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Relevanz und Handlungsbereitschaft zu Umweltschutz weiterhin auf hohem Niveau

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Wie nehmen Bürgerinnen und Bürger ökologische Herausforderungen wahr? Und
wie aktiv sind sie selbst in Sachen Umweltschutz? Diesen Fragen geht das
Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT
in sich wiederholenden bevölkerungsrepräsentativen Umfragen auf den Grund
und veröffentlicht die Ergebnisse unter dem Titel »Fraunhofer UMSICHT-
Umweltindex (U-Index)«. Das erste Mal hat das Institut die Befragung Ende
2024 beauftragt und im September 2025 wiederholt.



Insgesamt wurden über 1000 Personen zu ökologischen Problemen, ihrer
Bereitschaft zu Verhaltensänderungen und zur Umsetzung von
Umweltschutzmaßnahmen im privaten und beruflichen Umfeld befragt. Ein
Blick auf die zentralen Ergebnisse:

Entwicklung im Zeitverlauf: Die Daten zeigen, dass die Relevanz
ökologischer Probleme im Vergleich zu 2024 nach wie vor hoch eingeschätzt
wird, große Teile der Bevölkerung notwendige Anpassungen akzeptieren und
die Handlungsbereitschaft im privaten Umfeld zunimmt.

Bewertung ökologischer Herausforderungen: Weniger als ein Drittel der
Befragten geben an, dass ökologische Wirkungen im Vergleich zu Themen wie
innere Sicherheit oder soziale Gerechtigkeit überbewertet werden. Rund 40
Prozent sehen die ökologische Dimension als nicht überbewertet an.
Diejenigen, die sie als überbewertet ansehen, sind häufig männlich.

Konsumverzicht und Zukunftserwartungen: Rund die Hälfte der Befragten (49
Prozent) hält einen deutlichen Konsumverzicht für notwendig, um schädliche
Umweltwirkungen zu vermeiden. Gleichzeitig glaubt knapp die Hälfte, dass
es nicht mehr gelingen wird, diese ausreichend abzuwenden – insbesondere
Frauen teilen diese Einschätzung häufiger.

Handlungsbereitschaft: Über ein Drittel (37 Prozent) der Befragten hat im
privaten Umfeld in den vergangenen 12 Monaten aktiv Maßnahmen zum
Umweltschutz umgesetzt. Eine vergleichbare Anzahl plant dies für die
kommenden 12 Monate. Im beruflichen Umfeld liegt der Anteil bei etwa 18
Prozent.

»Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Themen Umweltschutz und
Nachhaltigkeit trotz aller Krisen nach wie vor als wichtig eingestuft
werden«, sagt UMSICHT-Wissenschaftler Jürgen Bertling. »Im Vergleich zum
Vorjahr ist die positive Einstellung zu Umweltschutz 2025 gleichbleibend
hoch. Die Zahlen widersprechen der häufig geäußerten Ansicht, dass die
ökologische Modernisierung Deutschlands nicht mehrheitsfähig sei.« Die
nächste Umfrage ist für Oktober 2026 geplant.

Originalpublikation:
http://www.doi.org/10.24406/publica-8836