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Fachkräftemangel: Unternehmen können mit KI gegensteuern

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Der Fachkräftemangel belastet die deutsche Wirtschaft. Wenn in den
nächsten Jahren die Babyboomer in Rente gehen, verschärft sich dieser
Trend. „Eine Strategie, mit den Herausforderungen des
Arbeitskräfteengpasses umzugehen, kann die Nutzung von KI sein. Denn mit
KI-Assistenz, wie wir sie im Projekt KI_eeper* entwickeln, können
Arbeitskräfte zukünftig schneller eingearbeitet werden. Dies verschafft
Unternehmen auch mehr Flexibilität bei der Personaleinsatzplanung“, so
Nicole Ottersböck wissenschaftliche Expertin am ifaa. Im aktuellen
Whitepaper der Plattform Lernende Systeme werden, neben KI_eeper, weitere
Use Cases aufgeführt, wie KI den Fachkräftemangel mildern kann.

Rund 1,8 Mio. Stellen blieben in 2023, laut Schätzung der DIHK, unbesetzt.
Hinzu kommt die massenhafte Verrentung der Babyboomer aus den 1960er
Jahren. Laut den Prognosen des Statistischen Bundesamtes werden 12,9 Mio.
Menschen in Deutschland bis 2036 das Renteneintrittsalter erreichen
(Statistisches Bundesamt 2022**). Diese beiden Faktoren führen dazu, dass
in Unternehmen heute und in Zukunft verstärkt Arbeitskräfte fehlen werden.
Auch Migrationsbewegungen können diesen Mangel an Arbeitskraft nicht
ausgleichen.

KI im Kampf gegen den Arbeitskräftemangel einsetzen

Im Projekt KI_eeper – Know how to keep wird aktuell erforscht, wie das
Wissen der erfahrenen Beschäftigten möglichst effizient mittels KI
identifiziert und gesichert werden kann. „Das Ziel ist es mit KI ein
Assistenzsystem zu entwickeln, dass sich von selbst aufbaut, ohne dass es
von den Erfahrenen erst aufwendig manuell „gefüttert“ werden muss. Im
Projekt geht es unter anderem um Sensortechnologie, die am Arbeitsplatz
installiert ist. Ein Beispiel: Während eines Richtprozesses von Flachstahl
werden durch erfahrene Beschäftigte Daten erhoben. Der KI-Algorithmus soll
anhand der Daten erkennen, wie eine optimale Arbeitsausführung
funktioniert, damit der Flachstahl gerade wird. Wenn diese Informationen
bekannt sind, können diese über ein Assistenzsystem unerfahrenen
Beschäftigten als Anleitung zur Verfügung gestellt werden.
„Durch gute Assistenzsysteme könnte die ganze Organisation flexibler
werden. Wenn an der einen Stelle Beschäftigte fehlen, können schnell
andere, angeleitet durch das KI-System, einspringen“, erläutert
Ottersböck.

Weitere Informationen zum Projekt unter www.Kieeper.net

Das Whitepaper der Plattform Lernende Systeme: KI gegen Fachkräftemangel
Im kürzlich erschienen Whitepaper der Plattform Lernende Systeme werden
die Potenziale des KI-Einsatzes zur Bekämpfung von Fachkräfteengpässen
deutlich. Neben dem Use Case aus dem Projekt KI_eeper werden weitere
Anwendungsbeispiele für KI in Unternehmen anschaulich erläutert. Das Paper
gibt wertvolle Hinweise welche Potenziale neue Technologien haben, um die
Herausforderungen von Arbeitskräfteengpässen abzumildern.

Hier geht’s zum kostenlosen Whitepaper: https://www.acatech.de/publikation
/ki-fuer-die-fachkraeftesicherung-nutzen/



*Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
**https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/08/PD22_330_13.html.