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Flächenkreislaufwirtschaft: We lässt sich die Perspektive netto-null beim Flächenverbrauch erreichen?

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Das neue Positionspapier aus der ARL 149 widmet sich der Innenentwicklung,
dem flächensparenden Bauen, der Flächenrückgabe und der städtebaulichen
Qualifizierung als zentralen Elementen einer Flächenkreislaufwirtschaft
und um den Flächenverbrauch perspektivisch auf netto-null  begrenzen zu
können.

Das anhaltende Wachstum der Siedlungs- und Verkehrsfläche gehört zu den
noch nicht bewältigten Herausforderungen einer nachhaltigen Stadt- und
Raumentwicklung. Zu den negativen Effekten der Flächenneuinanspruchnahme
zählen der Verlust von offener Landschaft, Landwirtschaftsflächen und
ökologischen Habitaten, die Beeinträchtigung von Ökosystemdienstleistungen
sowie steigende Folgekosten für Infrastrukturen und Leistungen der
Daseinsvorsorge.

Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung das Ziel formuliert, die
Flächeninanspruchnahme bis 2030 auf unter 30 Hektar je Tag und bis 2050 in
Übereinstimmung mit der Zielsetzung der Europäischen Kommission auf netto-
null zu reduzieren.

Zwar wurden in den zurückliegenden Jahren durchaus Erfolge im
Flächenschutz erzielt. Der Druck auf den Wohnungsmärkten in den wachsenden
Großstädten hat jedoch eine gegenläufige Entwicklung ausgelöst.

Ein Flächenverbrauch von netto-null setzt eine Flächenkreislaufwirtschaft
voraus, die nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ neue Wege im
Flächenschutz beschreitet. Um auf veränderte Anforderungen an die
Siedlungsstruktur und Verkehrsinfrastruktur reagieren zu können, wird es
auch künftig nötig sein, Flächen neu in Anspruch zu nehmen. Unter den
Bedingungen einer Flächenkreislaufwirtschaft ist dies nur möglich, wenn
gleichzeitig an anderer Stelle im identischen Umfang Siedlungs- und
Verkehrsflächen an Natur und Landschaft zurückgegeben werden. Eine
Flächenkreislaufwirtschaft kann zudem nur Erfolg haben, wenn die
Innenentwicklung und hier insbesondere die Wiedernutzbarmachung von
Flächen weiter massiv gestärkt wird.

Das neu erschienene Positionspapier aus der ARL 149 gibt Empfehlungen und
Handlungsanleitungen, und zeigt, was nötig ist, um dieses
Flächenschutzziel erreichen zu können.

Das Positionspapier aus der ARL 149 ist Open Access verfügbar: https://www
.arl-net.de/system/files/pdf/2024-06/pospapier_149_0.pdf