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Internationale Mobilität in Studium und Wissenschaft nimmt weiter zu: „Wissenschaft weltoffen kompakt 2026“ erschienen

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Die internationale Mobilität von Studierenden und Wissenschaftler*innen
nimmt weiter zu. Das zeigt die neue Kompaktausgabe von „Wissenschaft
weltoffen“, die das Deutsche Zentrum für Hochschul- und
Wissenschaftsforschung (DZHW) gemeinsam mit dem Deutschen Akademischen
Austauschdienst (DAAD) veröffentlicht hat.



Hannover, Bonn 21.05.2026. Weltweit waren im Jahr 2023 rund 7,3 Millionen
Studierende außerhalb ihres Heimatlandes eingeschrieben. Seit 2010 hat die
Zahl dieser international mobilen Studierenden um 92% zugenommen.
Deutschland zählt weiterhin zu den wichtigsten Gastländern international
mobiler Studierender. Im Wintersemester 2024/25 studierten rund 402.000
internationale Studierende an Hochschulen in Deutschland. Das waren sechs
Prozent mehr als im Vorjahr. Ihr Anteil an allen Studierenden lag im
Wintersemester 2024/25 bei 14 Prozent.

Indien bleibt das wichtigste Herkunftsland internationaler Studierender in
Deutschland mit rund 58.800 Studierenden im Wintersemester 2024/25,
gefolgt von China und der Türkei. Unter den internationalen Studierenden
sind ingenieurwissenschaftliche Studiengänge besonders gefragt; zuletzt
waren 43 Prozent von ihnen in einem ingenieurwissenschaftlichen
Studiengang eingeschrieben.

Auch die Internationalisierung des Wissenschaftssystems schreitet voran:
2024 arbeiteten rund 68.300 internationale wissenschaftliche und
künstlerische Mitarbeiter*innen an Hochschulen in Deutschland. Zudem
wächst das internationale Studienangebot deutscher Hochschulen
kontinuierlich. Im Jahr 2025 wurden bundesweit 2.381 englischsprachige
Studiengänge angeboten.

Gleichzeitig bleibt internationale Mobilität ein prägendes Merkmal der
Wissenschaftskarrieren von deutschen Wissenschaftler*innen. Letztere
arbeiten besonders häufig in der Schweiz, Österreich, dem Vereinigten
Königreich und den Niederlanden. Auch bei Promotionen im Ausland zählen
diese Länder zu den wichtigsten Gastländern.

„In unsicheren Zeiten ist das Studium in Deutschland attraktiv, wir müssen
unsere Stärken bewahren und exzellente Wissenschaft ermöglichen, indem wir
die Freiheit von Forschung und Lehre hochhalten“, betont der
wissenschaftliche Geschäftsführer Dr. Marcus Beiner.

Wissenschaft weltoffen analysiert bereits seit 2001 die
Internationalisierung im Hochschul- bzw. Wissenschaftskontext in
Deutschland und weltweit. Die Kompaktausgabe des jährlichen Datenreports
enthält aktuelle Kennzahlen zu Quoten sowie Herkunfts- und Zielländern
international mobiler Studierender in Deutschland bzw. im Ausland sowie
zur Wissenschaftlermobilität nach und aus Deutschland. Zu-dem werden
Indikatoren zu Internationalisierungsstrukturen an Hochschulen in
Deutschland berichtet. Die präsentierten Indikatoren basieren sowohl auf
internationalen Daten von OECD und UNESCO sowie nationalen Daten des
Statistischen Bundesamtes als auch auf Daten aus eigenen Umfragen unter
Organisationen, die Auslandsaufenthalte fördern.

Die Publikation in deutscher Sprache finden Sie hier:
https://doi.org/10.3278/9783763980031

Die englische Version ist abrufbar unter:
https://doi.org/10.3278/9783763980048