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Moorschutz braucht Moorwald - Neues LWF-Merkblatt zeigt Wege für Waldbesitzende

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Moore zählen zu den wertvollsten und zugleich bedrohtesten Lebensräumen
Bayerns. Eine zentrale Rolle für Ihren Erhalt spielen die Moorwälder: Sie
halten Wasser im Torfkörper und stabiliseren das Moorklima. Daruch sichern
sie wichtige Funktionen für Klimaschutz, Wasserhaushalt und Biodiversität.
Doch frühere Entwässerungen wirken bis heute nach – weniger als fünf
Prozent der bayerischen Moore gelten als intakt. Mit dem neuen Merkblatt
„Moorschutz im Wald“ zeigt die Bayerische Landesanstalt für Wald und
Forstwirtschaft (LWF), wie Waldbesitzende zum Erhalt dieser wertvollen
Lebensräume beitragen können.

„Moorschutz in Bayern braucht den Moorwald und wir als LWF liefern hierfür
die fachlichen Grundlagen“, betont Dr. Peter Pröbstle, Leiter der LWF und
Herausgeber der aktuellen Handreichung.

Moorwälder als Schlüssel für den Moorschutz
Rund 65.000 Hektar und damit etwa ein Drittel der bayerischen Moore sind
bewaldet. Diese Moorwälder sind keine Randerscheinung, sondern ein
zentraler Baustein für den Moorschutz des gesamten Moores, auch seiner
unbewaldeten Teile. Sie halten Wasser im Torfkörper zurück, verlangsamen
den Abfluss und stabilisieren auf mehrfache Weise effektiv das lokale
Moorklima. Gleichzeitig bieten sie hoch spezialisierten und oft stark
gefährdeten Tier- und Pflanzenarten einen Rückzugsraum.

Einige heimische Baumarten kommen fast ausschließlich in Mooren vor,
darunter die Spirke, die seltene Moor-Waldkiefer oder die Karpatenbirke.
Aber auch Fichte und die Normalform der Waldkiefer haben in vielen
Regionen ihren natürlichen Wuchsort in Mooren und sind dort Bestandteil
naturnaher Moorwälder.

Handlungsempfehlungen für die Praxis
Um den Schutz dieser sensiblen Wälder zu unterstützen, hat die LWF das
Merkblatt „Moorschutz im Wald“ veröffentlicht. Es richtet sich an
Waldbesitzende und forstliche Praktiker und zeigt auf, wie Moorwälder
erhalten und verbessert werden können. Dabei wird deutlich: Waldbesitzende
können auf sehr unterschiedliche, teils auch niedrigschwellige Weise zum
Moorschutz beitragen.

Nach einer Übersicht über die wichtigsten Moorbaumarten und ihre
Standortansprüche stellt das Merkblatt konkrete Empfehlungen vor, etwa zur
Förderung kleinstandörtlich angepasster Rottenstrukturen, zur Wahl
standortgerechter Baumarten sowie zu boden- und moorschonender
Holzbringung. Ergänzend werden Lösungen für eine moorerhaltende Gestaltung
der vorhandenen Erschließung vorgestellt.

Das Merkblatt Nr. 59 „Moorschutz im Wald“ der LWF kann als PDF auf der
Internetseite heruntergeladen oder kostenlos als Printversion gegen eine
geringe Versandkostenerstattung bestellt werden.