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Die neun Universitäten des Landes Baden-Württemberg präsentieren 99 Projekte für eine postfossile Zukunft

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An neuen Wegen zur Energieerzeugung sowie zur Reduzierung des Verbrauchs
wird auch an der Universität Heidelberg intensiv geforscht
Den Lösungen für morgen den Weg bereiten: Mit dieser Motivation arbeiten
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller baden-württembergischen
Landesuniversitäten an einer Zukunft, in der fossile Rohstoffe und
Energieträger zunehmend durch nachhaltige Alternativen ersetzt werden. 99
Forschungsprojekte, die hierzu beitragen, haben die neun
Landesuniversitäten am heutigen Dienstag (21. Juli 2026) gemeinsam in
Stuttgart vorgestellt.

An der Pressekonferenz, zu der die
Landesrektoratekonferenz eingeladen hatte, nahm auch
Wissenschaftsministerin Petra Olschowski teil. Bei der Forschung geht es
etwa um die Speicherung von Sonnenenergie in Molekülen, um nachwachsende
Rohstoffe als Ersatz für Erdöl oder um effizientere Prozesse in Industrie
und Landwirtschaft. Die Universität Heidelberg beteiligt sich mit einer
Reihe von Projekten aus unterschiedlichen Fachbereichen an der
landesweiten Initiative.

„,Zukunft. Seit 1386‘ – das ist das Selbstverständnis der Universität
Heidelberg. Aus wissenschaftlicher Sicht steht außer Frage, dass es für
die Zukunft eine Energieversorgung braucht, die ohne fossile Brennstoffe
auskommt. Und dass eine immer digitaler werdende Welt revolutionäre neue
Ansätze erfordert, um den Energieverbrauch drastisch zu senken. Zu dieser
Zukunft tragen viele unserer Forscherinnen und Forscher auf ganz
vielfältige Weise bei. Sie erforschen neue Methoden des Rechnens, sie
entwickeln Verfahren, um Abwärme in Strom umzuwandeln, sie machen die
Logistik großer Kliniken effizienter. Sie untersuchen aber auch, wie
Maßnahmen der Energiewende in der Bevölkerung diskutiert werden“, betont
Prof. Dr. Frauke Melchior, Rektorin der Universität Heidelberg. „So
schaffen unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nicht nur die
Grundlagen für technische Innovationen, sondern auch für eine sozial
gerechte Transformation“, ergänzt Prof. Dr. Karin Schumacher, Prorektorin
für Qualitätsentwicklung und Nachhaltigkeit. Im Rahmen ihrer kürzlich
verabschiedeten Nachhaltigkeitsstrategie wird die Ruperto Carola die
Forschung im Bereich Nachhaltigkeit weiter stärken.

Mit den 99 ausgewählten Projekten wollen die neun Landesuniversitäten
exemplarisch Einblick in ihre Forschung für eine postfossile Zukunft
geben. Die Projekte zeigen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse neue
Technologien und Konzepte für einen nachhaltigen Umgang mit Energie und
Ressourcen ermöglichen. Sie helfen dabei, die Abhängigkeit von fossilen
Rohstoffen und Energieträgern zu verringern und neue Perspektiven für den
Forschungs- und Innovationsstandort Baden-Württemberg zu eröffnen.
Zugleich können sie dazu beitragen, den Klimawandel zu bremsen und
zukünftigen Generationen einen möglichst lebenswerten Planeten zu
erhalten.

Die Universitäten im Land zeigen mit ihren Projekten, welchen Beitrag die
Wissenschaft zur Gestaltung der Zukunft unserer Gesellschaft leistet, wie
Prof. Dr. Karla Pollmann, Vorsitzende der Landesrektoratekonferenz Baden-
Württemberg, betont. „Mit ihrer Forschung übernehmen sie Verantwortung und
entwickeln Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit“, so Prof.
Pollmann, die Rektorin der Universität Tübingen ist. „‚99 Projekte für
eine postfossile Zukunft‘ – mit dieser Initiative beweisen unsere
Universitäten einmal mehr ihre Innovationskraft und ihre gesellschaftliche
Relevanz“, erklärt Petra Olschowski. „Wir müssen die Abhängigkeit von
fossilen Energieträgern überwinden. Das schützt das Klima und stärkt
unseren Wirtschaftsstandort. Baden-Württemberg hat alles, was es dafür
braucht: exzellente Forschung, starke Hochschulen, innovative Unternehmen
und einen leistungsfähigen Mittelstand“, so die Wissenschaftsministerin.

Die Beiträge der Universität Heidelberg spannen den Bogen von den
Material- und Naturwissenschaften über die Medizin bis hin zu Geographie
und Bildungswissenschaften. So forschen Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler zum Beispiel an sogenannten thermoelektrischen Generatoren
für die Nutzung von Abwärme zur Stromerzeugung. In einem weiteren
Kooperationsprojekt ist ein Team der Ruperto Carola daran beteiligt,
„molekulare Schalter“ zu entwickeln, die Sonnenlicht gezielt in chemische
Energie umwandeln. In einem anderen Projekt wurden praxiserprobte
Werkzeuge bereitgestellt, mit denen Forscherinnen und Forscher ihre
Dienstreisen nachhaltiger gestalten können. Auch ein Kurs zur Vermittlung
kritischer Klimakompetenzen wurde an der Universität Heidelberg
entwickelt.

Die vollständige Liste mit den 99 Projekten aller Landesuniversitäten ist
auf der Webseite der Landesrektoratekonferenz zu finden. Die Projekte der
Universität Heidelberg sind unter www.uni-heidelberg.de/de/99projekte
zusammengestellt.