Anmeldeschluss in zwei Tagen Bundespräsident und DBU laden zur „Woche der Umwelt“
Der Countdown läuft: In zwei Tagen ist für Bürgerinnen und
Bürger Anmeldeschluss für die kostenlose Teilnahme an der „Woche der
Umwelt“ auf Einladung des Bundespräsidenten und der Deutschen
Bundesstiftung Umwelt (DBU). Wer im Park von Schloss Bellevue am Amtssitz
von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier diese Innovationsschau mit
Ideen und Lösungen für mehr Umweltschutz live erleben will, muss sich bis
zum 15. Mai unter folgendem Link anmelden: www.dbu.de/anmeldung-wdu.
„Fundgrube an herausragenden Projekten für den Schutz der Erde“
DBU-Generalsekretär Alexander Bonde verspricht „ein spannendes Angebot für
Diskussion und Informationen“. Neben einem breitgefächerten Programm auf
Haupt- und Fachbühne und in rund 70 Fachforen sei die „Woche der Umwelt“
geprägt von den rund 190 Ausstellenden aus ganz Deutschland. „Sie alle
präsentieren eine Fundgrube an herausragenden Projekten, Technologien und
Geschäftsideen, die uns beim Schutz von Klima und Natur voranbringen.“ Die
Ausstellenden, so Bonde, „zeigen, was alles in der Praxis möglich ist“.
Vision: Wasserstoffproduktion auf hoher See
In die Liste solcher Vorhaben reiht sich an Stand 74 ein Unterfangen ein,
das derzeit noch nach Science Fiction anmutet und bei dem sich alles um
Wasserstoff dreht – einem Hoffnungsträger der Energiewende: „H2Mare“ ist
eines von drei seitens des Bundesforschungsministeriums geförderten
sogenannten Leitprojekten. „Und ein Beispiel dafür, wie sehr es bei der
Transformation zu mehr Nachhaltigkeit, Umwelt- und Ressourcenschutz auch
auf das Zusammenspiel von Forschung und Industrie ankommt“, sagt der DBU-
Generalsekretär. Expertinnen und Experten aus beiden Bereichen tüfteln an
der Vision, auf hoher See das Potenzial des Windes zu nutzen – um damit
einen noch zu entwickelnden Windturbinentyp samt neuartigem Elektrolyseur
zu speisen. Außerdem wird die Erzeugung von Wasserstoff-Folgeprodukten auf
festen oder schwimmenden Plattformen erforscht.
Schlaglicht auf einen Schlüsselsektor zur Senkung von Treibhausgasen
Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) wirft an Stand 108
ein Schlaglicht auf einen Schlüsselsektor, der eine zentrale Rolle spielt,
um den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase wie Kohlendioxid (CO2) zu
senken. Die rund 21,4 Millionen Gebäude in Deutschland, darunter ungefähr
zwei Millionen sogenannte Nichtwohngebäude, verursachen hierzulande etwa
40 Prozent der laut Umweltbundesamt-Statistik des Jahres 2022 bundesweit
rund 746 Millionen Tonnen THG-Emissionen. Hauptursache für den hohen
Anteil des Gebäudesektors ist der deutschlandweit immense Altbestand:
Nahezu zwei Drittel der Gebäude wurden vor 1977 errichtet, bevor eine
Wärmeschutzverordnung die Dämmung von Dächern, Decken und Wänden
vorschrieb. „Wir müssen Tempo machen bei der Sanierung“, so Bonde. Auf der
„Woche der Umwelt“ bietet der DGNB-Stand neben Einspartipps auch einen
großen Wissensschatz und Praxisbeispiele für nachhaltiges Bauen.
Mit Lasertechnologie weniger Pestizideinsatz
Dass es bei Nachhaltigkeit und Umweltschutz nicht allein um den
schlagkräftigen Einsatz gegen die Klima-, sondern auch gegen die
Biodiversitätskrise geht, zeigt das Laser Zentrum Hannover (LZH) am Stand
50: Das niedersächsische Unternehmen stellt ein Verfahren zum Lasereinsatz
im Pflanzenschutz vor. Denn das LZH hat eine Methode entwickelt, mit der
punktgenau mittels eines hauchdünnen Laserstrahls Unkraut und auch
Schädlinge bekämpft werden können. Künstliche Intelligenz sorgt für die
Lasersteuerung. Das Ziel: Der Einsatz chemischer und oft umweltschädlicher
Pestizide soll minimiert oder gar vermieden – und ein Beitrag zum Erhalt
der Artenvielfalt geleistet werden.
Erfindergeist in der Stahlbranche auf dem Weg zur Klimaneutralität
Ebenfalls aus Niedersachsen stammt eine Ausstellerin, deren Erfindergeist
die äußerst energieintensive Stahlbranche auf dem Weg in eine
klimaneutrale Stahlproduktion beflügeln – und bundesweit zum Modell werden
könnte: Die Georgsmarienhütte Holding GmbH (GMH Gruppe) ist am Stand 82 zu
finden, wo sie nach eigenen Worten den Besucherinnen und Besuchern mit
„Leidenschaft für Nachhaltigkeit“ und „Agilität eines Mittelständlers“
demonstrieren will, wie wichtig Wirtschaft bei der Energiewende wird: „Wir
wollen 2039 nahezu klimaneutral Stahlerzeugnisse produzieren“, setzt sich
das Unternehmen ein ambitioniertes Ziel. Und: „Bereits heute sparen wir
durch elektrische Schmelzprozesse 80 Prozent der CO2-Emissionen im
Vergleich zur konventionellen Stahlherstellung ein“, so die GMH Gruppe.
„Diese und all die anderen insgesamt rund 190 Ausstellenden sind eine
echte Inspiration und Mutmacher, wie man den notwendigen Wandel zu einer
nachhaltigen Wirtschafts- und Lebensweise schaffen kann“, sagt der DBU-
Generalsekretär. „Den Besucherinnen und Besuchern bietet sich auf der
,Woche der Umwelt‘ eine einmalige Gelegenheit, solche Innovationen und
Ideen hautnah zu erleben – noch dazu im besonderen Ambiente im Park von
Schloss Bellevue“, so Bonde weiter.
