BIÖG: So kommen Sie sicher und gesund durch die nächste Hitzewelle - Tipps für extrem heiße Tage
Von Kopfschmerzen und Schlafstörungen bis zum Hitzschlag: Extreme
Temperaturen können den Körper stark belasten und im schlimmsten Fall
tödlich sein. Schätzungen zufolge sind bisher etwa 5.100 Menschen infolge
der Extremhitze in 2026 in Deutschland gestorben. Durch den Klimawandel
werden Hitzewellen, Temperaturrekorde und sogenannte Tropennächte
häufiger. Umso wichtiger ist es, sich rechtzeitig zu schützen und
besonders gefährdete Personen im Blick zu behalten. Um Menschen dabei zu
helfen, gut und sicher durch heiße Tage zu kommen, hat das Bundesinstitut
für Öffentliche Gesundheit praktische Empfehlungen zum Hitzeschutz
zusammengestellt.
Von Kopfschmerzen und Schlafstörungen bis zum Hitzschlag: Extreme
Temperaturen können den Körper stark belasten und im schlimmsten Fall
tödlich sein. Das Robert Koch-Institut schätzt, dass bisher etwa 5.100
Menschen infolge der Extremhitze in 2026 in Deutschland starben. Während
der letzten Hitzewelle stieg das Thermometer mancherorts auf über 41 Grad
Celsius. Durch den Klimawandel werden Hitzewellen, Temperaturrekorde und
sogenannte Tropennächte häufiger. Umso wichtiger ist es, sich rechtzeitig
zu schützen und besonders gefährdete Personen im Blick zu behalten.
Um Menschen dabei zu helfen, gut und sicher durch heiße Tage zu kommen,
hat das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit praktische Empfehlungen
zum Hitzeschutz zusammengestellt:
1. Besonders gefährdete Personen unterstützen
• Hitze betrifft uns alle, aber nicht alle gleich. Einige
Risikogruppen sind besonders gefährdet. Dazu zählen:
o ältere Menschen, Babys und Kleinkinder, Schwangere,
chronisch kranke Menschen, alleinlebende oder pflegebedürftige Personen
sowie Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen und Menschen, die auf der
Straße leben.
• Angehörige, Nachbarinnen und Nachbarn können helfen, indem
sie regelmäßig nachfragen, ob ausreichend getrunken wurde oder
Unterstützung anbieten – bei der Versorgung mit Einkäufen, bei der
Begleitung von Terminen oder anderen Erledigungen. Ein täglicher Anruf,
ein kurzer Besuch oder die Frage „Ist bei Ihnen alles in Ordnung?“ können
bereits viel bewirken.
2. Mineralstoffe im Blick behalten
• Wer stark schwitzt, verliert nicht nur Wasser, sondern
auch Mineralstoffe. Bei starkem Schwitzen können deshalb Brühe, leicht
gesalzene Speisen oder elektrolythaltige Getränke sinnvoll sein.
• Auch kalium- und magnesiumreiche Lebensmittel wie Bananen,
Kartoffeln, Gemüse, Nüsse oder Vollkornprodukte können helfen.
3. Den Körper kühlen
• Den Körper mit kühlen, feuchten Umschlägen, Tüchern oder
Waschlappen abkühlen, besonders an Armen, Beinen, Stirn oder Nacken. Auch
kühle Fußbäder oder ein Wassernebel aus der Sprühflasche können
Erfrischung bringen.
• Duschen oder Bäder sollten eher kühl bis lauwarm sein –
nicht eiskalt, da sehr kaltes Wasser den Kreislauf belasten kann.
• Leichte, helle, luftige und atmungsaktive Kleidung hilft
dem Körper, Wärme abzugeben, gut geeignet sind dünne Baumwolle, Leinen,
Seide oder Viskose.
4. Leicht und wasserreich essen
• An heißen Tagen mehrere kleine Mahlzeiten statt wenige
große Mahlzeiten essen.
• Geeignet sind Mahlzeiten mit wasserreichen Lebensmitteln
wie Obst, Gemüse, Salat oder Suppen.
