Ebola-Ausbruch: Malteser International bereitet erste Maßnahmen vor
Nachdem die WHO (Weltgesundheitsorganisation) den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen hat, bereiten sich die Mitarbeitenden von Malteser International in der DR Kongo darauf vor, die Bevölkerung vor dem Ebola-Ausbruch in der nordöstlichen Provinz Ituri zu schützen. „Wir beobachten, dass sich das Virus gerade rasant ausbreitet. Mehr als 100 Menschen sind bereits gestorben und die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen.
Ebola ist eine Krankheit, die leicht über Körperflüssigkeiten übertragen wird. Deshalb werden wir die Wasserversorgung in den Gesundheitsstationen und den Gemeinden weiter ausbauen und persönliche Schutzausrüstung für das Gesundheitspersonal verteilen. An der Grenze zu Uganda werden wir Desinfektionsmittel, Handschuhe, Masken und Seife verteilen und Handwaschstationen errichten“, sagt Ludmila Lobkowicz, Gesundheitsexpertin bei Malteser International.
In der DR Kongo starben in den vergangenen Tagen 107 Menschen mutmaßlich an der sogenannten Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus. Gegen diesen Erreger gibt es derzeit keinen Impfstoff und die Sterblichkeitsrate liegt bei etwa 37 Prozent. Mehr als 400 Menschen sind an dem Virus erkrankt. In der Provinz Ituri gibt es seit Jahren bewaffnete Konflikte, tausende Menschen sind auf der Flucht, was die Ausbreitung des Virus erleichtert.
Nachdem es in den vergangenen Tagen den ersten Ebola-Toten in Uganda gab, prüft Malteser International zudem weitere Maßnahmen an der Grenze zwischen Uganda und der DR Kongo. „Wir können jetzt erste Hilfen starten. Aber um die Menschen in der Grenzregion zwischen DR Kongo und Uganda besser zu schützen, müssen wir die Prävention jetzt deutlich ausweiten, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit stärken und die Gesundheitssysteme gezielt unterstützen. Dafür brauchen wir dringend zusätzliche finanzielle Mittel“, sagt Kees Zevenbergen, Programmdirektor von Malteser International.
Malteser International unterstützt bereits seit 1996 die Menschen in der DR Kongo, in der mehr als 70 Prozent der Bevölkerung in Armut lebt. Die Mitarbeitenden stärken vor allem das lokale Gesundheitssystem.
Malteser International (MI) arbeitet als internationale humanitäre Hilfsorganisation. Sie ist ein Hilfswerk des katholischen Malteserordens und erfüllt besonders den Ordensauftrag "Hilfe den Bedürftigen". Der Auftrag ist es, die Gesundheit und Lebensumstände von notleidenden und vertriebenen Menschen weltweit zu verbessern. Die Organisation leistet in 32 Ländern Hilfe für Menschen in Not, unabhängig von Religion, politischer Überzeugung, Herkunft oder Geschlecht. Christliche Werte und die humanitären Prinzipien der Menschlichkeit, Neutralität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit bilden die Grundlage der Arbeit. Weitere Informationen: www.malteser-international.org
