Bundesförderung ebnet Weg für neuen Bachelor zur Gestaltung von Rohstoffsicherung, Energiewende und Kreislaufwirtschaft
Die TU Bergakademie Freiberg entwickelt einen neuen Bachelorstudiengang,
der Studierende von Beginn an mit realen Herausforderungen für eine
sichere und kreislaufbezogene Versorgung mit natürlichen und technischen
Ressourcen konfrontiert und wissenschaftliche Expertise im Management von
Transformationsprozessen vermittelt. Möglich wird dies durch eine
Förderung der „Stiftung Innovation in der Hochschullehre“. Die Universität
gehört zu den 37 Hochschulen bundesweit, deren Projekte im Rahmen der
Ausschreibung „Die Welt ist mein Campus“ zur Förderung ausgewählt wurden.
Im geförderten Projekt „Transformers for Sustainable Futures“ entsteht der
Bachelorstudiengang „Ressourcenökologie und Transformationsmanagement”,
der zum Wintersemester 2027/28 starten soll. Das Besondere: Praxisprojekte
bilden nicht nur eine Ergänzung des Studiums, sondern den Ausgangspunkt
des gesamten Lehrkonzepts.
Studierende arbeiten dabei von Beginn an mit Unternehmen, Verwaltungen und
weiteren gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren an konkreten
regionalen Transformationsaufgaben. Ziel ist es, wissenschaftliche
Methoden unmittelbar in der Praxis anzuwenden und nachhaltige Lösungen zu
entwickeln und zu kommunizieren.
„Die Herausforderungen einer nachhaltigen Rohstoffversorgung und der
Energiewende erfordern das Zusammenwirken verschiedener Partner aus
Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft. Deshalb entwickeln wir einen
Studiengang, in dem Studierende von Beginn an gemeinsam mit diesen
Partnern an realen Transformationsprojekten arbeiten“, sagt Prof. Dr.
Swanhild Bernstein, Prorektorin für Lehre, Studium und Lebenslanges Lernen
der TU Bergakademie Freiberg.
Für die TU Bergakademie Freiberg fügt sich der neue Studiengang in ihr
Profil als Ressourcenuniversität und zugleich in die veränderten
Erwartungen einer neuen Generation von Studierenden ein. Der
Bachelorstudiengang verbindet wissenschaftliche Expertise mit praxisnahen
Projekten und richtet sich an Studierende, die sowohl
umweltwissenschaftlich und technisch interessiert sind, ein soziales
Bewusstsein haben und gesellschaftliche Zusammenhänge verstehen und aktiv
mitgestalten wollen. Mit dem geförderten Konzept reagiert die TU
Bergakademie Freiberg auch auf den steigenden Bedarf an Fachkräften, die
sowohl technische, ökologische und wirtschaftliche, wie auch
gesellschaftliche und kommunikative Kompetenzen mitbringen, um
Transformationsaufgaben interdisziplinär bearbeiten können.
Der Studiengang wird fakultätsübergreifend in Zusammenarbeit mit zentralen
Einrichtungen der Hochschule entwickelt. Die wissenschaftliche Leitung der
Konzeptionsphase übernehmen Professor Gari Walkowitz von der Fakultät für
Wirtschaftswissenschaften und Juniorprofessor Conrad Jackisch von der
Fakultät für Geowissenschaften, Geotechnik und Bergbau gemeinsam mit
weiteren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener
Fachrichtungen der Universität. Auch Studierende werden von Anfang an
aktiv in die Entwicklung des Studiengangs eingebunden.
Eine wichtige Rolle spielt zudem das neue „Zentrum für Transfer und
Gründung“ der TU Bergakademie Freiberg. Es unterstützt den Aufbau eines
Netzwerks aus Unternehmen, Verwaltungen und weiteren Praxispartnerinnen
und Praxispartnern, die reale Fragestellungen in die Lehre einbringen und
gemeinsam mit Studierenden Lösungsansätze für konkrete
Transformationsprozesse entwickeln.
Das Projektteam nimmt seine Arbeit im Juli 2026 auf. Weitere Informationen
zum Studiengang und zu den Bewerbungsmodalitäten werden Ende dieses Jahres
veröffentlicht.
Das Projekt „Transformers for Sustainable Futures“ wird bis 30.6.2030 mit
insgesamt 2 Millionen Euro gefördert.
