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Studierende taufen ihr neues Betonkanu im „Avatar“-Look – Teilnahme an deutscher Betonkanu-Regatta

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„Skimwing“ heißt der riesenhafte, fliegende Wasserdinosaurier im Kinofilm
„Avatar“. Angelehnt an seinen Look haben Bauingenieurwesen-Studierende der
Hochschule Darmstadt (h_da) ihr neues Betonkanu konstruiert. Mit ihm
fahren sie jetzt am Samstag, 15.06., zur 19. Betonkanu-Regatta in
Brandenburg an der Havel. Dort messen sie sich mit Teams anderer
Hochschulen und Ausbildungsstätten, an denen ebenfalls Baustoffkunde
gelehrt wird. Doch zuvor tauften sie ihr blau-graues Betonboot im
Baustofflabor am Campus Darmstadt.

Fünf Meter lang ist das Leichtbeton-Kanu, 70 Zentimeter breit und wiegt
nur gut 70 Kilo. Und es schwimmt. Gut 30 Studierende aus dem Fachbereich
Bau- und Umweltingenieurwesen waren an Konstruktion und Bau beteiligt,
hatten sich dafür mehrere Monate mit den Eigenschaften von Beton
beschäftigt und seine Grenzen ausgereizt. Ziel war, ein möglichst
leichtes, schnelles und zugleich stabiles Betonkanu zu bauen, das auf der
200 Meter langen Wettbewerbsstrecke auf dem Beetzsee zudem eine gute Figur
macht. Fachlich betreut wurden die Studierenden von den Betontechnik-
Spezialisten Prof. Dr. Albrecht Gilka-Bötzow und Dr. Markus Schmidt.

Das h_da-Betonkanu wirkt einerseits schlank, elegant und
stromlinienförmig, was dem Baustoffboot Schnelligkeit verleiht. Ein eher
flacher statt spitzer Boden verstärkt wiederum den Tiefgang, macht das
Kanu stabiler und besser kontrollierbar. An der dicksten Stelle ist seine
Wand gerade einmal einen Zentimeter dünn. In den Beton ist eine so
genannte Bewehrung aus Glasfasergelege eingearbeitet. Sie verleiht
zusätzlich Stabilität und verhindert Risse und Brüche, indem sie die
Zugspannungen aufnimmt.

Entworfen wurde das Betonkanu am Computer und wurde dann mit einer
Holzschalung in Form gebracht. „Besonders wichtig war uns,
Reibungsverluste zu verhindern, sie machen das Kanu langsamer. Daher haben
wir die Oberfläche der Schalung zusätzlich glatt gespachtelt und
anschließend mit Folie ausgekleidet, um Unebenheiten auszubessern“,
erläutert Vanessa Eppig aus der studentischen Teamleitung.

Auch nachhaltige Aspekte haben die Studierenden im Blick. Zwar mussten sie
einen Weißzement nutzen, um den Beton in den blau-grauen Farben des
Skimwings einzufärben. Jedoch verwendeten sie hierfür einen Öko-
Weißzement, bei dessen Produktion weniger CO2 ausgestoßen wird, als bei
gängigen Weißzementen. Darüber hinaus konnten sie viele Rohstoffe aus dem
bestehenden Fundus des h_da-Betonlabors nutzen und somit wiederverwerten.
Und auch bei der Schalung wurde an die Umwelt gedacht, weshalb alle
Bestandteile nach der Betonage wieder trennbar sind.

„Natürlich stehen bei diesem Projekt auch Spaß und Teamgeist im
Vordergrund. Es ist aber auch ein etabliertes Wahlpflichtmodul in unserem
Bauingenieurwesen-Studium, denn die Studierenden lernen hier abseits der
Normen die Grenzen der Eigenschaften von Beton kennen und im Team ein
komplettes Bauprojekt durchzuführen“, erläutert Prof. Dr. Albrecht Gilka-
Bötzow den Hintergrund. Um auch sportlich für den Wasserwettkampf gerüstet
zu sein, trainieren die Studierenden derzeit auf dem Riedsee in Biblis. In
den kommenden Tagen startet dann der von den Studierenden selbst
organisierte Transport des Kanus von Darmstadt nach Brandenburg an der
Havel.

Mehr Informationen zur 19. Deutschen Betonkanu-Regatta finden sich hier:
https://www.beton.org/inspiration/betonkanu-regatta

Hochschule Darmstadt (h_da)
Die Hochschule Darmstadt (h_da) ist eine der größten deutschen Hochschulen
für Angewandte Wissenschaften (HAWs). Sie bietet ihren aktuell 14.500
Studierenden ein praxisnahes und anwendungsorientiertes Studium in den
Bereichen MINT, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Architektur, Medien und
Design. Viele Projekte und Inhalte in Studium, Forschung und
gesellschaftlichem Transfer beschäftigen sich mit den Zukunftsthemen
Nachhaltige Entwicklung, Mobilität und Digitalisierung. Die h_da betreibt
ein eigenes Promotionszentrum Nachhaltigkeitswissenschaften und vergibt
als erste und einzige deutsche Hochschule den akademischen Grad eines
Doktors der Nachhaltigkeitswissenschaften. Visionär ist die europäische
Hochschulallianz „European University of Technology (EUT+)“, der die h_da
angehört: Gemeinsam mit acht weiteren Hochschulpartnern und gefördert von
der EU-Kommission möchte die h_da zu einem neuen Hochschultyp
zusammenwachsen – zur „Europäischen Universität“.

Website h_da: https://h-da.de
Website EUT+: https://www.univ-tech.eu