzwerke der Zusammenarbeit bestehen unter anderem mit dem Deutsch-
Kolumbianischen Friedensinstitut (Instituto CAPAZ) in Bogotá (Kolumbien),
bei dem die JLU die federführende Hochschule auf deutscher Seite ist, dem
Zentrum für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung (ZEU) an der
JLU sowie dem hessischen Forschungszentrum „Transformations of Political
Violence“ (TraCe).

Die Bewerbung für den Masterstudiengang „Justicia y desigualdades:
Estudios comparativos culturales“ ist vom 1. Juni bis 1. September 2024
möglich für Studierende mit einem ersten Hochschulabschluss aus
Deutschland unter bewerbung.uni-giessen.de bzw. bis 15. August 2024 für
Studierende mit einem ersten Hochschulabschluss aus dem Ausland unter www
.uni-assist.de (internationale Bewerberinnen und Bewerber). Internationale
Studieninteressierte können sich im Akademischen Auslandsamt der JLU vorab
beraten lassen, für alle anderen steht die Zentrale Studienberatung der
Universität für weitere Informationen zur Verfügung.