Psychische Gesundheit ist keine Verhandlungsmasse: Der Deutsche Psychotherapiekongress (DPK) setzt klares Signal
Der Deutsche Psychotherapiekongress (DPK) warnt vor Kürzungen in der
psychotherapeutischen Versorgung. Trotz steigender psychischer
Erkrankungen gefährden Honorarkürzungen und Unsicherheiten bestehende
Strukturen. Unter dem Motto „Versorgung sichern statt kürzen“ diskutiert
der Kongress am 9. Juni 2026 politische Fehlentwicklungen und
Reformbedarf. Expert:innen betonen: Psychotherapie ist keine Kostenlast,
sondern eine Investition in Gesundheit, Stabilität und Wirtschaft.
Einsparungen führen langfristig zu höheren gesellschaftlichen und
ökonomischen Folgekosten. Der DPK fordert klare politische Prioritäten für
eine bedarfsgerechte Versorgung.
Berlin, 06.05.2026. Während psychische Erkrankungen weiter zunehmen und
die Nachfrage nach Versorgung steigt, stehen aktuelle
gesundheitspolitische Entwicklungen dazu in einem fatalen Gegensatz.
Honorarkürzungen und strukturelle Unsicherheiten gefährden aus Sicht der
Kongressorganisatorinnen und -organisatoren die psychotherapeutische
Versorgung, die bereits heute vielerorts an ihre Grenzen stößt.
Der 5. Deutsche Psychotherapie Kongress (DPK) greift diese
besorgniserregende Entwicklung auf und stellt sie ins Zentrum der
politischen Eröffnungsveranstaltung am 9. Juni 2026:
„Psychische Gesundheit im Epochenbruch: Versorgung sichern statt kürzen“
„Wir sehen aktuell eine gefährliche Schieflage: Der Bedarf wächst –
gleichzeitig geraten zentrale Strukturen der psychotherapeutischen
Versorgung unter Druck“, erklären Dr. Christina Jochim, Dr. Enno Maaß
(DPtV Bundesvorsitzende) und Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier (Präsidentin
der DGPs).
„Psychotherapie ist kein zu begrenzender Kostentreiber, sondern eine
zentrale Investition in die psychische Gesundheit, gesellschaftliche
Stabilität und Lebensqualität. Angesichts hoher Arbeitsunfähigkeitszeiten,
Frühberentungen und erheblichen Folgekosten psychischer Erkrankungen hilft
Psychotherapie nicht nur, Leid zu verringern, sondern langfristig Kosten
einzusparen.“
In der politischen Eröffnungsveranstaltung kommen Vertreter:innen aus
Wissenschaft, Versorgung, Erfahrungsperspektive sowie namhafte
Politikerinnen und Politiker zusammen, um zentrale Fragen zu diskutieren:
• Welche Folgen haben die aktuellen gesundheitspolitischen
Entscheidungen konkret für
Patient:innen und Behandler:innen?
• Wo versagt das Gesundheitssystem – und was muss sich kurzfristig
ändern?
• Wie kann evidenzbasiertes Wissen endlich konsequent in Versorgung
und politische
Entscheidungen umgesetzt werden?
Im Fokus steht dabei auch die klare Botschaft an die
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken als Schirmherrin: Unter-, Fehl-
und Spätversorgung verursachen erhebliche Folgekosten – menschlich wie
ökonomisch. Wer heute an psychischer Gesundheit spart, zahlt morgen einen
deutlich höheren Preis.
Der Kongress versteht sich dabei nicht nur als wissenschaftliches Forum,
sondern vor allem auch als Ort gesellschaftlicher Verantwortung. Neben dem
Panel bieten begleitende Formate Raum für Positionierung und Austausch und
machen die Dringlichkeit des Themas sichtbar.
„Psychische Gesundheit ist eine zentrale Zukunftsfrage – gerade in Zeiten
multipler Krisen. Sie entscheidet über gesellschaftlichen Zusammenhalt,
wirtschaftliche Stabilität und demokratische Teilhabe“, so Prof. Dr.
Rudolf Stark (Vorsitzender von unith e.V.) „Deshalb braucht es jetzt klare
politische Prioritäten.“
Weitere Informationen:
Der Deutsche Psychotherapie Kongress (DPK) findet seit Juni 2022 jährlich
im Hotel Estrel Berlin unter wechselnder wissenschaftlicher
Präsidentschaft führender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der
Klinischen Psychologie und Psychotherapie statt und bringt als größter
deutschsprachiger Kongress zur klinischen Psychotherapie Wissenschaft,
Praxis, Aus- und Weiterbildung sowie Versorgung auf höchstem fachlichen
Niveau zusammen, um aktuelle Erkenntnisse einem breiten Fach- und
Fachpolitik-Publikum zugänglich zu machen.
www.deutscher-psychotherapie-k
Kongressausrichtende 2026:
Der 5. Deutsche Psychotherapie Kongress – Forum für Klinische Psychologie
und Psychotherapie wird von der Fachgruppe Klinische Psychologie und
Psychotherapie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs), unith
e.V. (Verbund der universitären Aus- und Weiterbildungsinstitute), der
Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) sowie den
Kongresspräsidentinnen Prof. Dr. Hanna Christiansen (Philipps-Universität
Marburg) und Prof. Dr. Cornelia Weise (Friedrich-Alexander-Universit
Erlangen-Nürnberg) ausgerichtet.
Presseakkreditierung Kongress / Anfragen zu Interviews:
Wir laden Sie herzlich ein, am 5. Deutschen Psychotherapie Kongress –
Forum für Klinische Psychologie und Psychotherapie teilzunehmen und in
Wort und Bild zu berichten. Konditionen für die Presseakkreditierung:
https://deutscher-psychotherap
