Wissenschaft ahoi!
Letzte Woche hat das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft in Berlin
abgelegt. Im Frühjahr und Sommer tourt es durch 30 Städte in Deutschland
und Österreich und präsentiert den Besucherinnen und Besuchern eine
interaktive Ausstellung zum Thema Freiheit. Auch die Technische Hochschule
Ingolstadt ist mit einem Exponat vertreten.
Rund 30 interaktive Exponate laden dazu ein, sich mit den verschiedenen
Facetten von Freiheit auseinanderzusetzen: So können Interessierte selbst
zu Hirnforschenden werden und herausfinden, wie frei ihre Entscheidungen
wirklich sind. Oder sie erfahren beim Flipperspiel, wie genetische und
soziale Faktoren bestimmte Lebensbereiche beeinflussen. Ergänzend dazu
gibt es an vielen Orten der Tour ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm
sowie Schulworkshops.
Die Technische Hochschule Ingolstadt (THI) hat ein Exponat zum
automatisierten Fahren beigesteuert. Es zeigt, wie sich diese Technologie
auf unser Verständnis von Freiheit auswirkt. In Zeiten des technologischen
Fortschritts hat sich auch das Autofahren stark verändert. Schon heute
gibt es automatisierte Fahrzeuge, die fast ohne menschliche Steuerung
auskommen. Diese Technologie verspricht viele Vorteile: Dank modernster
Sensortechnik und dem Einsatz künstlicher Intelligenz gibt es weniger
Staus, weniger Unfälle und weniger Umweltbelastung. Aber sie wirft auch
Fragen auf: Bringt es mehr oder weniger Freiheit, wenn man nicht mehr
selbst fahren kann und die Kontrolle über das Fahrzeug abgibt? Wie wirkt
sich automatisiertes Fahren auf deine Freiheit aus? Das Exponat wurde von
der Forschungsgruppe „Human-Computer Interaction“ der THI unter der
Leitung von Professor Andreas Riener im Rahmen der Initiative „Mensch in
Bewegung“ realisiert. Ziel des Teams, bestehend aus Franziska Hegner,
Claus Pfeilschifter und Markus Weißenberger, ist es, wissenschaftliche
Erkenntnisse für unterschiedliche Zielgruppen verständlich zu machen.
Die MS Wissenschaft tourt im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung
und Forschung durch Deutschland. Wissenschaft im Dialog (WiD) realisiert
die Ausstellung mit Unterstützung der WiD-Trägerorganisationen. Die
Exponate kommen direkt aus der Forschung und werden von Instituten der
Fraunhofer-Gesellschaft, der Leibniz-Gemeinschaft, der Max-Planck-
Gesellschaft und von DFG-geförderten Projekten, Hochschulen sowie weiteren
Partnern zur Verfügung gestellt.
Die MS Wissenschaft macht unter anderem in Aschaffenburg Station. Weitere
Informationen zur Tour finden sich unter: https://ms-
wissenschaft.de/de/besuch/tour
Originalpublikation:
https://www.thi.de/hochschule/
