LWF-Vizepräsident Kurt Amereller im Ruhestand
Die Bayerische Landesanstalt für Wald und
Forstwirtschaft (LWF) verabschiedet ihren langjährigen Vizepräsidenten.
Über fast 20 Jahre hinweg prägte der Leitende Forstdirektor Kurt Amereller
die Neuausrichtung der LWF zu einer modernen und europaweit anerkannten
Forstlichen Forschungsanstalt. Neben einer zeitgemäßen, modernen
Wissenschaftskommunikation legte Amereller dabei besonderen Wert auf eine
zielgerichtete und strategisch klar strukturierte Ausrichtung aller
Forschungs- und Aufgabenbereiche der LWF.
Kurt Amereller - geboren 1959 in München - studierte Forstwissenschaft an
der Ludwig-Maximilians-Universität
ebenfalls in Bayern und schloss 1988 mit der Großen Forstlichen
Staatsprüfung ab. Nach jeweils kürzeren Einsätzen an den Forstämtern
Starnberg, Schliersee, Seeshaupt und Weilheim wechselte Amereller 1990 als
Sachbearbeiter für Raumordnung, Landesplanung und Naturschutz an die
Oberforstdirektion München. Nach einigen Abordnungen an das Bayerische
Forstministerium wurde er dann im Jahr 2000 zum Stellvertretenden
Forstamtsleiter des Forstamtes Fürstenfeldbruck ernannt.
Mit der Forstreform 2005 entschied sich Kurt Amereller für einen Wechsel
an die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft. Dort war er
zunächst Sachgebietsleiter für Öffentlichkeit der LWF, bevor er 2011 zum
Abteilungsleiter für Wissenstransfer und Öffentlichkeitsarbeit ernannt
wurde. Im April 2012 wurde Amereller zum Vizepräsidenten der LWF bestellt.
Neben der Personal- und Haushaltsführung lagen seine Arbeitsschwerpunkte
auf der strategischen Steuerung der LWF. Heute nicht mehr wegzudenkende
Werkzeuge, wie die LWF-Strategie, die ziel- und kennzahlenorientierte
Jahresarbeitsplanung, die Balanced-Score-Card oder die Monatsgespräche mit
festen Zielvereinbarungen mit allen Abteilungsleitern, wurden von
Amereller eingeführt.
Vorgesetzte, sowie Kolleginnen und Kollegen schätzen den Beamten als immer
freundlich und hilfsbereit, extrem zuverlässig und fleißig. Dabei war
Amereller jedoch stets klar, sehr fokussiert und dennoch sehr beweglich,
offen und flexibel im Denken. Schriftlich formulierte Amereller so
geschliffen wie kaum ein anderer und konnte auch sehr schwierige und
komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge präzise und dennoch verständlich
vermitteln.
„In meinem Ruhestand“, so der scheidende Vizepräsident bei seiner
Verabschiedung in Freising, „wird mir mit Sicherheit nicht langweilig
werden“. Er freue sich auf viel Zeit mit seiner Frau und seinen 3
erwachsenen Söhnen. Dazu kommt die Freude am Natur-Erleben, beim
Bergwandern, Angeln oder Schwammerlsuchen – gern auch einmal ganz allein.
Und – nicht zu vergessen – die Proben mit seiner Rockband mit akustischer,
vor allem aber der E-Gitarre. „Doch ich werde die LWF und vor allem die
Kolleginnen und Kollegen auch sehr vermissen!“ betont Amereller. „Ich bin
in diesen fast 20 Jahren immer gerne und mit Freude in die LWF gegangen.
Die Tage, an denen das nicht ganz so war, lassen sich an einer Hand
abzählen!“ Wir wünschen Kurt Amereller für seine Pensionszeit von Herzen
alles erdenklich Gute und Gottes Segen.
