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Forschungspreis für bayerische Urwälder von morgen

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Prof. Markus Blaschke erhält Auszeichnung für langjährige Forschungsarbeit
Im Sitzungsaal des Freisinger Rathauses wurde Prof. Markus Blaschke mit
dem Hanskarl-Goettling-Preis ausgezeichnet. Gemeinsam überreichten
Oberbürgermeisterin Monika Schwind und Stiftungsvorstand Dr. Peter
Pröbstle den renommierten forstlichen Förderpreis für die herausragenden
wissenschaftlichen Leistungen von Prof. Blaschke im Bereich der
bayerischen Naturwaldreservatsforschung.

Zahlreiche Gäste aus Wissenschaft, Forstverwaltung, Politik und Praxis
folgten der Einladung zur feierlichen Preisverleihung. Prof. Dr. Christian
Ammer, Dekan der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie der
Georg-August-Universität Göttingen, hielt die Laudatio. Er hob
insbesondere die wissenschaftliche Tiefe, die breite fachliche Vernetzung
und die hohe Praxisrelevanz der Arbeiten von Prof. Blaschke hervor.

Was sind Naturwaldreservate?
Naturwaldreservate sind Wälder, in denen keine forstliche Nutzung
stattfindet. Als Referenzflächen der Waldökosystemforschung zeigen sie,
wie sich Wälder natürlich entwickeln, welche Strukturen entstehen und
welche Bedeutung Totholz, Pilze, Käfer und andere Organismengruppen für
die biologische Vielfalt haben.
Naturwaldreservate als Forschungslabor

Seit mehr als 20 Jahren trägt Prof. Markus Blaschke Verantwortung für die
Forschung in den bayerischen Naturwaldreservaten an der bayerischen
Forschungsanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF). In dieser Zeit
initiierte und begleitete er zahlreiche Forschungsprojekte. Mehr als 50
Publikationen sind mit seiner Beteiligung entstanden. Seine Forschung
richtet den Blick besonders auf die Wechselbeziehungen zwischen
verschiedenen Artengruppen, etwa Pilzen oder Käfern, und dem Waldbestand.

Seine Ergebnisse stellte Blaschke regelmäßig auf nationalen und
internationalen Fachveranstaltungen vor. Durch seine Mitwirkung in
Arbeitsgruppen trug er außerdem dazu bei, die bayerische
Naturwaldforschung überregional und international zu vernetzen. Darüber
hinaus engagiert er sich seit vielen Jahren für den forstlichen Nachwuchs,
insbesondere durch die Betreuung von Abschlussarbeiten sowie die Anleitung
von Praktikantinnen, Praktikanten und Hilfskräften.

In seiner Dankesrede bedankte sich Prof. Markus Blaschke bei der Hanskarl-
Goettling-Stiftung für die Auszeichnung. Sein Dank galt seinen fachlichen
Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern, den Kolleginnen und Kollegen an der
LWF sowie allen, die die Forschung in den Naturwaldreservaten über viele
Jahre unterstützt haben.

Über den Preisträger
Prof. Markus Blaschke, geboren 1964 in Uslar (Niedersachsen), ist seit
1997 als Forstwissenschaftler an der LWF tätig. Dort prägt er seit vielen
Jahren die Forschung zu Naturwaldreservaten. Seit 2003 lehrt er an der
Hochschule Weihenstephan-Triesdorf zu Pilzen im Wald. Im November 2025
wurde er dort zum Honorarprofessor berufen. Als Pilzsachverständiger
richtet er auch die alljährliche Pilzausstellung an der LWF aus.

Hanskarl-Goettling-Stiftung: Die Stiftung wurde von Dr. Hanskarl
Goettling, dem verstorbenen Leiter der Forstlichen Versuchs- und
Forschungsanstalt ins Leben gerufen. Seit 1988 würdigt die Stiftung mit
dem jährlichen Hanskarl-Goettling-Preis Personen, die sich auf dem Gebiet
der forstlichen Forschung und Wissenschaft sowie des Wissenstransfers
besonders verdient gemacht haben.