Gedächtnisinstitutionen und Gedächtnismedien der Musik
78. Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung in Frankfurt.
29.09.-02.10.2026, Campus Westend, Goethe-Universität
Die Goethe-Universität Frankfurt am Main veranstaltet zusammen
mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt und dem Max-
Planck-Institut für empirische Ästhetik die 78. Jahrestagung der
Gesellschaft für Musikforschung in Frankfurt am Main.
Zumeist mit Messe,
Buchdruck, Banken und Handel sowie Luft- und Bahnverkehr in Verbindung
gebracht, zählt die Stadt Frankfurt spätestens seit dem 19. Jahrhundert
zugleich zu den wichtigsten deutschen Musikzentren, deren vielfältiges und
florierendes Musikleben insbesondere durch bürgerliches Engagement geprägt
ist.
Angesiedelt sind in Frankfurt zudem zahlreiche musikbezogene Sammlungen
und Archive sowie Editionsprojekte: Der Musikdruck geht bis auf die 1530er
Jahre zurück, an der Universitätsbibliothek gibt es eine umfangreiche
Musiksammlung und die Deutsche Nationalbibliothek mit Sitz in Frankfurt
beherbergt das Deutsche Musikarchiv in Leipzig. Die Stadt ist ferner Sitz
des Deutschen Rundfunkarchivs, des Musikarchivs des Deutschen
Filminstituts & Filmmuseums, des Archivs Frau und Musik und des Hindemith-
Instituts; das Historische Museum verwahrt eine umfängliche
Musikinstrumentensammlung. Die international tätige Zentralredaktion des
RISM hatte bis vor kurzem ihren Sitz an der Goethe-Universität und am
musikwissenschaftlichen Institut der GU liegt ein Schwerpunkt auf großen
musikwissenschaftlichen Editionsprojekten, mit den kürzlich finalisierten
Vorhaben OPERA und der Gluck-Gesamtausgabe sowie den langfristig
disponierten Werkausgaben zu Korngold und Zimmermann.
Dies bietet Anlass, die GfM-Jahrestagung 2026 unter das Thema
„Gedächtnisinstitutionen und Gedächtnismedien der Musik“ zu stellen – mit
Blick über Frankfurt hinaus und aus den verschiedenen Teildisziplinen und
methodischen Ausrichtungen der Musikwissenschaft betrachtet.
Zwei Hauptsymposien wenden sich den vielfältigen Aspekten des Themas aus
unterschiedlicher Perspektive zu:
- Hauptsymposium 1, 30.09.2026: Gedächtnisinstitutionen der Musik:
Agency - Diskurse - Soziale Praktiken
- Hauptsymposium 2, 1.10.2026: Bruchstellen des musikalischen
Erinnerns: Zum Zusammenspiel von Gedächtnisinhalten, -medien und
-institutionen.
Ferner gibt es individuelle Beiträge von mehr als 140 Musikforscher*innen,
die an das Thema anschließen, aber auch andere Bereiche der Musikforschung
berühren können. Sie finden in Form von kleinen Symposien, freien
Referaten, Workshops, Podiumsgesprächen, Posterpräsentationen und anderen
tlw. experimentellen Formaten statt. Das Rahmenprogramm umfasst Führungen
durch das Archiv Frau und Musik und die Sammlungen der UB, Konzerte in der
HfMDK sowie Vorführungen des am Institut beheimateten Rollenklaviers.
Zur Jahrestagung laden ein: Barbara Alge (Goethe-Universität), Fabian Kolb
(HfMDK), Daniela Philippi (Goethe-Universität), Christina Richter-Ibáñez
(HfMDK), Melanie Wald-Fuhrmann (MPIEA) und Magdalena Zorn (Goethe-
Universität).
Weitere Informationen und zur Anmeldung via ConfTool unter
https://www.fb09.uni-frankfurt
Kurzinterview mit Prof. Daniela Philippi zur 78. Jahrestagung der
Gesellschaft für Musikforschung: <https://tinygu.de/q6pfK>
