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Aktionswoche Einsamkeit vom 17. bis 23. Juni: Einsamkeitssprechstunde bietet erste Hilfe

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LWL-Universitätsklinikum Bochum: Prof. Georg Juckel als Experte auf der
Einsamkeitskonferenz in der Staatskanzlei NRW

So viele Freunde auf den sozialen Kanälen, so viele Nachbarn im eigenen
Wohnviertel und so viele gemeinschaftliche Freizeitangebote wie nie zuvor
– und trotzdem einsam? Tatsächlich leben viele Menschen in Einsamkeit und
isoliert. Jeder bzw. jede Zehnte fühlt sich einsam. Betroffen sind Junge
wie Alte, Frauen wie Männer, Kinder wie Jugendliche. „Gemeinsam aus der
Einsamkeit“ lautet die bundesweite Aktionswoche vom 17. bis 23. Juni, auf
die auch das LWL-Universitätsklinikum Bochum mit seiner
Spezialsprechstunde Einsamkeit aufmerksam machen möchte.

„Einsam zu sein, mag sich niemand gerne eingestehen, und darüber zu reden,
fällt vielen schwer“, so Prof. Dr. Georg Juckel, Ärztlicher Direktor des
LWL-Universitätsklinikums Bochum. „Auf andere eigeninitiativ und aktiv
zuzugehen, ist für sie zunächst absolut unmöglich.“ Die Folgen von
Einsamkeit können vielschichtig sein und psychische Erkrankungen wie
Depressionen, Angst- oder Suchterkrankungen verursachen, aber auch
körperliche Erkrankungen wie Schlafstörungen, Herz-Kreislauf-Schäden oder
Diabetes. Erste Anzeichen können Befindlichkeitsstörungen, diffuse
unergründliche Gefühle oder auch negative Gedanken sein, die – wenn nicht
beachtet – in eine Krise eskalieren können. Doch dass es Wege aus der
Einsamkeit gibt, möchte die Einsamkeitssprechstunde aufzeigen und lädt zu
einem ersten Gespräch ein, das nicht nur für erste Entlastung sorgen soll
und den Gründen der Einsamkeit nachgeht, sondern in dem auch gemeinsam
Hilfen zur Selbsthilfe formuliert werden, wie die Betroffenen aus der
Einsamkeit finden können.

Im Vorfeld zur Aktionswoche war Prof. Georg Juckel in der vergangenen
Woche zur 1. Einsamkeitskonferenz des Landes NRW in die Staatskanzlei
eingeladen worden, wo sich Expert:innen aus Wissenschaft, Praxis und
Politik über bereits bestehende Initiativen und Projekte in NRW
ausgetauscht hatten, aber auch über mögliche Modelle und Ideen. Unter dem
Motto „Du+Wir=Eins. NRW gegen Einsamkeit“ soll nun im nächsten Schritt ein
gemeinsamer Aktionsplan gegen Einsamkeit erarbeitet werden.

Interessierte können sich per E-Mail zur Einsamkeitssprechstunde anmelden:
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