Studierende konzipieren Sonderausstellung: „Römisches Leben im Wareswald – Vergangenheit digital entdecken“
Studierende der Universität des Saarlandes haben gemeinsam mit dem Museum
Theulegium in Tholey eine Sonderausstellung zu Funden aus der römischen
Ausgrabungsstätte Wareswald entwickelt und umgesetzt. Zur
Ausstellungseröffnung am Montag, den 13. Juli, um 18:00 Uhr laden das
Museum und die Fachrichtungen Klassische Archäologie, Alte Geschichte und
Mittelalterliche Geschichte der Universität herzlich ein (Museum
Theulegium, Rathausplatz 6, 66636 Tholey).
Die Sonderausstellung „Römisches Leben im Wareswald – Vergangenheit
digital entdecken“ im Museum Theulegium präsentiert spannende Funde aus
dem römischen Vicus und richtet sich an Erwachsene und Kinder. Sie ist das
Ergebnis eines innovativen Lehrprojekts an der Universität des Saarlandes:
Unter der Leitung von Christine Girardet, Nils Schnorr und Miriam Weiss
haben zwölf Studierende aus den Fächern Klassische Archäologie, Alte
Geschichte und Mittelalterliche Geschichte in einem Semester den gesamten
Entstehungsprozess einer Sonderausstellung durchlaufen – von der
wissenschaftlichen Recherche über die Entwicklung der Ausstellungstexte
bis hin zur Gestaltung von Vitrinen und der Umsetzung digitaler
Vermittlungsangebote.
In ihrer Ausstellung präsentieren die Studierenden vier Bereiche des
römischen Alltagslebens. Dazu haben sie Originalobjekte aus dem Vicus
Wareswald ausgesucht, zu denen sich spannende Geschichten erzählen lassen:
Für das Thema Kosmetik und Hygiene waren das eine Haarnadel und ein Gefäß
mit Salböl, Wirtschaft und Handel werden durch eine römische Goldmünze und
einen Rötelstift repräsentiert, die gallo-römische Religion symbolisiert
eine kleine Marsstatuette, die als Opfergabe im Tempel gespendet wurde,
Tod und Bestattung schließlich sind symbolisiert durch einen Hundekopf,
der Teil eines großen Grabmals war. Über den Bildschirm eines Mediaplayers
werden die Geschichten hinter den Objekten interaktiv erlebbar. Zudem sind
die Originale auch haptisch zu begreifen – in Form von kleinen Figuren,
die von den Studierenden mithilfe von 3D-Scans und einem 3D-Drucker an der
Universität selbst hergestellt wurden.
Weitere Originalobjekte zu den vier Themenbereichen werden in Vitrinen
gezeigt. An einer kleinen Riechstation können Besucherinnen und Besucher
zudem an weit verbreiteten römischen Parfümölen schnuppern. Zum Thema
Bestattung können Kinder ein in Einzelteile zerlegtes dreidimensionales
Pfeilergrabmal wieder korrekt zusammensetzen.
Die Sonderausstellung wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Museum
Theulegium entwickelt und umgesetzt. Gefördert wurde das Projekt durch die
Novus-Stiftung (<https://www.novus-stiftung.d
Die Ausstellung ist bis zum 13. Dezember 2026 zu sehen.
Bitte beachten Sie die Öffnungszeiten des Museums:
<https://www.theulegium.de/>
Einladung zur Ausstellungseröffnung:
<https://www.theulegium.de/akt
installation-vom-fund-bis-zum-
Hintergrund:
Der gallo-römische vicus im Wareswald entstand in der ersten Hälfte des
ersten Jahrhunderts n. Chr. Hier trafen sich die Wege, die einst Metz mit
Mainz verbanden sowie von Straßburg nach Trier führten. Grabungen werden
seit dem Jahre 2001 von der TERREX gGmbH durchgeführt. Zum Vorschein kamen
unter anderem aufwändig ausgestattete Gebäude mit Fußbodenheizungen,
Wandmalereien und großen Bädern sowie Keramik, Münzen und Schmuckstücke
sowie Statuetten aus Ton und Bronze. Zudem wurde auch ein Tempel und
Gräberfelder gefunden. Weitere Infos unter:
<https://www.theulegium.de/aus
