Wissenschaft im Zukunftsfeld Sport
Goethe-Universität und Eintracht Frankfurt vereinbaren Kooperation /
Hochschule stärkt interdisziplinäre Forschung und Lehre zum Sport
Die Goethe-Universität und die Eintracht Frankfurt Fußball AG wollen
stärker zusammenarbeiten und haben dazu eine Kooperationserklärung
unterzeichnet.
Geplant sind unter anderem der Austausch von Wissen und
Expert*innen, Zusammenarbeit in der Forschung, gemeinsame öffentliche
Veranstaltungen sowie gegenseitige Netzwerk-Unterstützung. Im April 2027
soll ein gemeinsam entwickeltes berufsbegleitendes MBA-Programm starten.
Ein Arbeitsbereich der Sportwissenschaften ist im „Sportquartier im
Stadtwald“ in der Otto-Fleck-Schneise in der Nähe des Deutsche Bank Parks
eingezogen. Die Goethe-Universität will auch insgesamt ihre sportbezogene
Expertise interdisziplinär ausbauen.
FRANKFURT. Ziel der Partnerschaft zwischen Universität und Eintracht
Frankfurt ist es, Wissenschaft und Praxis im Zukunftsfeld Sport enger
miteinander zu verzahnen und gemeinsam neue Impulse für Forschung, Lehre
und Gesellschaft zu setzen. Dafür sehen beide den jeweils anderen als
idealen Partner. Den Rahmen der Kooperation regelt ein „Memorandum of
Understanding“ (MoU), das am Donnerstag im Beisein von Frankfurts
Sportdezernent und Oberbürgermeister Mike Josef von Prof. Dr. Enrico
Schleiff, Präsident der Goethe-Universität Frankfurt, und Axel Hellmann,
Vorstandssprecher der Eintracht Frankfurt Fußball AG, in der Otto-Fleck-
Schneise unterzeichnet wurde.
„Frankfurt versteht sich als Sportstadt – nicht nur wegen großer Events
und erfolgreicher Vereine, sondern weil der Sport tief in der
Stadtgesellschaft verankert ist“, sagt Mike Josef, Oberbürgermeister und
Sportdezernent der Stadt Frankfurt am Main. „Dass die Goethe-Universität
dieses Feld nun wissenschaftlich stärker erschließt und dafür eine
Partnerschaft mit Eintracht Frankfurt eingeht, bedeutet für uns eine
Aufwertung des Standortes in der akademischen Landschaft und ist ein
wichtiger Baustein für den Aufbau eines interdisziplinären Sportzentrums.
Damit wird sich Frankfurt perspektivisch umfassend in der internationalen
Sportwelt positionieren.“
Vor kurzem haben Wissenschaftler*innen aus dem Fachbereich
Sportwissenschaften der Goethe-Universität Räume im von Eintracht
Frankfurt neu konzipierten Sportquartier im Stadtwald bezogen – in
direkter Nachbarschaft zum Deutsche Bank Park und zahlreichen
Spitzenverbänden des Sports. Dort arbeitet nun Prof. Dr. Karen Zentgraf,
in enger Nachbarschaft zu Kooperationspartnern wie Deutscher Olympischer
Sportbund (DOSB), Landessportbund, Olympiastützpunkt und Carl-von-
Weinberg-Schule. Sie erforscht, wie Kopf und Körper im Sport
zusammenwirken. Und Studierende der Goethe-Universität profitieren bereits
seit dem Wintersemester von Ticketkontingenten für Heimspiele der
Eintracht, die unter ihnen verlost werden.
„Sport ist ein Zukunftsthema: Er vermittelt Werte, fördert die Gesundheit
und ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Die Goethe-Universität will
sich in diesem Feld künftig stärker und breiter engagieren“, erläutert
Uni-Präsident Schleiff. „Mit Eintracht Frankfurt haben wir dafür einen
Partner gewonnen, der ausstrahlt und für höchste Professionalität steht –
eine ideale Verbindung von Wissenschaft und Praxis.“ Interessant für die
Goethe-Universität sei auch die Expertise des Partners für Digitalisierung
und Nachhaltigkeit.
Ein erstes zentrales Projekt der neuen Partnerschaft ist der
berufsbegleitende Studiengang „Sports Management MBA“, der ab dem
Sommersemester 2027 an der Goethe Business School starten soll. Das
Programm richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus dem Sportökosystem
und wird in enger Zusammenarbeit mit der Eintracht durchgeführt.
Inhaltlich setzt das gemeinsam entwickelte Programm klare Schwerpunkte auf
die Themen Innovation, Technologie und Medien – zentrale Säulen des
Sportmanagements der Zukunft.
Axel Hellmann, Vorstandssprecher der Eintracht Frankfurt Fußball AG, sagt:
„Die Kooperation mit der Goethe-Universität verbindet Talentförderung,
Forschung und Innovation im Sport. Gemeinsam entwickeln wir neue Formate
an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis. Der Sports Management
MBA ist elementarer Bestandteil davon und für uns ein absolutes
Leuchtturmprojekt.“
Die Goethe-Universität will insgesamt ihre sportbezogene Expertise stärker
interdisziplinär bündeln, unter dem Dach des Forschungsprofilbereichs
„Science for Health“. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus
Sportwissenschaft, Medizin, Informatik, Rechtswissenschaft und weiteren
Disziplinen arbeiten dabei enger zusammen. Auch hier gibt es bereits
zahlreiche Anknüpfungspunkte, etwa das vom Fachbereich Jura gemeinsam mit
der Deutschen Fußball Liga (DFL) entwickelte Weiterbildungsprogramm
„Konfliktlösung im nationalen und internationalen Sport“.
