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Mehr Raum für alle?!

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Wie strategisches Parkraummanagement zur räumlichen Gerechtigkeit in
Kommunen beitragen kann, zeigt das neue Positionspapier aus der ARL 163.
Öffentliche Parkflächen für Kraftfahrzeuge beanspruchen einen erheblichen
Anteil des knappen öffentlichen Raums, obwohl viele Menschen in Städten
kein eigenes Auto besitzen. Das Vorhalten von Parkflächen für private Kfz
gehört nicht zur allgemeinen Daseinsvorsorge, sondern ist eine politisch
gestaltbare Nutzung öffentlicher Flächen.

Die Kommunen verfügen bereits
heute über wirksame Instrumente, Parken sozial gerecht, effizient und im
Einklang mit Klima-, Mobilitäts- und Aufenthaltszielen zu steuern. So
können Flächen gerechter verteilt, die Verkehrssicherheit erhöht und
lebenswerte öffentliche Räume für alle geschaffen werden.

Das Positionspapier bündelt die aktuellen rechtlichen Spielräume und
kommunalen Handlungsoptionen – von Parkraummanagement und Bewohnerparken
über die Bepreisung von Parkraum bis hin zur konsequenten Durchsetzung
bestehender Regeln. Dabei wird deutlich, wie Kommunen Parkpolitik mit
Klima-, Mobilitäts-, Sicherheits- und Stadtentwicklungszielen verknüpfen
können.

Es baut auf Erkenntnissen des Positionspapiers aus der ARL 153 „Aktuelle
verkehrsrechtliche Entscheidungen: Neuer Schub für die kommunale
Verkehrswende“ auf und erweitert diese Perspektiven um den ruhenden
Verkehr insgesamt.

Ergänzt wird das Positionspapier durch das extern angebotene Fachseminar
„Chancen und Möglichkeiten von Kommunen bei der Regulierung des ruhenden
Verkehrs“. Im Mittelpunkt des Seminars steht die Frage, wie Kommunen ihre
erweiterten Befugnisse verantwortungsvoll, rechtssicher und wirksam nutzen
können. Das Seminar nimmt die Themen aus dem Positionspapier aus der ARL
auf. Es wird von Marc Widemann (Rechtsanwalt in der Infrastrukturkanzlei
BBG und Partner mbH in Bremen und Mitglied des Arbeitskreises der ARL)
über IBR-Seminare angeboten und ist kostenpflichtig.

Originalpublikation:
ARL – Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft (Hrsg.)
(2026):
Raum für alle statt Platz für wenige – Warum Kfz-Parken seinen Preis hat
und wie Kommunen mit Parkraumbewirtschaftung
Gerechtigkeit und lebenswerte Städte schaffen.
Hannover. = Positionspapier aus der ARL 163.
https://doi.org/10.60683/24eg-e932