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Urbane Produktion für lebendige Stadtzentren fördern und sichern

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Neues Positionspapier aus der ARL 147 „Urbane Produktion fördern und
bewahren“ zeigt die Potentiale von urbaner Produktion (Handwerk,
Manufakturen, Landwirtschaft und Industrie) für eine nutzungsgemischte,
nachhaltige und sozial integrative Stadtentwicklung auf und gibt acht
konkrete Handlungsempfehlungen aus Sicht von Wissenschaft und Praxis, um
urbane Produktion in städtischen Zentren zu sichern und wieder zu stärken,
um diese lebendig zu gestalten.

Urbane Produktion was ist das und warum ist sie wichtig?

Eine produktive Stadt zeichnet sich durch Nutzungsmischung aus. Die Stadt
muss Raum für Wohnen, soziale und technische Infrastrukturen sowie
Arbeiten bieten. "Arbeiten" umfasst nicht nur Dienstleistungen, sondern
auch Produktion und Handwerk. Urbane Produktion ist ein wesentlicher
Bestandteil einer nachhaltig produktiven Stadt. Die Förderung und
Sicherung dieser Nutzungsmischung ist ökonomisch, ökologisch und sozial
wichtig. Nur so können Stoffkreisläufe und eine Stadt der kurzen Wege
entstehen. Zentren, die nur monofunktional genutzt werden, sind
unattraktiv. Erst durch eine gelungene Nutzungsmischung entsteht urbane
Dichte und städtisches Flair mit hoher Aufenthaltsqualität. Produzierende
Betriebe haben jedoch zunehmend Probleme Raum in der Stadt zu finden.

Das Positionspapier wurde von Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis
erarbeitet. In zwei ganztägigen Workshops diskutierten die Mitglieder der
Arbeitsgruppe der ARL mit externen Expertinnen und Experten über Hemmnisse
und Lösungsansätze Urbaner Produktion. Durch die inter- und
transdisziplinäre Zusammensetzung der Arbeitsgruppe und die externe
Expertise entstand wichtiges Synthesewissen. Die Praxisperspektive bezieht
sich vor allem auf Nordrhein-Westfalen. Die Herausforderungen und
Lösungsansätze sind jedoch weitestgehend auf alle Bundesländer
übertragbar.

Vorgestellt werden Lösungen und Handlungsansätze für die Sicherung und
(Re-)Integration der Produktionswirtschaft und des Handwerks in die
städtische Siedlungsstruktur, für den Umgang mit Nutzungskonflikten und
die Herausforderung die durch eine flächenschonende Nachverdichtung
entstehen. Die Empfehlungen richten sich an Entscheidungsverantwortliche
in Bund, Ländern, Kommunen, Planungsbüros und der Projektentwicklung, aber
auch an die Gesetzgeber, da auch rechtlicher Novellierungsbedarf
aufgezeigt wird.

Das Positionspapier aus der ARL 147 „Urbane Produktion fördern und
bewahren“ der ARL – Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-
Gemeinschaft ist für alle Interessierten kostenfrei zugänglich.


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Die ARL – Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft ist ein
Netzwerk exzellenter Fachleute aus Wissenschaft und Praxis. Wir wollen
Räume nachhaltig entwickeln. Inter- und Transdisziplinarität prägen unser
Denken und Handeln.
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