Nachhaltigkeitstage: lässige Atmosphäre und innovative Themen in der Kulturfabrik
Wasser ist eines der großen Themen der diesjährigen Coburger
Nachhaltigkeitstage. Im Fokus stehen außerdem Biodiversität und Ernährung.
Die Veranstaltungsreihe mit unterhaltsamem und informativen Rahmenprogramm
findet in Coburg bereits zum dritten Mal statt. Diesmal von Donnerstag,
20. Juni, bis Samstag, 22. Juni, in der Kulturfabrik Cortendorf – für den
Auftakt wurden zwei außergewöhnliche Keynote-Speaker gewonnen. Der
Eintritt ist frei.
Ein „Jahrhunderthochwasser“ wie in Bayern Anfang Juni gibt es inzwischen
fast jedes Jahr, die Schäden sind immens und zeigen auf schmerzhafte
Weise, wie dringend Vorkehrungen notwendig sind. Nachhaltiges Handeln ist
gefragt. Es ist der Schlüssel für einen wirtschaftlich zukunftsfähigen
Umgang mit wertvollen Ressourcen, eine sichere Energieversorgung,
lebenswerte Städte und einen gesunden Planeten. Um innovative Ideen dafür
geht es bei den dritten Coburger Nachhaltigkeitstagen – hier ist
Hochwasserschutz eines der vielfältigen Themen für die Gestaltung einer
guten Zukunft: Von Donnerstag, 20. Juni bis Samstag, 22. Juni, dreht sich
in der Kulturfabrik Cortendorf (Mühlenweg 6, Coburg) alles um Wasser,
Ernährung, Gesundheit, Kunst, Kultur und Design.
Die Hochschule Coburg und Making Culture organisieren spannende
Diskussionen und Vorträge. Zum Start am Donnerstag, 20. Juni, gibt’s nicht
nur Jazz-Musik und Bieranstich sondern auch außergewöhnliche Sichtweisen
auf das Thema „Wasser: Ressource des (Über)Lebens“. Ein Höhepunkt ist der
Besuch von Till Kellerhoff, Staatswissenschafter, Autor und
Programmdirektor der gemeinnützigen Organisation Club of Rome. Er wird ab
19 Uhr über „Fünf Kehrtwenden für eine bessere Welt“ sprechen. Prof. Dr.
Martin Grambow, Experte für Internationale Wasserpolitik im Bayerischen
Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit widmet sich danach dem Thema
„Nachhaltige Wasserwirtschaft im Anthropozän“.
„Die diesjährigen dritten Coburger Nachhaltigkeitstage stehen im Zeichen
der Bewahrung unserer Lebensgrundlagen. Schließlich kann die Menschheit
dauerhaft nur überleben, wenn die Erde selbst gesund bleibt und wir die
Klimakrise bewältigen“, erklärt Prof. Dr. Susanne Esslinger, die sich als
Nachhaltigkeitsbeauftragte der Hochschule Coburg um Inhalt, Planung und
Organisation kümmert und sich wissenschaftlich mit der planetaren
Gesundheit beschäftigt. Auch die Seniorexperts der Hochschule unterstützen
die Veranstaltung. Die Nachhaltigkeitstage werden von der Hochschule
gemeinsam mit der Experimentierplattform Making Culture organisiert.
Ziel des Vereins Making Culture ist die Gestaltung einer permanenten
Experimentierkultur zur Stärkung der Innovationskraft der Region. Peter
Langendorf setzt sich bei Making Culture für Kultur der Nachhaltigkeit ein
– er berichtet, wie aus einer Vortragsreihe in Kooperation mit der
Hochschule mehrere „Nächte der Nachhaltigkeit“ entstanden. „Und weiter
entwickelten sich die regelmäßig stattfindenden Coburger
Nachhaltigkeitstage, die inzwischen überregionale Bedeutung erlangt
haben.“
Coburger Nachhaltigkeitstage als Event für Bevölkerung, Politik und
Wirtschaft
Ob Studierende, Schülerinnen und Schüler oder andere interessierte
Bürgerinnen und Bürger, ob Politik oder Wirtschaft: Alle sind eingeladen.
Der Eintritt ist frei. Und das vielfältige Programm mit fachlichem Input,
Ausstellungen, Kunstprojekten und Aktionen bietet für jeden einen
interessanten Zugang zu diesem entscheidenden Thema.
Dabei steht am Freitag, 21. Juni, „Wasser, Landwirtschaft und Ernährung“
auf dem Programm. Erstmals gibt es bei den Coburger Nachhaltigkeitstagen
auch ein Schulprogramm: Am Vormittag werden etwa 400 Schülerinnen und
Schüler von der ersten bis zur 11. Klasse gemeinsam mit etwa 80
Studierenden und 20 Lehrenden der Hochschule Coburg Nachhaltigkeit hautnah
erfahren. Dabei wird mit externen Organisationen zusammengearbeitet.
Außerdem werden Forschungsaktivitäten und Projekte der Hochschule
vorgestellt. Beispielsweise geht es ab 14 Uhr bei Prof. Dr. Andreas Weiß
um Wasserhaushalt und Landwirtschaft und bei Prof. Mario Tvrtkovic darum,
wie das Leben in einer „blau-grünen Stadt“ funktioniert. Regionale
Akteurinnen und Akteure von der SÜC bis zur Ökolandbäuerin präsentieren
ihre Beiträge. Philosoph Fritz Reheis widmet sich ab 15.45 Uhr im
Philosophischen Café dem Zusammenhang von Nachhaltigkeit und Zeit. Und
auch der HSC nimmt die Frage, was wir Menschen zur Nachhaltigkeit
beitragen können, in den Fokus. Danach starten die Besucherinnen und
Besucher am Freitagabend in eine musikalisch untermalte lange Sommernacht
in der Kulturfabrik.
Am Samstag, 22. Juni, steht „Kultur, Design, Kunst“ im Fokus. Anhand
praktischer Beispiele und einer Podiumsdiskussion wird dargestellt,
welchen Einfluss Kultur, Design und Kunst im Kontext von Bildung, neuen
Materialien wie Pilzmyzel als nachwachsendem Rohstoff, und beispielsweise
der Produktentwicklung für einen Outdoor-Hersteller auf nachhaltige
Transformationen haben. Auch das internationale Kunstprojekt Human-Nature-
Connect ist vertreten. Mit der „Konferenz der Tiere“ des Jugendclub und
Club 56, Landestheater Coburg und offenem Austausch bei Musik endet die
Veranstaltungsreihe am Samstagabend.
Das dreitägige Programm wird mit etwa 20 Workshops abgerundet. Sie reichen
von der Begehung der Itz-Auen über Pfeifenbau bis hin zur Lebensmittel-
Retter-Kochaktion und einem Bierseminar. Teilweise ist eine Anmeldung
erforderlich. Infos dazu und das detaillierte Programm gibt’s unter www
.hs-coburg.de/nachhaltigkeitst
