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Kräfte der Natur nutzen senkt Kosten der Wiederherstellung – Empfehlungen zur Wiederherstellungsverordnun

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Zur Nachahmung empfohlen: Naturwald Akademie gibt praktische Empfehlungen
zur öffentlichen Beteiligung an der Wiederherstellungsverordnung der
Natur. Policy Brief unterstützt mit wissenschaftlich fundierten Argumenten
bei der Ausgestaltung des bundesweiten Wiederherstellungsplans. Dr.
Torsten Welle: „Die Herausforderungen zur Wiederherstellung der
Waldökosysteme übersteigen die finanziellen Möglichkeiten von Staat und
Gesellschaft, daher sollten naturbasierte effiziente Lösungen genutzt
werden." Wichtigste Empfehlung: Ökosysteme stärken, damit Wälder sich an
den Klimawandel anpassen können.

Naturbasierte Lösungen für die Umsetzung der Wiederherstellungsverordnung
der Natur zu nutzen empfiehlt die Naturwald Akademie in einem heute
erscheinenden Positionspapier. Angesichts der erwartbaren Milliardenkosten
für die notwendige Wiederherstellung der Natur werden naturnahe Maßnahmen
effizient die Umsetzung unterstützen, zeigen die wissenschaftlichen
Erkenntnisse der Waldökologie. Naturverjüngung ist kostengünstiger als
Bäume zu pflanzen, zudem passen sich selbst gesäte Bäume besser an die
Auswirkungen der Klimaveränderungen an. „Natürliche und in ihrem Rhythmus
wachsende Wälder können sich an den Klimawandel anpassen“, sagt Dr.
Torsten Welle, wissenschaftlicher Leiter der Naturwald Akademie und Autor
des Policy Brief. „Die Herausforderungen zur Wiederherstellung der
Waldökosysteme übersteigen die finanziellen Möglichkeiten von Staat und
Gesellschaft, daher sollten naturbasierte effiziente Lösungen genutzt
werden – und naturnahe Wälder passen sich von selbst an die veränderten
Umweltbedingungen an.“

Entscheidend für das Gelingen der Wiederherstellung der Natur wird auch
die Stärkung anderer Lebensräume und an Wald angrenzender Ökosysteme wie
Flussauen, Seen oder Wiesen sein. „Das natürliche Potenzial von
Ökosystemen und die Vernetzung zu fördern ist günstiger als der künstliche
Umbau der Wälder“, sagt Dr. Stefan Kreft, wissenschaftlicher Mitarbeiter
der Naturwald Akademie und ebenfalls Autor des Policy Brief. Dr. Kreft
regt eine volkswirtschaftliche Gesamtbetrachtung zur Nutzung und dem
Schutz von Ökosystemen an. Nur 16 Prozent der Wälder in Deutschland sind
sehr naturnah und dementsprechend funktionstüchtig, da die natürlichen
Strukturen des Waldes intakt sind. Mit zunehmender Erhitzung, starken oder
gar keinen Regenfällen unterstützen naturnahe Wälder die menschliche
Anpassung an den Klimawandel. Denn naturnahe Wälder verfügen über eine
natürliche Fähigkeit zur Selbstorganisation und Selbstregulierung. Damit
einher gehen eine natürliche Widerstandsfähigkeit und Resilienz gegen die
Vielfalt von Störungen wie Dürren oder starken Regenfällen.

Übersichtlich aufbereitet gibt die Naturwald Akademie Empfehlungen zu den
einzelnen Punkten der Wiederherstellungsverordnung der Natur. Die
wissenschaftlich fundierten Empfehlungen unterstützen Bürgerinnen und
Bürger sowie Organisationen dabei, sich am Plan zur Wiederherstellung der
Natur zu beteiligen. Bis zum 25. Juni 2026 beteiligt die Bundesregierung
die Öffentlichkeit an der Ausgestaltung der Wiederherstellungsverordnung
der Natur. Sie ist seit August 2024 in allen EU-Staaten in Kraft.

Die wichtigsten Empfehlungen:
• Pronaturierung zur Wiederherstellung nutzen und natürliche Prozesse in
Wäldern ermöglichen
• Naturverjüngung nutzen, da sie besser, schneller und kostengünstiger ist
als Pflanzungen
• Wald-Lebensraumtypen flexibel in die Waldbewirtschaftung integrieren
• Natura 2000 als Ausgangspunkt für die Wiederherstellung stärken
• Waldmonitoring auf Fernerkundung stützen