Start der öffentlichen Konsultationsphase: Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische KHK
Die Version 7 der Nationalen VersorgungsLeitlinie (NVL) Chronische KHK
steht ab sofort bis zum 1. Juli 2024 zur öffentlichen Konsultation bereit.
Alle sind dazu eingeladen, die Leitlinie kritisch zu kommentieren.
Für die Version 7 der NVL Chronische KHK hat die multidisziplinäre
Leitliniengruppe die Kapitel Definition und Epidemiologie, Diagnostik und
Medikamentöse Therapie und Versorgungskoordination überarbeitet. Alle
weiteren Kapitel hat sie hinsichtlich Aktualität und Gültigkeit bestätigt.
Als wichtige Neuerung empfiehlt die Leitliniengruppe in der Diagnostik,
die CT-Koronarangiographie (CCTA) bevorzugt einzusetzen, wenn nach den
Voruntersuchungen mit mäßiger Wahrscheinlichkeit eine KHK vorliegt. Für
die Überlegenheit der CCTA liegen Daten mit hoher Aussagesicherheit vor.
Die Leitliniengruppe beruft sich dabei unter anderem auf den
Evidenzbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im
Gesundheitswesen (IQWiG).
Die gemeinsame Entscheidungsfindung sieht die Leitliniengruppe als
wichtiges Instrument zur Sicherung der Selbstbestimmung der Betroffenen.
Daher formuliert sie zur Stärkung der patientenzentrierten Versorgung eine
ergänzende Empfehlung.
Zur Förderung der Kommunikation zwischen den beteiligten Professionen und
Sektoren hat die Leitliniengruppe das Kapitel Versorgungskoordination
angepasst, unter anderem mit neuen Empfehlungen zum DMP KHK sowie zur
Kooperation. Im Kapitel zur medikamentösen Therapie gibt es keine
grundlegenden Änderungen, aber einige Anpassungen in den Unterkapiteln
Thrombozytenaggregationshemmer und Lipidsenker sowie zwei neue
Algorithmen.
Das öffentliche Konsultationsverfahren ist ein Qualitätsmerkmal des
Programms für Nationale VersorgungsLeitlinien. Hier besteht die
Möglichkeit, die Ergebnisse aus der Leitliniengruppe zu begutachten. Die
Leitliniengruppe prüft die eingegangenen Vorschläge sorgfältig und
entscheidet über deren Berücksichtigung. Alle Kommentare und deren
Bewertung werden im Leitlinienreport veröffentlicht.
Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien steht unter der
Trägerschaft von Bundesärztekammer, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und
der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen
Fachgesellschaften. Mit der Durchführung wurde das Ärztliche Zentrum für
Qualität in der Medizin beauftragt. Zu ausgewählten Krankheitsbildern
arbeiten Expertinnen und Experten verschiedener Organisationen zusammen,
um im Rahmen der strukturierten Versorgung chronisch kranker Menschen die
angemessene und evidenzbasierte Patientenversorgung darzustellen.
So geben Sie Ihren Kommentar ab:
Interessierte und Expert*innen können die Konsultationsfassung der
Leitlinie kostenfrei herunterladen und bis zum 1. Juli 2024 kommentieren
sowie Änderungen und Ergänzungen vorschlagen (per E-Mail an:
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Bitte nutzen Sie für Ihre Rückmeldung ausschließlich den
Kommentierungsbogen.