5. Ausreichend trinken – auch ohne Durstgefühl
• Erwachsene sollten über den Tag verteilt am besten etwa
zwei bis drei Liter Flüssigkeit trinken, bei körperlicher Belastung noch
mehr. Geeignet sind vor allem Wasser, ungesüßte Tees oder verdünnte
Saftschorlen.
• Sinnvoll ist es, regelmäßig zu trinken, am besten etwa
stündlich ein Glas, auch wenn noch kein Durst spürbar ist.
• Menschen mit Herz- oder Nierenerkrankungen sollten die
Trinkmenge ärztlich abstimmen.
6. Warnzeichen ernst nehmen und richtig reagieren
• Hitzebeschwerden können sich unter anderem durch
Schwindel, Schwäche, Kopfschmerzen, Übelkeit, Krämpfe, Verwirrtheit oder
Kreislaufprobleme bemerkbar machen.
• Betroffene sollten schnell aus der Hitze gebracht, gekühlt
und mit Flüssigkeit versorgt werden.
• Bei schweren Beschwerden oder Verdacht auf Hitzschlag
sollte sofort ärztliche Hilfe geholt beziehungsweise der Notruf 112
gewählt werden.
7. Medikamente vor Hitzeperioden prüfen lassen
• Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte vor oder
während einer Hitzewelle ärztlich oder in der Apotheke klären, ob Hitze
die Wirkung beeinflussen kann. Die Einnahme von Medikamenten sollte nicht
eigenständig verändert werden.
• Lagerungshinweise beachten: Einige Arzneimittel vertragen
keine Temperaturen über 25 °C.
• Medikamente sollten niemals im heißen Auto liegen bleiben.
8. Wohnung und Innenräume kühl halten
• Möglichst dann lüften, wenn es draußen kühler ist als
drinnen, am besten nachts oder früh morgens. Bei spürbar stickiger Luft
oder hoher Luftfeuchtigkeit kurz und kräftig stoß- oder querlüften, danach
die Fenster wieder schließen.
• Fenster tagsüber möglichst von außen verschatten, zum
Beispiel mit Rollläden, Jalousien, Markisen oder Sonnensegeln.
• Unbenutzte Elektrogeräte ausschalten, da sie auch im
Stand-by-Modus Wärme erzeugen.
9. Den Tagesablauf anpassen
• Körperliche Aktivitäten, Sport, Einkäufe, Termine und
Erledigungen möglichst in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen.
• Während der heißesten Tageszeit – etwa zwischen 11 und 17
Uhr – möglichst wenig draußen aufhalten.
10. Direkte Sonne und aufgeheizte Orte meiden
• Besonders belastend sind pralle Sonne, überhitzte
Innenräume sowie große Asphalt- oder Betonflächen.
• Besser sind schattige Orte, Parks, Gärten oder kühlere
Innenräume.
• Bei stark aufgeheizter Wohnung kann es helfen, täglich
einige Stunden an einem kühleren Ort zu verbringen, zum Beispiel in
Bibliotheken, Museen, Kirchen oder Einkaufszentren.
Weitere Informationen des BIÖG zum Thema Hitzeschutz
Einen Überblick über die gesundheitlichen Risiken und Tipps bei
Extremhitze bietet das Portal https://www.klima-mensch-gesun
bietet umfassende Informationen zu den Themen Hitze- und UV-Schutz.
Ergänzt wird das Angebot durch Erklärvideos aus dem Themenbereich
Klimawandel und Gesundheit.
Speziell an Eltern, Betreuende und Fachkräfte richtet sich das Portal
https://www.kindergesundheit-i
Gesundheitsthemen, die in den ersten Lebensjahren von Bedeutung sind –
darunter auch viele Tipps, wie Babys und Kinder vor Sonne und Hitze
geschützt werden können.
Für Menschen mit Diabetes kann Hitze besonders belastend sein und
Blutzuckerwerte, Kreislauf und Flüssigkeitshaushalt beeinflussen. Worauf
Betroffene achten sollten – von ausreichendem Trinken bis zur richtigen
Lagerung von Insulin und Medikamenten – erklärt https://www.diabinfo.de.
