Hightech Forschungsinfrastruktur und Forschungsbooster für HAW: HAW- OpenSpace und HAW-ForschungsSchub veröffentlicht
Im Rahmen der Bund-Länder-Vereinbarung „Forschung an HAW“ sind zwei neue
Förderrichtlinien veröffentlicht worden, die das Spektrum der
Fördermöglichkeiten für Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW)
erweitern.
Mit der Förderrichtlinie HAW-OpenSpace können sich HAW um Mittel für
exzellente Forschungsinfrastruktur bewerben. Hierfür hat der Bund
zusätzliche Mittel in Höhe von 61 Millionen Euro aus dem Sondervermögen
Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) für Forschungsvorhaben aus dem
Bereich der in der Hightech Agenda Deutschland (HTAD) identifizierten
prioritären Schlüsseltechnologien und damit verbundenen technologischen
Innovationen in strategischen Forschungsfeldern zur Verfügung gestellt.
HAW-OpenSpace wird hervorragende Voraussetzungen dafür schaffen, dass
Forschende an HAW in Forschungskooperationen mit außerhochschulischen
Anwendungspartnern zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung
und technologischen Souveränität in Deutschland beitragen können.
Die gestern veröffentlichte Förderrichtlinie HAW-ForschungsSchub
unterstützt HAW dabei, vielversprechende eigene Forschungsergebnisse
weiterzuentwickeln und in die nächste innovatorische Phase zu überführen.
Durch anknüpfende Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten sowie den Aufbau
tragfähiger Netzwerkstrukturen wird das Innovationspotenzial der HAW-
Forschung gezielt gehoben Die HAW etablieren sich so als verlässliche
Forschungspartner regionaler kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) sowie
weiterer regionaler Akteure.
„Es ist wichtig, dass wir das große Potenzial der Hochschulen für
Angewandte Wissenschaften in Deutschland für Transfer und die Umsetzung
der Hightech Agenda Deutschland ausschöpfen. Mit den beiden neuen
Förderrichtlinien unterstützen wir die HAW daher gezielt dabei, durch ihre
exzellente anwendungsorientierte Forschung gemeinsam mit Partnern – oft
aus dem regionalen Mittelstand – zu Innovation und Wertschöpfung in
Deutschland beizutragen. Die HAW leisten in ihren regionalen
Innovationsökosystemen mit Wirtschaft, Zivilgesellschaft und öffentlicher
Verwaltung einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Hightech Agenda
Deutschland“, so die GWK-Vorsitzende und Bundesministerin für Forschung,
Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär.
Der stellvertretende GWK-Vorsitzende und niedersächsische Minister für
Wissenschaft und Kultur, Falko Mohrs, ergänzt: „Hochschulen für Angewandte
Wissenschaften sind unverzichtbare Innovationspartnerinnen – insbesondere
für den Mittelstand, für regionale Wertschöpfung und für die zügige
Umsetzung neuer Technologien. Mit den Förderlinien HAW OpenSpace und HAW
ForschungsSchub stärken Bund und Länder gezielt diese besondere Rolle. Wir
investieren in moderne Forschungsinfrastrukturen, fördern anwendungsnahe
Entwicklung und bauen tragfähige Netzwerke zwischen Wissenschaft,
Wirtschaft und Gesellschaft aus. Das ist für alle Länder von großer
Bedeutung, denn Hochschulen für Angewandte Wissenschaften sind in vielen
Regionen zentrale Motoren für Wissens- und Technologietransfer,
Fachkräftesicherung und Innovation.”
Hintergrund
Beide Förderrichtlinien sind Teil des von Bund und Ländern geförderten
Programms „Förderung der anwendungsorientierten Forschung an Hochschulen
für Angewandte Wissenschaften", das der Stärkung der Forschungsfähigkeit
und der Forschungsleistungen der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften
(HAW) dient. Im Rahmen von HAW-OpenSpace werden Vorhaben bis zu 36 Monaten
Gesamtlaufzeit gefördert, beginnend mit einer maximal 12-monatigen
Aufbauphase, in der in die Ausstattung des Innovationsraums investiert und
das Community Building forciert wird, einer anschließenden ca. 18-monati-
gen FuE-Phase sowie einer abschließenden 6-monatigen Skalierungsphase.
Ziel der Programmlinie ist es, eine nachhaltige Innovationsplattform zu
schaffen, die Anlaufstelle für regionale Unternehmen, Kommunen und
zivilgesellschaftliche Akteure ist und einen niederschwelligen Zugang zu
Forschungsexpertise der HAW bietet. Eine Antragsstellung seitens der HAW
erfolgt im Sommer 2026, die prognostizierten Starttermine der Projekte
sind ab dem 1. Januar 2027 realisierbar.
Im Fokus der neuen Förderrichtlinie HAW-ForschungsSchub steht die
Weiterentwicklung von Methoden, Techniken und Verfahren, um
Forschungsergebnisse in die nächste innovatorische Phase zu überführen.
Die Maßnahme ist offen für alle Disziplinen und Fächer. Vorrangig
adressiert werden Projekte mit Bezug zu den Schlüsseltechnologien und
strategischen Forschungsfeldern der HTAD. Die maximale Projektlaufzeit
beträgt zwei Jahre; pro ausgewähltem Vorhaben stehen den Hochschulen bis
zu 200.000 Euro zur Verfügung. Der erste Einreichungstermin für
Interessensbekundungen ist zum
15. September 2026 vorgesehen, die Projektstartzeit ist für Frühling 2027
avisiert.
Weitere Einreichungstermine für Interessenbekundungen wurden festgelegt.
Weitere Informationen:
<https://www.forschung-
haw.de/fachhochschulen/de/aktu
