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Statt Parkplatz! Was passiert, wenn man Parkplätze anders nutzt?

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Beim ARL-Lunch Talk am 13. Juni 2024 berichten eine Kuratorin des
Deutschen Museums und zwei Mobilitätsforschende des WZB -
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung davon, was passiert, wenn
man Parkplätze in Städten anders nutzt.

Im Durchschnitt wird ein privat genutztes Auto 23 Stunden am Tag geparkt –
und das häufig im öffentlichen Raum. Es steht am Straßenrand oder auf
gekennzeichneten Parkplätzen und nimmt Raum ein. In der Verkehrsforschung
gilt die Faustregel: Ein Auto verbraucht im Schnitt 13,5 qm sofern es von
1-2 Personen genutzt wird. Mit anderen Worten 1,5 Personen verbrauchen
13,5 qm des öffentlichen Raumes, der eigentlich für alle zur Nutzung
stehen könnte.

Es gibt viele Ideen, wie man diesen Platz besser, das heißt für viele
Personen zugänglich, nutzen könnte. Besonders weit verbreitet sind die
sogenannten Parklets: Baukonstruktionen, die auf der Fläche eines
Parkplatzes beispielsweise Sitzgelegenheiten, Schattenplätze oder
Grünflächen ergänzen. Der Lunch Talk legt den Fokus auf die
Straßenraumnutzung im städtischen Raum.

Die Umnutzung von Parkflächen bietet viele Chancen, von der
Verkehrsberuhigung, der Schaffung von etwas Grün im Beton bis zum neuen
Nachbarschaftstreffpunkt. Doch nicht immer stoßen die Umnutzungsideen für
Parkplätze auf die Begeisterung von Anwohnenden und führen dann zu
Konflikten. Oft sind die Befürchtungen groß: Wird es Müll geben oder
vielleicht zu laut werden? Gleichzeitig geht es in diesen Konflikten um
weitaus mehr als nur den Parkplatz selbst: Themen wie Gentrifizierung,
Ungerechtigkeitsdynamiken oder subjektives Sicherheitsempfinden spielen
hier eine Rolle.

In unserem Online-Lunch Talk am 13. Juni 2024 von 13:00 - 14:00 Uhr
unterhalten sich die Kuratorin Bettina Gundler und die
Mobilitätsforschenden Viktoria Scheidler und Weert Canzler darüber, was
passiert, wenn Parkplätze umgenutzt werden und nicht mehr für das
Abstellen von Autos zur Verfügung stehen. Sie geben Einblicke in aktuelle
und vergangene Projekte und freuen sich über Fragen und die Diskussion mit
allen Teilnehmenden.

Die Referierenden
•       Dr. Bettina Gundler leitet im Deutschen Museum die Hauptabteilung
Verkehr, Mobilität, Transport.
•       Dr. habil. Weert Canzler und Viktoria Scheidler forschen am WZB –
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung zu den Themen Mobilität
und Teilhabe.

Dr. Martina Hülz ist Leiterin des Referats Wirtschaft und Mobilität der
ARL und moderiert den Lunch Talk.

Bettina Gundler, Weert Canzler, Viktoria Scheidler und Martina Hülz sind
Mitglieder des Leibniz-Forschungsnetzwerks Mobilität und präsentieren zum
Abschluss des Forschungsnetzwerks Ergebnisse aus ihrer
Forschungstätigkeit.

Eine Anmeldung zum Lunch Talk ist noch bis zum 12. Juni 2024 über das
Formular auf der ARL-Website möglich.