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KHM bei den 72. Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen (28. April bis 3. Mai 2026)

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Sechs Filme von Studierenden und Absolvent*innen der Kunsthochschule für
Medien Köln (KHM) wurden für die diesjährigen Wettbewerbe ausgewählt.
In ihrem Themenprogramm „based on true events?” untersuchen die
Kurzfilmtage 2026 das Verhältnis von Realität und Fiktion im Film – vom
Beginn der Filmgeschichte bis zu KI heute.



Die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen sind das weltweit größte und
älteste Festival für den künstlerischen Kurzfilm. Aus einer Rekordzahl von
7.600 Einreichungen wählte die Auswahlkommission 121 Filme aus 48 Ländern
aus, die in den fünf Wettbewerbsprogrammen präsentiert werden. Im NRW-
Wettbewerb sind drei Filme von Studierenden der Kunsthochschule für Medien
Köln vertreten: Der Essayfilm „Garden of Edie“ von Miri Klischat feiert in
Oberhausen seine Uraufführung. Zudem werden der Dokumentarfilm „Eine
Tochter und zehn Söhne“ von Finn Ole Weigt und Paula Milena Weise, der
bereits Mitte April beim Filmfest Dresden uraufgeführt wurde, sowie der
Kurzspielfilm „Beneath the Night“ von Maximilian Karakatsanis gezeigt.
Letzterer war zuvor beim Premiers Plans d’Angers in Frankreich und beim
Slamdance Film Festival in Los Angeles zu sehen. Ebenfalls in den NRW-
Wettbewerb eingeladen ist der neue Film des KHM-Absolventen Simon
Rittmeier: „Ku Yendza / Trajectories“ (2026, 17 Min.) feiert in Oberhausen
seine Festivalpremiere. Die Filme des NRW-Wettbewerbs laufen am Freitag,
1. Mai 2026, dem traditionellen NRW-Tag des Festivals, um 15 und 20 Uhr in
der Lichtburg.

Im MuVi-Wettbewerb wird zum 28. Mal der Preis für das beste deutsche
Musikvideo vergeben. Auch hier sind zwei KHM-Absolventen mit ihren neuen
Produktionen vertreten: „Floating“ von Nikolas Müller und „Everybody (A 21
Years Later Video Edit)“ von Stefan Lampadius. Vom 2. April bis 2. Mai
kann das Publikum online über die elf nominierten Clips abstimmen:
https://www.kurzfilmtage.de/de/festival/muvi-online/

In ihrem großen Themenprogramm „based on true events?” untersuchen die
Kurzfilmtage das Verhältnis von Realität und Fiktion, vom Beginn der
Filmgeschichte bis zu KI heute. Dass Bilder, Töne, Texte oder Montagen
lügen ist nicht neu: Propaganda ist untrennbar mit der Geschichte des
Films selbst verbunden. Mit KI-Fakes nimmt diese Entwicklung eine neue
Dimension an. Acht Filmprogramme werfen Schlaglichter auf Momente der
Filmgeschichte, die Aufschluss geben über Wahrheitsbegriffe und wie sie im
Film verhandelt werden. Zum Thema gibt es am 30. April, 10 bis 12 Uhr eine
Podiumsdiskussion unter dem Titel: „Apokalypse KI? based on true events.“
mit Prof. Clemens von Wedemeyer, Ariana Dongus, Prof. Dr. Jan Distelmeyer
und Dr. Inke Arns. Weitere Podien finden am 1. Mai von 10 bis 12 Uhr zum
Thema „Tiktoktiktok: Anfang und Ende einer Gegenwartsästhetik“ sowie am 2.
Mai von 10 bis 12 Uhr zum Thema „Klasse & Humor: Was gibt es da zu
lachen?“ statt.
Das Panel fragt nach dem Klassencharakter von Humor und seiner Rolle in
Film, Videokunst und sozialen Medien. Mit dabei ist u. a. Franz Müller,
Regisseur und Professor für Drehbuch an der KHM. Alle Podien finden im
Festival Space, Elsässer Str. 21, schräg gegenüber der Lichtburg statt.
Der Eintritt ist frei.

Die Filme von KHM-Studierenden:

„Beneath the Night“, Spielfilm von Max Karakatsanis, 2026, 14 Min.
Ein U-Bahn-Fahrer mit bunten Haaren ist unverhofft auf Werbeplakaten der
örtlichen Verkehrsbetriebe zu sehen. Sichtbares und Verborgenes
verschwimmen.

„Eine Tochter und zehn Söhne“, Dokumentarfilm von Finn Ole Weigt und Paula
Milena Weise, 2026, 21 Min.
Zharkynai hat die Green Card gewonnen und steht vor dem Abschied von Chica
und ihrer Heimatstadt. Am Stadtrand von Bishkek treffen sich Jugendliche
auf einem Skateplatz und sprechen über die wichtigen Dinge des Lebens. Ein
Film übers Aufwachsen in einem postsowjetischen Land, im Spagat zwischen
den Einflüssen Russlands und Amerikas.

„Garden of Edie“, Essayfilm von Miri Klischat, 2026, 20 Min.
Wenn klein Edie erwachsen ist, möchte sie Autorin werden. Zwanzig Jahre
später schreibt die katholisch aufgewachsene Edie einen Brief an ihr
junges Ich und erzählt ihr, wie sie sich ihren Traum erfüllt hat, in dem
sie neben ihrer aktivistischen Kunst auch als Sexarbeiterin arbeitet, um
genug Zeit zum Schreiben zu haben. Doch dafür musste sie sich erst von den
düsteren Stimmen in ihrem Kopf befreien.