Junge Talente entwickeln Lösungen für die Energieversorgung der Zukunft
Wie lässt sich die Energieversorgung in Deutschland langfristig sicher
gestalten? Mit dieser Frage sowie der Rolle erneuerbarer Energien und von
Wasserstoff setzten sich bayerische Schülerinnen und Schüler im Wettbewerb
„H2@School“ auseinander. Zum Abschluss entwickelten sie Konzepte, wie
Krisenregionen mithilfe von Wasserstoff unabhängig mit Strom versorgt
werden können. Die besten Teams des Schuljahres 2025/26 wurden nun an der
OTH Regensburg ausgezeichnet.
Den ersten Platz erhielt das Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnas
Main. Die Jury beeindruckte vor allem das vollständig handschriftlich
ausgearbeitete Magazin „VOLTVision“ der Schülerinnen und Schüler. Während
in den vergangenen Jahren durchaus auch KI-gestützte Projekte
ausgezeichnet wurden, überzeugte dieses Team mit einer außergewöhnlich
detaillierten analogen Ausarbeitung. Das entworfene Energiezentrum mit
Wasserkraft, Wasserstoffproduktion und Speichersystemen war laut Jury
technisch schlüssig, kreativ gestaltet und bis ins Detail durchdacht.
Besonders in Erinnerung blieb der Jury das Dientzenhofer-Gymnasium aus
Bamberg, das den zweiten Platz belegte. Für die Versuche verbrachte das
Team einen ganzen Tag an der Universität Bayreuth, führte zusätzlich ein
Experteninterview zur Energietechnik und entwickelte ein Konzept für eine
fiktive Firma, die Wasserstofftechnik in Krisengebieten einsetzt. Ihr
Wissen gaben die Schülerinnen und Schüler anschließend sogar in
Unterrichtseinheiten an jüngere Jahrgänge weiter. „Wissen nur für uns zu
behalten, wäre Verschwendung“, brachte es ein Schüler auf den Punkt.
Den dritten Platz teilten sich das Gymnasium Ernestinum Coburg und das
Korbinian-Aigner-Gymnasium Erding. Alle Teams der praktischen
Wettbewerbsphase erhielten zudem eine finanzielle Anerkennung für ihr
Engagement.
Prof. Dr. Christoph Skornia, Vizepräsident der OTH Regensburg, ordnete den
Wettbewerb in den Kontext der Hochschule ein: „Die Herausforderungen wie
Klimawandel und Energieversorgung können wir nur mit einer entsprechenden
Forschung und Ausbildung bewältigen.“ Den Schülerinnen und Schülern gab er
mit auf den Weg, neugierig zu bleiben und sich mit Zukunftsthemen
auseinanderzusetzen. „Es ist entscheidend, nicht nur zuzuschauen, sondern
dort aktiv zu werden, wo etwas passiert.“
Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt ermutigte die Teilnehmenden,
offen für neue Technologien zu bleiben. Als Vertreter des Bayerischen
Wirtschaftsministeriums betonte die Bedeutung von Wasserstoff für die
Zukunft: „Damit die Energiewende gelingt, brauchen wir Wasserstoff als
Energiespeicher. Die Teilnehmenden von H2@School haben sich der Frage
gewidmet, welchen Beitrag Wasserstoff zur Lösung konkreter Probleme
leisten kann, und dabei herausragende Ideen entwickelt. Solche jungen,
klugen Köpfe brauchen wir in Bayern.“
Hintergrund zum Wettbewerb
Der von Staatsminister Hubert Aiwanger initiierte Wettbewerb fand in
diesem Jahr zum dritten und letzten Mal statt. Organisiert wurde er von
der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Auftrag des
Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und
Energie (StMWi). Ziel war es, Jugendliche ab der achten Klasse für das
Zukunftsthema Wasserstoff zu begeistern. Von Anfang an mit dabei: die OTH
Regensburg als wissenschaftliche Partnerin. Sie erstellte die Aufgaben,
begleitete die Projekte fachlich und war durch Prof. Dr. Michael Sterner,
Leiter der Forschungsstelle für Energienetze und Energiespeicher an der
OTH Regensburg, auch in der Jury vertreten.
Insgesamt hatten sich 18 Teams aus 15 bayerischen Schulen der
Herausforderung gestellt. Die elf punktbesten Teams qualifizierten sich
für die praktische Wettbewerbsphase. Sie entwickelten unter dem Motto
„Hydrogen for Humanity“ unter anderem Konzepte, die auf Basis von
Wasserstoff Lösungen für eine autarke Stromversorgung in Krisengebieten
lieferten.
