Zum Hauptinhalt springen

Greenstage zündet neue Stufe

Pin It

m EU-Projekt Greenstage entwickelte Plattform für nachhaltige
Produktionsprozesse im Kulturbereich im Praxistest: Projektpartner
eröffnen Zero Waste Labs mit vier Produktionen und einem Festival
Das EU-finanzierte Projekt Greenstage fördert Nachhaltigkeit in den
darstellenden Künsten. In Zusammenarbeit mit den Kommunen sollen
Kultureinrichtungen in die Lage versetzt werden, ökologische
Nachhaltigkeit zeitnah und effektiv umzusetzen. Ein Schwerpunkt liegt
dabei darauf, Circular Stage Design in der Produktionspraxis umzusetzen.



Im Rahmen von Greenstage hat ein internationales Team in den letzten
Monaten die Online-Plattform greenstage.eu entwickelt. Auf
www.greenstage.eu stehen verschiedene Tools zur Verfügung, die
öffentlichen Kulturbetrieben und der freien Szene helfen sollen, ihre
Produktionsprozesse nachhaltiger zu gestalten. Das vom Wuppertal Institut
in einem Co-Creation-Prozess mit den Praxispartner*innen entwickelte,
dialogbasierte Selbstbewertungstool SAPA (Sustainability Assessment for
the Performing Arts) unterstützt Organisationen bei der nachhaltigen
Entwicklung ihrer Strukturen und Prozesse, indem Betriebsabläufe anhand
ökologischer, sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Kriterien
analysiert und Maßnahmenpläne erarbeitet werden. Die frei zugängliche Zero
Waste Stage Toolbox enthält eine Sammlung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen
sowie eine Vielzahl von Best-Practice-Beispielen. Sie soll Change-Prozesse
in den Betrieben und Einrichtungen begleiten sowie
Transformationsmanager*innen und andere Verantwortliche bei der
Durchführung unterstützen.

Neue Projektphase: Zero Waste Stage Labs in Riga, Wien, Oberhausen und
Ljubljana

Nach der Entwicklung der Online-Plattform hat eine neue Phase von
Greenstage begonnen: In Zero Waste Stage Labs werden die Instrumente nun
bei vier Bühnenproduktionen und einem Festival in der Praxis erprobt. Die
Produktionen entstehen bei den Projektpartner*innen Nationaltheater Riga,
Volkstheater Wien und Theater Oberhausen. Dazu gehören die Durchführung
des SAPA-Prozesses mit ausgewählten Mitarbeitenden, die Vorbereitung mit
Nachhaltigkeits-Expert*innen und den künstlerischen Teams, der intensive
Austausch zwischen den Projektpartner*innen sowie die Umsetzung von
Maßnahmen der Zero Waste Stage Toolbox im Produktionsprozess. Mit der
Premiere von „In Fire“ von Rūdolfs Blaumanis im März 2026 konnte bereits
eine Produktion abgeschlossen werden. In der Spielzeit 2026/27 folgen die
Zero-Waste-Produktionen des Volkstheaters Wien und des Theaters
Oberhausen. Zu den Zero Waste Stage Labs gehört auch das Festival Mladi
Levi, das Ende August 2026 in Ljubljana, Slowenien, stattfindet. Die
Veranstalter*innen des Produktionshauses BUNKER werden nicht nur bei der
Durchführung des Festivals einen konsequenten Zero-Waste-Ansatz verfolgen,
Mladi Levi wird auch eine internationale Austauschplattform für
Projektteilnehmenden, Nachhaltigkeits-Expert*innen und Professionals in
den Performing Arts.

Das Projekt wird begleitet von internationalen Policy Hubs, die von
kommunalen Projektpartner*innen organisiert werden. Die Policy Hubs
eröffnen Diskussionsräume und bringen lokale Kultur-Akteur*innen mit
Vertreter*innen aus Kommunalpolitik und öffentlicher Verwaltung zusammen,
um Erfahrungen aus dem Projekt zu diskutieren und regulatorische
Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln. Neben der direkten Rückkopplung mit
den Träger*innen zu aktuellen Nachhaltigkeits-Themen entwickelt das
Projektteam ein gemeinsames Manifest zum Abschluss des Projekts.

Über den Fortgang von Greenstage wird auf www.greenstage.eu informiert.
Die Social-Media-Kanäle (LinkedIn, Facebook, Instagram) geben Einblicke in
die Arbeit der Projektpartner*innen vor Ort sowie die Entstehung der Zero-
Waste-Produktionen und des Festivals.