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Prestige und Aufstieg in den römischen Provinzen

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Ein internationales Kolloquium an der Goethe-Universität befasst sich mit
der sozialen Mobilität im Imperium Romanum. Den Abendvortrag hält Henner
von Hesberg, langjähriger Direktor des Deutschen Archäologischen Instituts
Roms.



Wenn die Römer in den von ihnen eroberten Gebieten die Macht übernahmen,
brachte das für die Bevölkerung erhebliche Veränderungen mit sich. Neue
Siedlungsformen entstanden, neue Waren und Kulturgüter wurden eingeführt;
auch die Gesellschaftsstruktur hat sich verändert, für manche Menschen
ergaben sich neue Möglichkeiten des gesellschaftlichen Aufstiegs. Unter
dem Titel „Soziale Mobilität – die Aussage archäologischer Zeugnisse aus
dem Westen des römischen Reiches“ erläutert der Klassische Archäologe
Henner von Hesberg

am Montag, 1. Juni, um 19 Uhr
im Archäologischen Museum Frankfurt
Karmelitergasse 1, 60311 Frankfurt am Main

in einem öffentlichen Abendvortrag, wie sich der soziale Aufstieg in den
überlieferten Denkmälern niedergeschlagen hat. Hesberg war viele Jahre
Direktor des Deutschen Archäologischen Instituts Roms.

Alte Eliten mussten sich neu positionieren, neue Eliten entstanden, als
Rom die Macht übernahm. Bürgerrechtsverleihungen und wirtschaftliche
Vernetzungsmöglichkeiten boten auch Angehörigen unterer sozialer Gruppen
Aufstiegsmöglichkeiten, etwa über den Militärdienst. Die neuen
mediterranen Medien Bild, Schrift und Architektur eröffneten gerade in den
nördlichen Provinzen neue Möglichkeiten, den sozialen Status nach außen zu
zeigen. Insbesondere an Grab- und Weihedenkmälern, aber auch an
Wohnraumausstattungen lässt sich diesbezüglich viel ablesen.

Mit diesem Thema befasst sich unter dem Titel „Soziale Mobilität“ eine
internationale Fachtagung, in die der Vortrag als Keynote Lecture
eingebettet ist. Die Tagung von 1. bis 7. Juni wird organisiert vom
Institut für Archäologische Wissenschaften der Goethe-Universität. Es
handelt sich um die 19. Ausgabe des Colloquium on Roman Provincial Art,
das sich stets den Steindenkmälern der römischen Provinzen widmet und zu
den wichtigsten internationalen Fachveranstaltungen auf diesem Gebiet
gehört. Kooperationspartner sind das Archäologische Museum Frankfurt, die
Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts,
das Leibniz-Zentrum für Archäologie in Mainz und das Römerkastell
Saalburg.

Anmeldung (erwünscht): Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Medienvertreterinnen und -vertreter sind herzlich eingeladen, an der
gesamten Tagung teilzunehmen. Anmeldung ebenfalls unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
frankfurt.de.