Medienmanagement-Studierende stellen Ärztlichem Kreisverband ihr Semesterprojekt vor
Lehrvideo über aktuellen Ablauf reanimationsrelevanter Maßnahmen
Steter Wandel in der Medizin: Damit medizinisches Personal auf dem
aktuellen Stand über den Ablauf reanimationsrelevanter Maßnahmen ist,
haben Medienmanagement-Studierende der Technischen Hochschule Würzburg-
Schweinfurt (THWS) ein Lehrvideo erstellt.
Im Rahmen ihres Medienprojekts 2 arbeiteten die Bachelorstudierenden des
sechsten Semesters unter der Leitung von Fachdozent Frank Hillgärtner von
der THWS Business School gemeinsam mit dem Projektpartner Prof. Dr. med.
Peter Sefrin und dem Ärztlichen Kreisverband Würzburg und Umgebung als
Auftraggeber. Das Lehrvideo vermittelt den korrekten Ablauf
reanimationsrelevanter Maßnahmen gemäß den aktuellen
Reanimationsleitlinien praxisnah. Die Studierenden stellten das Ergebnis
sowie dessen Entstehungsprozess im Medienlabor der THWS vor.
„Das Medienprojekt 2 ist ein wesentlicher Bestandteil des Semesters“,
erklärt Frank Hillgärtner und betont seine Zufriedenheit mit den
Leistungen der Studierenden. THWS-Vizepräsident für Internationalisierung
und Lehre, Prof. Dr. Achim Förster, ergänzt: „Unsere Hochschule hat den
Anspruch, theoretisches Wissen konsequent in praktische Lösungen
umzuwandeln, um Studierende optimal auf die Anforderungen der modernen
Arbeitswelt vorzubereiten.“ Im Studiengang Medienmanagement sei der
Theorie-Praxis-Transfer tief verankert.
Entstehungsgeschichte und Vorstellung des Lehrvideos
Studentin Alina Heppt bot einen zusammenfassenden Rückblick: „Unser
Projekt begann mit einem Kick-off-Meeting mit Prof. Dr. med. Peter Sefrin
sowie einem Location-Scouting in der Anästhesiepraxis Würzburg mit Dr.
Englert, dem Ärztlichen Leiter der Praxis. „Hier fand unser Dreh des Films
statt. Im Anschluss produzierten wir den Film mit allem, was dazu gehört:
Sichtung, Grob- und Feinschnitt, Grafikerstellung und -einbettung,
Voiceover-Aufnahme, Tonbearbeitung und Musikuntermalung.“ Sie unterstrich
die konstruktive Unterstützung von Frank Hillgärtner und sprach
stellvertretend für ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen einen großen
Dank an die Projektpartner aus. „Wir konnten jederzeit mit Fragen und zum
Austausch auf Dr. Sefrin zukommen. Auch die Zusammenarbeit mit Dr. Englert
war sehr angenehm. Wir kamen hervorragend mit unserem Projekt voran und
haben viel lernen dürfen.“
Herausforderungen während des Drehs lagen zum Beispiel in den verstärkten
Lichtverhältnissen im Wartezimmer. „Wir haben das einfach mit Milchglas
abgeklebt und konnten so bestens drehen“, erklärt Student Enrique
Fernandez Alcala. Bevor das Video fertig wurde, traf sich die studentische
Gruppe zur Zwischenabnahme mit Dr. Sefrin. „Auf dieser Basis
überarbeiteten wir den Inhalt, passten Details an und setzten Anmerkungen
um“, so Studentin Marianne Schmidt. In diesem Zusammenhang bedankten sich
die Studierenden bei allen Schauspielenden, die mitgewirkt haben, wie die
beiden medizinischen Fachangestellten der Anästhesiepraxis.
Resonanz der Projektpartner und Herausforderungen in der Medizin
Dr. Christian Potrawa, Erster Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbandes
Würzburg und Umgebung, brachte seine Begeisterung über die Arbeit der
Studierenden zum Ausdruck und hob besonders die Qualität des Lehrvideos
hervor. Ein Problem in der Medizin sei der hohe Innovationsdruck.
„Evidenzbasierte Medizin überprüft sich selbst und frag sich hinterher, ob
es gut war“, so Dr. Potrawa. „Reanimationsregeln sind neu geschrieben
worden. Durch den Lehrfilm, der mehr sagt als es jede Textbeschreibung je
könnte, können diese Regeln schnellstmöglich unter die Kollegschaft in der
Medizin kommen.“ Er lobte die Studierenden für ihr „segensreiches Werk“
und zeigte sich begeistert ob der akribischen Vorbereitung.
Das Lob von Dr. med. Sefrin stand dem in nichts nach. Besonders
beeindruckt habe ihn das sogenannte „Storyboard“ – Ausdruck dessen, was er
theorietisch beschrieben und die Studierenden umgesetzt haben. „Das
Engagement aller Studierender hat mich positiv überrascht, zum Beispiel
das des Kameramanns Enrique Fernandez Alcala. Die Gruppe hat nicht nur
meine, sondern auch ihre eigenen Ideen eingebaut – das Ergebnis kann sich
sehen lassen“, so Dr. med. Sefrin.
Das Lehrvideo wird demnächst auf der Website des Ärztlichen Kreisverbandes
Würzburg und Umgebung zum Download verfügbar sein.
Zum Bachelorstudiengang Medienmanagement
Über die THWS
Die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) zählt zu den größten
Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern und steht seit ihrer
Gründung im Jahr 1971 für hervorragende Lehre und angewandte Forschung.
Mit rund 9.200 Studierenden, einem breit gefächerten Angebot von mehr als
60 Studiengängen sowie zwei Promotionszentren deckt die THWS ein weites
Spektrum ab, das von Technik über Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
sowie Sprache bis hin zu Gestaltung reicht. Die THWS ist nicht nur
regional in Franken und Bayern verwurzelt, sondern auch stark
international ausgerichtet, was sich in zahlreichen Kooperationen und
Austauschprogrammen weltweit und nicht zuletzt in einem vielseitigen
englischsprachigen Studienangebot widerspiegelt.
