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Heidelberg: Museumsbesuch mit pädagogischem Weitblick

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Die Pädagogische Hochschule Heidelberg und das Kurpfälzische Museum
Heidelberg arbeiten künftig noch enger zusammen: Rektorin Prof. Dr. Karin
Vach und Museumsdirektor Prof. Dr. Frieder Hepp haben gestern einen
Kooperationsvertrag unterzeichnet, der die gemeinsame Arbeit in Lehre,
Forschung und Museumspädagogik langfristig stärkt. Das Ziel ist,
Studierenden einen praxisnahen Zugang zu historischen und kulturellen
Quellen zu ermöglichen und mehr junge Menschen mit unterschiedlichen
Hintergründen für Museen als außerschulische Lern- und Erfahrungsorte zu
gewinnen.

Direktor Frieder Hepp bezeichnet das pädagogische Potenzial des Museums
als essenziell: „Hier begegnen junge Menschen Originalen, lernen
historische Quellen einzuordnen und stärken ihre Urteilskraft. Gerade in
einer von Algorithmen und Künstlicher Intelligenz geprägten Welt gewinnt
diese Kompetenz zunehmende Bedeutung. Die Kooperation mit der
Pädagogischen Hochschule ist deswegen besonders wertvoll und willkommen.“
Dem stimmt die Rektorin der PHHD, Karin Vach, zu und ergänzt: „Mit der
Kooperationsvereinbarung besiegeln wir eine langjährig gewachsene,
strategische Partnerschaft, die Forschung nahbar macht, gesellschaftliches
Vertrauen stärkt und auch unser Wissenschaftssystem krisenfest verankert.“

Geschichte zum Anfassen

Bezogen auf die zukünftige Kooperation, die didaktische sowie
wissenschaftliche Kompetenzen der Abteilung Geschichte der PHHD mit den
Sammlungen, Ausstellungen und Vermittlungsangeboten des Kurpfälzischen
Museums verbindet, sagt Vach: „Das Kurpfälzische Museum ist ein
wunderbarer Ort, an dem Geschichte und Kultur lebendig werden und junge
Menschen entdecken können, wie Vergangenheit ihre Gegenwart und Zukunft
prägt. Unsere Studierenden werden diese Erfahrungen später als Lehrkräfte
in ihre Schulen tragen und vielen Kindern sowie Jugendlichen –
insbesondere der Sekundarstufe – den Zugang zu kultureller Bildung
eröffnen. Genau darin liegt das besondere Potenzial dieser Kooperation:
Professor Dr. Manfred Seidenfuss und sein Team schaffen gemeinsam mit
Professor Dr. Frieder Hepp und erfahrenen Museumspädagog:innen
Bildungswege, die weit über unsere Hochschule und das Kurpfälzische Museum
hinaus wirken.“

So können Lehrende und Studierende künftig verstärkt die Möglichkeiten des
Museums etwa für Lehrveranstaltungen oder im Rahmen ihrer Praktika als
außerschulischen Lernort nutzen. Durch die Arbeit mit Originalobjekten und
musealen Vermittlungsformaten erhalten sie Einblicke in die praktische
Umsetzung historischer Bildung. Das Kurpfälzische Museum bringt wiederum
seine Expertise in die Hochschullehre ein, indem bspw.
Museumspädagog:innen innovative Veranstaltungen im Fach Geschichte der
PHHD anbieten.

Von der Kooperation profitieren Studierende aller Lehrämter. Erreicht
werden angehende Lehrkräfte für Grundschule, Sekundarstufe I und
Sonderpädagogik sowie – durch die Zusammenarbeit der PHHD mit der
Universität Heidelberg – auch Studierende des gymnasialen Lehramts. Sie
lernen das Kurpfälzische Museum bereits während ihres Studiums als
außerschulischen Lernort kennen und können diese Erfahrungen später in
ihre Arbeit mit Schulklassen einbringen. So trägt die Partnerschaft dazu
bei, langfristig möglichst vielen Kindern und Jugendlichen Zugänge zu
Geschichte, Kunst und Kultur zu eröffnen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt auf der gemeinsamen
Weiterentwicklung von Bildungsangeboten. Die Partner wollen
museumspädagogische Konzepte und geschichtsdidaktische Ansätze auf
theoretischer, praktischer und empirischer Ebene untersuchen und
weiterentwickeln. Perspektivisch können auch begleitende
Forschungsprojekte neue Erkenntnisse darüber liefern, wie historische und
ästhetische Bildung erfolgreich gestaltet werden kann.