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Fachbuch zum Entlassmanagement: Im Spannungsfeld zwischen Standort im Krankenhaus und Wirkung ins Außen

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Entlassmanagement als intersektorales und sozialraumorientiertes Format
Mit ihrem Buch „Im Spannungsfeld zwischen Standort im Krankenhaus und
Wirkung ins Außen“ (Springer VS 2026) betrachten die Autoren Kolja Heckes,
Ismail Özlü  und Christian Heerdt, wissenschaftlicher Leiter des
Kuratoriums Deutsche Altershilfe, das Entlassmanagement als
intersektorales und sozialraumorientiertes Format. Sie spannen den Bogen
vom Krankenhaus hin zum „Außen“, dem ambulanten Setting und den
Lebenswelten. Vor allem hier, im Außen, sollen die vorgeschlagenen
Maßnahmen wirken.



Im Spannungsfeld zwischen Standort im Krankenhaus und Wirkung ins Außen
Entlassmanagement als intersektorales und sozialraumorientiertes Format

Nach einem Klinikaufenthalt kommt auf die entlassenen Menschen und ihre
An- und Zugehörigen oftmals mehr zu als gedacht. Erst einmal überwiegt die
Freude über die Rückkehr ins eigene Zuhause. Doch dann stellen viele
Patientinnen und Patienten fest, dass die Versorgungsstrukturen in der
Klinik gut ineinandergriffen, hier, im Draußen, aber die notwendigen
Behandlungen, Nachsorgen, Reha-Maßnahmen, Pflege, Betreuung und Versorgung
aufwendig zu organisieren sind.

Reproduzierende Reduktionismen in der Wirkungserfassung und
Qualitätsentwicklung, bestehende Sektorisierungen und Partiallogiken,
historische Gewordenheiten sowie aktuelle gesundheitspolitische
Entwicklungen werden dabei aus erkenntnis-, system-, macht- und
netzwerktheoretischer Perspektive kritisch beleuchtet.

Der Erzählbogen mündet in einen konkreten Vorschlag, das Entlassmanagement
mit einer sozialräumlich integrierten Sorgearchitektur zu verbinden. Die
Entwicklung des Entlassmanagements – und diesen zentralen Punkt
‚essenziert‘ dieses Buch – muss das Spannungsfeld berücksichtigen, in dem
die Entlassung ein Prozess des Krankenhauses ist und zugleich Wirkung in
die sozialökologische Landschaft entfalten soll.

Entsprechend dieser Perspektive ist das Buch in drei Schwerpunkte
gegliedert, die für dieses Spannungsverhältnis besonders relevant
erscheinen:
1) Studienlage, Qualitätsprozesse und epistemologisch-methodologische,
hierbei transdisziplinäre Perspektiven,
2) historische Genese und systemtheoretische Perspektiven,
3) gesundheitssystemische Entwicklungen und praktisch-konzeptionelle
Perspektiven.
Inhaltlich setzen sich die Autoren dabei mit folgenden Thematiken
auseinander:

•  Zielsetzungen des Entlassmanagements im Krankenhaus – differenziert
nach den Systemlogiken der beteiligten Akteur*innen
• Theoretische Auseinandersetzungen mit den Auswirkungen von
Sektorisierungen auf das Entlassmanagement
• Erkenntnistheoretische, machttheoretische und netzwerktheoretische
Perspektiven auf bestehende systemimmanente Reduktionismen in der
Wirkungserfassung und Qualitätsentwicklung
• Systemtheoretische Betrachtungen der ökonomischen Rahmenbedingungen von
Krankenhausbehandlung und Entlassmanagement in dessen historischer
Entwicklung
• Bewertung aktueller gesundheitspolitischer Entwicklungen im Kontext der
Regionalisierung von Gesundheit – mit einem Vorschlag, Entlassmanagement
als Teil einer integrierten Sorgearchitektur zu konzipieren.

Kolja Heckes befasst sich dabei eingehend mit der Epistemologie und den
Machtdynamiken hinter dem Entlassmanagement. Ismail Özlü vertieft die
Dimension der entstandenen Sektorisierungen und Friktionen, wie sie sich
historisch entlang der Entwicklung der Krankenhausfinanzierung
nachvollziehen lassen, und nimmt Stellung zu den Chancen der
Interprofessionalität. Christian Heerdt stellt schließlich dem
vorangegangen Problemaufschlag eine Diskussion aktueller
gesundheitspolitischer/-systemischer Entwicklungen sowie den praktischen
Lösungsvorschlag ‚integrierender Sozialraumagenturen‘ gegenüber.

Buch "Im Spannungsfeld zwischen Standort im Krankenhaus und Wirkung ins
Außen
Entlassmanagement als intersektorales und sozialraumorientiertes Format":
https://doi.org/10.1007/978-3-658-50656-8