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Jetzt starten: Große Transformation und nachhaltige Raumentwicklung in die regionale und kommunale Praxis bringen

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Das Positionspapier aus der ARL 148 "Große Transformation und nachhaltige
Raumentwicklung machen: Impulse zur Umsetzung in der regionalen und
kommunalen Praxis" macht konkrete Vorschläge, wie gewohnte Paradigmen und
Strategien der Raumplanung und -entwicklung überdacht werden müssen und
welche neuen Ansätze und Wege es dafür braucht.

Das Positionspapier zielt darauf ab, die Diskrepanz zwischen dem Anspruch
an eine
Raumentwicklung, die vom Gedanken einer starken Nachhaltigkeit geleitet
und auf das Ziel der großen Transformation im Sinne des WBGU (2011)
orientiert ist, und einer oftmals ernüchternden Wirklichkeit der
Planungspraxis zu verringern. Dazu zeigt das Papier konkrete Möglichkeiten
auf, mit denen diese Implementierungslücke geschlossen werden kann. Es
richtet sich vor allem an Verantwortliche in Raumentwicklung, Raumplanung
und Raumordnungspolitik, die sich mit zukunftsfähigen Planungsparadigmen
auseinandersetzen und umsetzbare Lösungen suchen.

Die Verfasser*innen stammen sowohl aus der Wissenschaft, als auch aus der
Praxis, sie sind davon überzeugt, dass das Prinzip der starken
Nachhaltigkeit und die Überwindung sektoralen Denkens Einzug in die
räumliche Entwicklung und Planung halten müssen. Dazu sind der konsequente
Schutz und die entsprechende Bewertung von Ökosystemleistungen sowie die
ebenso konsequente Internalisierung aller ökologischen und sozialen Kosten
nicht nachhaltiger Praktiken erforderlich. Allgemein anerkannte und zum
Teil schon jetzt bzw. seit Längerem gesetzlich verankerte Zielgrößen
sollten  im Sinne eines konsequenten Klima- und Ressourcenschutzes
unbedingt konkretisiert werden. Dazu braucht es konsistente,
regionalspezifische und verbindliche Zielsysteme für eine nachhaltige
Raumentwicklung. In Form von Transformationskonzepten als verbindliche
Grundlage für formelle Instrumente sollten in jedem Bezugsraum – Regionen
und Kommunen – auf der Basis dieser Zielsysteme Handlungsprogramme für die
Umsetzung der großen Transformation ausgearbeitet werden.
Die große Transformation muss als übergeordnetes öffentliches Interesse
etabliert werden. Zu ihrer Gestaltung wird eine neue raumbezogene
Governance benötigt. Hierzu ist ein Kulturwandel in der räumlichen Planung
und Entwicklung dergestalt notwendig, dass stärker umsetzungsorientiert
agiert wird. Als konkrete transformative Strategien und Praktiken für die
räumliche Planung empfehlen wir Transformationskonzepte, transformative
Zielabweichungsverfahren (tZAV) und Integrierte Transformationsräume
(ITR). Ein Wirken in der Fläche wird eine flankierende rechtliche
Rahmensetzung (Fordern) bezüglich einer transformativen Neuausrichtung
öffentlicher Finanzierung (Fördern) zwingend erforderlich machen. Diese
Ansätze müssen weitergedacht und
konkretisiert werden, damit daraus Planungspraxis werden kann.

Zur Gliederung des Positionspapiers:

1 Kontext und Motivation
2 Räumliche Planung für die große Transformation: Grundparadigmen und
Perspektivverschiebungen
3 Transformative Strategien und Praktiken in der räumlichen Entwicklung
und Planung
3.1 Transformation als übergeordnetes öffentliches Interesse etablieren
3.2 Eine neue raumbezogene Governance für die Gestaltung der großen
Transformation
3.3 Transformationskonzepte
3.4 Anpassung und Abweichung von Festlegungen in Raumordnungsplänen im
Sinne
der großen Transformation
3.5 Integrierte Transformationsräume als neues Instrument der räumlichen
Planung
3.6 Verankerung einer freiraumaffinen Vorrangausweisung im kommunalen
Finanzausgleich
4 Fazit: Große Transformation und nachhaltige Raumentwicklung machen –
jetzt

Das Positionspapier aus der ARL 148 steht für alle Interessierten
kostenfrei zum Download bereit: https://www.arl-net.de/shop/gro%C3%9Fe-
transformation-und-nachhaltige-raumentwicklung-machen