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Online-Vortrag: „Mit Community Health Nursing zur Caring Community?“

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Können durch eine gezielte Integration von Caring Community und Community
Health Nursing tragfähige Versorgungsstrukturen entstehen, die sowohl
effizient als auch bedarfsgerecht sind? In seinem Online-Vortrag am 28.
Mai 2026 um 18:00 Uhr widmet sich Prof. Dr. Michael Krisch unter anderem
der Frage, inwiefern sich diese beiden politisch und fachlich bedeutsamen
Konzepte systematisch zusammenführen lassen. Moderiert wird die
Veranstaltung von Renske Emicke.



Die Sicherstellung einer bedarfsgerechten gesundheitlichen und
pflegerischen Versorgung steht vor tiefgreifenden Herausforderungen. Der
demografische Wandel, eine steigende Zahl chronisch erkrankter und
pflegebedürftiger Menschen sowie zunehmende Kosten im Gesundheitswesen
erfordern neue, tragfähige Konzepte. Gleichzeitig wird deutlich, dass rein
institutionelle Versorgungsstrukturen an ihre Grenzen stoßen. Vor diesem
Hintergrund gewinnt das Leitbild der Caring Community zunehmend an
Bedeutung, das auf eine stärkere Einbindung zivilgesellschaftlicher
Ressourcen und lokaler Netzwerke abzielt.

Doch was ist das konkrete Ziel einer Caring Community? Wie können
Verantwortlichkeiten klar definiert und Versorgungsprozesse effizient
gestaltet werden, ohne dass es zu Brüchen oder Versorgungsdefiziten kommt?
Wer übernimmt die Koordination dieser komplexen Strukturen? Hier rückt das
Konzept des Community Health Nursing in den Fokus. Community Health Nurses
agieren an der Schnittstelle zwischen individueller Versorgung,
sozialräumlicher Vernetzung und präventiven Ansätzen. Sie verfügen über
die fachliche Kompetenz, Versorgungsbedarfe zu erkennen, Angebote zu
koordinieren und unterschiedliche Akteure miteinander zu verbinden. Damit
eröffnet sich die Perspektive, dass Community Health Nursing eine zentrale
Steuerungs- und Integrationsfunktion innerhalb von Caring Communities
übernehmen kann.

Die Teilnahme am Online-Vortrag ist per Computer, Smartphone oder Tablet
mit Internetzugang und Audiofunktion möglich. Nach der Anmeldung bis zum
27. Mai 2026 per E-Mail an studienorganisation(at)apollon-
hochschule(dot)de erhalten externe Teilnehmer:innen die Zugangsdaten zum
virtuellen Vortragsraum; der Warteraum ist ab 17:45 Uhr geöffnet.
Studierende der APOLLON Hochschule finden die Anmeldemöglichkeiten und
Zugangsdaten auf dem Online-Campus.

Prof. Dr. Michael Krisch ist Professor für Pflegemanagement und
Studiengangsleiter des Studiengangs Pflegemanagement (B. A.) an der
APOLLON Hochschule sowie Pflegewissenschaftler mit langjähriger Praxis-
und Führungserfahrung in der Gemeindepflege. Nach seiner Ausbildung zum
Krankenpfleger und zwanzigjähriger Tätigkeit – zuletzt als
Pflegedienstleiter – studierte er berufsbegleitend Pflege- und
Sozialmanagement. Seine Promotion zum Thema „Sorgende Gemeinschaften /
Caring Communities“ schloss er mit summa cum laude ab. Neben vielfältigem
Engagement in Fachverbänden und Netzwerken ist er bereits viele Jahre
freiberuflich in Lehre und Weiterbildung tätig. Er übernahm eine
Verwaltungsprofessur für Pflegemanagement an der Hochschule Hannover und
arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der HAWK. Seine
Forschungsinteressen umfassen Caring Communities, betriebliches
Gesundheitsmanagement mit Fokus auf Yoga sowie machtanalytische Ansätze
nach Michel Foucault.

Renske Emicke ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Dekanat Pflege,
Soziales und Therapie an der APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft
sowie Studiengangskoordinatorin für die Bachelorstudiengänge
Berufspädagogik für Pflege- und Sozialberufe (B. A.) und Pflege (B. Sc.).
Sie studierte Ergotherapie (B. Sc.) an der Hogeschool van Amsterdam und
absolvierte anschließend ein Masterstudium im Bereich Health Research an
der University of Stirling. Beruflich war sie mehrere Jahre in der Arbeit
mit Menschen mit Behinderung tätig, zuletzt in leitender Funktion bei der
Lebenshilfe Leonberg. Seit 2023 ist sie in der Hochschullehre und
Forschung an der APOLLON Hochschule aktiv. Inhaltlich beschäftigt sie sich
unter anderem mit Fragen der Gesundheitsversorgung, ethischen
Herausforderungen sowie dem verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher
Intelligenz im wissenschaftlichen Arbeiten.