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Hans Gál-Preis 2024 an das Confringo Klavierquartett

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Die Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz und die
Landesstiftung Villa Musica Rheinland-Pfalz ­vergeben 2024 den Hans Gál-
Preis an das Confringo Klavierquartett.

Das Confringo-Quartett – vier junge Musiker und Musikerinnen aus
Deutschland und Serbien – hat sich in der seltenen Formation des
Klavierquartetts zusammengefunden und zeichnet sich – so die Begründung
der Jury – »besonders durch hinreißende Interpretationen der Werke der
Spätromantik und der beginnenden Moderne aus. Auffallend ist die selten
anzutreffende nuancenreiche und poetische Ausdeutung des Klavierparts,
eine kammermusikalische Qualität, die sich besonders gut mit den
hochmusikalischen, künstlerischen Akzenten der Streicher verbindet und zu
Werkdeutungen von hoher Inspiration führt. Diese inneren Maßstäbe
prädestinieren das Ensemble in besonderer Weise für das Verständnis und
die Interpretation der musikalischen Sprache von Hans Gál.«

Die Mitglieder des Quartetts: Roberta Verna, Violine; Philipp Sussmann,
Viola; Irena Josifoska, Cello und Viktor Soos, Klavier, die sich während
ihres Studiums in Berlin und Hannover begegnet sind, wollten nach mehreren
Konzerten bei einem Kammermusikfestival das vielseitige Repertoire des
Klavierquartetts gemeinsam ergründen. Die Musikerinnen und Musiker wurden
individuell mit zahlreichen Preisen bei internationalen Wettbewerben
ausgezeichnet und haben bei prominenten Pädagogen wie Herwig Zack, Jens
Peter Maintz, Walter Küssner und Bernd Götzke studiert. Sie sind
Stipendiaten beim Deutschen Musikwettbewerb 2024.

Die feierliche Verleihung findet am 13. Dezember 2024 in der Akademie der
Wissenschaften und der Literatur statt und ist mit einem Konzert der
PreisträgerInnen verbunden, bei dem auch ein Werk von Hans Gál aufgeführt
werden soll. Die Villa Musica Rheinland-Pfalz wird die Ausgezeichneten in
ihr Saisonprogramm 2025/26 mit Konzerten aufnehmen.
Zur Verleihung ergeht noch eine gesonderte Einladung.

Der Hans Gál-Preis dient der Förderung eines internationalen
Nachwuchsensembles. Er wird seit 2020 zu Ehren des jüdischen Komponisten
Hans Gál durch eine Stiftung von Susanne und Andreas Barner ermöglicht. Er
wird gemeinsam von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur /
Mainz und der Villa Musica Rheinland-Pfalz verliehen und ist mit 10.000,-
€ dotiert. Der Jury gehörten 2024 die Akademiemitglieder Professorin
Claudia Eder und Professor Julius Berger sowie die designierte
Künstlerische Leiterin der Villa Musica, Professorin Ervis Gega, an.

Mit dem Preis möchten Akademie und Villa Musica an den Komponisten,
Musikwissenschaftler und ­-pädagogen Hans Gál (1890-1987) erinnern. Er war
von 1929 bis 1933 Direktor des Konservatoriums Mainz, aus dem später die
Hochschule für Musik und das Peter Cornelius-Konservatorium hervorgingen.
Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten musste Hans Gál,
der ungarisch-jüdischer Abstammung war, Deutschland verlassen. Bis zum
»Anschluss« Österreichs lebte die Familie unter schwierigen Umständen in
Wien und emigrierte 1938 nach Großbritannien. 1945 wurde Hans Gál
britischer Staatsbürger und unterrichtete bis 1955 an der Universität
Edinburgh. Als Komponist hinterlässt er ein umfangreiches Oeuvre, das in
der Tradition von Johannes Brahms, Franz Schubert und Johann Sebastian
Bach steht.