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Mit dem Laptop in die Julischen Alpen: Wenn Slowenien zum Homeoffice wird

Mit dem Laptop in die julischen Alpen Symbolbild
Mit dem Laptop in die julischen Alpen Symbolbild
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Die Corona-Pandemie hat unser Verständnis von Arbeit grundlegend auf den Kopf gestellt. Was vorher ausschließlich in Präsenz geleistet wurde, kann man heute auch vom eigenen Homeoffice erledigen. Ob man dabei am eigenen Schreibtisch oder in eine Decke gewickelt auf dem Sofa sitzt, kann dem Arbeitgeber eigentlich egal sein. Oder? Tatsächlich nutzen immer mehr Deutsche ihre neu gewonnene Freiheit, um mehr als bloß das Büro zu verlassen. Statt ihre Arbeit von Zuhause aus zu erledigen, machen sie sich immer öfter auf den Weg an andere Orte, genießen mal hier ein paar Tage und mal dort, arbeiten von Cafés oder Bibliotheken aus oder setzen sich gar mit dem Laptop an den Strand. Das Büro ist dort, wo das WLAN stabil ist.

Slowenien als Ort der Sehnsucht

Dass man dabei die graue Industriekultur des Ruhrgebiets auch mal gegen das satte Grün Sloweniens eintauscht, sollte eigentlich niemanden überraschen. Denn es geht dabei nicht um zwei Wochen Urlaub, die man sich sorgsam anspart und dann einmal im Jahr nutzt. Stattdessen sind es der Monat des produktiven Arbeitens in einem neuen Klima oder die spontanen drei Tage, wenn man mal eine günstige Unterkunft findet.

Und da man Slowenien ganz einfach mit dem Auto erreichen kann, hat sich das Land mittlerweile zum idealen Partner für moderne Arbeitnehmer aus Nordrhein-Westfalen entwickelt.

Was Infrastruktur möglich macht

All das funktioniert aber nur unter einer Voraussetzung, und das ist eine stabile Internetverbindung. Während wir in manchen Ecken des Ruhrgebiets noch um gutes Signal kämpfen, hat Slowenien tatsächlich sogar in abgelegenen Alpentälern Hochgeschwindigkeits-Internet. Zoom-Meetings, digitalen Workflows und dem stetigen Erreichbarsein steht dort also nichts im Weg. Das spürt man schon während der Anreise. Die Klebevignetten, zum Beispiel, die man früher an Tankstellen oder Rastplätzen vor der Grenze kaufen musste, sind inzwischen digital buchbar. Das schenkt zusätzliche Flexibilität, denn wer sich kurzfristig für eine Woche Arbeit in den Julischen Alpen entscheidet, kann seine slowenische Vignette unmittelbar buchen, das Auto mit ein paar Notwendigkeiten packen, noch einen Becher Kaffee kochen und sich dann sofort auf den Weg ins Grün machen.

Die Lebensqualität Sloweniens

Es handelt sich dabei nicht um Urlaub. Aber eine gute zusätzliche Portion Lebensqualität gibt man seinem Büroalltag in Slowenien doch. Das Web-Meeting am Morgen findet plötzlich mit einem Blick auf den Bleder See statt, bevor man nachmittags eine verlängerte Mittagspause nutzt, um eine Wanderung in den Nationalpark Triglav zu unternehmen und danach wieder voll fokussiert am Laptop sitzt – dieses Mal womöglich im Coworking-Space in Ljubljana. Und wer mit einem schlechten Gewissen darüber kämpft, den Fahrtweg auf sich zu nehmen, sollte sich gewiss sein, dass Slowenien als eines der grünsten Länder der Welt gilt und Nachhaltigkeit dort besonders groß geschrieben wird. Das merkt man schon bei der Art und Weise, wie Lebensmittel verpackt werden. Und in Städten wie Ljubljana und Maribor hat sich inzwischen eine große internationale Szene etabliert, die neue Reisende und Homeoffice-Arbeitende mit offenen Armen willkommen heißt. Die Grenzen zwischen Arbeit, Reise und Freizeit verschwimmen damit immer mehr. Und wer die Welt sehen will, muss nicht gleich kündigen. Mit ein bisschen Abenteuerlust, einem Auto mit Vignette und dem Laptop in der Hand kann es im Handumdrehen ein paar hundert Kilometer in den Süden gehen.