Freiwilliges Soziales Jahr in Wissenschaft, Technik und Nachhaltigkeit (FJN) am Fritz-Haber-Institut der MPG
Das Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft hat im vergangenen
Jahr erstmalig ein Freiwilliges Soziales Jahr in Wissenschaft, Technik und
Nachhaltigkeit (FJN) angeboten. In Kooperation mit dem Internationalen
Jugendgemeinschaftsdienst (ijgd) boten wir jungen Erwachsenen die
Möglichkeit, praktische Erfahrungen in den Naturwissenschaften zu sammeln
und sich gleichzeitig beruflich zu orientieren.
Einblick in Pias Jahr am Fritz-Haber-Institut
Unter den Teilnehmenden war auch Pia, die nach ihrem Abitur beschloss,
sich ein Jahr Zeit zu nehmen, um herauszufinden, welches Studium das
Richtige für sie ist. Pia stand vor der schwierigen Entscheidung, ob sie
Chemie oder Physik studieren sollte. Ihr Jahr bei uns half ihr, diese
Entscheidung zu treffen. Sie kam mit dem Ziel zu uns, mehr über die
praktische Arbeit in den Bereichen Physik, Chemie und Maschinenbau zu
erfahren. Während ihres Jahres bei uns konnte sie nicht nur ihre
Programmierkenntnisse in Python vertiefen, sondern auch wertvolle
Einblicke in den Alltag von Wissenschaftler*innen gewinnen. Der Austausch
mit Doktorand*innen und anderen Forschenden half ihr, wertvolle Tipps für
das Universitätsleben zu sammeln und eine breite Palette an Perspektiven
kennenzulernen.
Von der Theorie zur Praxis
Pias praktische Erfahrungen waren vielfältig und bereichernd. Besonders
hervorzuheben ist ihre Beteiligung an einem Projekt in der Abteilung für
Theorie, bei dem ein interaktives Web-Frontend für serverbasierte
wissenschaftliche Simulationen entwickelt wurde. Dieses Projekt, in
Zusammenarbeit mit der Berliner Hochschule für Technik (BHT), ermöglichte
es ihr, Einblicke in die Schnittstelle zwischen Informatik und Physik zu
gewinnen und ihre Fähigkeiten in der Softwareentwicklung zu erweitern.
Darüber hinaus ermöglichte die Arbeit in den wissenschaftlichen
Abteilungen und Werkstätten es ihr, ein besseres Verständnis für die
praktische Anwendung der Physik zu entwickeln. Durch die Teilnahme an
Projekten, wie dem Aufbau von Spiegeln für Laserexperimente oder der
Entwicklung kleiner Spiele im E-Lab, konnte sie ihre technischen
Fähigkeiten unter Beweis stellen und gleichzeitig Einblicke in die
vielfältigen Arbeitsbereiche der Naturwissenschaften gewinnen.
Netzwerkaufbau und persönliche Entwicklung
Ein wichtiger Aspekt ihres Jahres war der Aufbau eines professionellen
Netzwerks. Pia betont die Bedeutung des Netzwerkaufbaus, insbesondere für
Frauen in der Wissenschaft. Die Seminare und Workshops zu Themen wie
Nachhaltigkeit, die vom ijgd organisiert wurden, sowie die von den
FJNler*innen selbstständig organisierten Seminare, boten zudem eine
hervorragende Plattform für den Austausch mit anderen Freiwilligen.
Fazit und Ausblick
Rückblickend betrachtet Pia ihr Freiwilliges Soziales Jahr am Fritz-Haber-
Institut als eine bereichernde Erfahrung, die ihr nicht nur geholfen hat,
ihre akademischen und beruflichen Ziele zu schärfen, sondern auch
wertvolle persönliche Entwicklungen ermöglichte. Die Entscheidung zwischen
Chemie und Physik fiel ihr nach diesem Jahr leichter; sie hat sich für ein
Physikstudium in Leipzig entschieden und fühlt sich gut vorbereitet auf
die Herausforderungen, die vor ihr liegen.
Das Fritz-Haber-Institut ist stolz darauf, Teil von Pias Weg gewesen zu
sein und freut sich darauf, auch in Zukunft jungen Menschen durch das FJN
Programm wertvolle Erfahrungen und Orientierung bieten zu können.
Originalpublikation:
https://www.fhi.mpg.de/1556267
