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Erfolgreich bestanden: Teilnehmende erwerben BANU-Zertifikat Feldbotanik an der Hochschule Weihensteaphan-Triesdorf

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Mit großem Erfolg haben 67 Naturinteressierte, Studierende sowie
Fachkräfte aus Naturschutz, Verwaltung und Planungsbüros die BANU-
Zertifikatsprüfung Feldbotanik https://www.hswt.de/studium/studienangebot
/weiterbildung-zertifikatskurse/feldbotanik
an der Hochschule
Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) bestanden.



Mit dem Erwerb der Zertifikate in den Stufen Bronze, Silber oder Gold
verfügen die Teilnehmenden nun über einen bundesweit anerkannten Nachweis
ihrer botanischen Artenkenntnisse.

Die BANU-Zertifikate https://banu-akademien.de/downloads (Bundesweiter
Arbeitskreis der staatlich getragenen Umweltbildungsstätten im Natur- und
Umweltschutz) bescheinigen fundierte Kenntnisse in der Bestimmung von
Gefäßpflanzen und deren Familienzugehörigkeit. Seit 2019 leisten sie einen
wichtigen Beitrag zur Förderung der Artenkenntnis in Deutschland. In
Bayern wird seit 2021 an den Standorten Weihenstephan und Bayreuth, dieses
Jahr auch in Würzburg geprüft. Gerade vor dem Hintergrund des
Biodiversitätsverlusts sind qualifizierte Fachleute und engagierte
Ehrenamtliche gefragt, die Pflanzenarten sicher erkennen, kartieren und
bewerten können.

Prof. Dr. Jörg Ewald von der HSWT, der die Prüfungsanforderungen gemeinsam
mit Lisa Silbernagl von der Bayerischen Akademie für Naturschutz und
Landschaftspflege entwickelt hat, sagt: „Die Zertifikatsprüfungen sprechen
eine breite Zielgruppe an. Hier treffen sich alle, die es mit der
Artenkenntnis ernst meinen: Jung und Alt, Studierende und Ehrenamtliche,
Profis und Liebhaber.“

Die Prüfungen stellen hohe Anforderungen an die Kandidatinnen und
Kandidaten, denen es selbst überlassen ist, ob sie sich das Wissen in
Kursen oder autodidaktisch aneignen. Für das Bronze-Zertifikat müssen
Kenntnisse von 200 Pflanzenarten nachgewiesen werden, für Silber 400 und
für Gold sogar 600 Arten. Zusätzlich werden auf den höheren Niveaustufen
umfassende Kompetenzen in der Bestimmung von Gattungen, Familien und
bislang unbekannten Arten geprüft. Für das Bestehen der Prüfung sind
mindestens 80 Prozent der erreichbaren Punkte erforderlich, ab 90 Prozent
wird das Zertifikat mit Auszeichnung verliehen. Bei den diesjährigen
Prüfungen ist es bei Bronze 27 Teilnehmenden, bei Silber 4 und bei Gold 5
Teilnehmenden gelungen, die Prüfung mit Auszeichnung zu absolvieren.

Die erfolgreiche Zertifizierung bestätigt nicht nur die intensive
Vorbereitung und das große Engagement der Teilnehmenden, sondern auch die
Bedeutung von Artenkenntnissen für den praktischen Naturschutz, die Land-
und Forstwirtschaft sowie wissenschaftliche Fragestellungen. Die hohen
Teilnehmerzahlen bestätigen, dass sich das Weiterbildungsangebot
erfolgreich an der HSWT etabliert hat. Es soll auf weitere Prüfungen
ausgeweitet werden (z.B. Gräser, Moose).

Für Vogelinteressierte bietet die HSWT den Weiterbildungszertifikatskurs
Feldornithologie https://www.hswt.de/studium/studienangebot/weiterbildung-
zertifikatskurse/feldornithologie
.

Mit den BANU-Zertifikaten können die Naturinteressierten erworbene
Kenntnisse offiziell dokumentieren und kontinuierlich ausbauen.

Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf gratuliert allen Absolventinnen und
Absolventen herzlich zu ihrem Prüfungserfolg und wünscht ihnen weiterhin
viel Freude und Erfolg bei ihrem Engagement für die Erforschung und den
Schutz der Biodiversität in Südbayern und darüber hinaus.

Die Sendung Querbeet im Bayerischen Fernsehen hat am 13.07.2026 einen
Beitrag zur Feldbotanik-Prüfung an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
ausgestrahlt:
https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/querbeet/zertifikat-feldbotanik-
pflanzenarten-bestimmen-pruefung-banu-standards-naturschutz-118.html


Verfasserin: Franziska Kohlrausch, Zentrum für Forschung und
Wissenstransfer