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Versorgungssicherheit in Gefahr: Experten fordern eine strategische Metallpolitik

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Workshop formuliert zwölf zentrale Empfehlungen für eine nachhaltige und
krisenfeste Rohstoffversorgung.Deutschland muss bei der Versorgung mit kritischen und strategischen
Metallen vom Reagieren zum Handeln kommen. Das zeigen die jetzt
vorgelegten Ergebnisse eines Fachworkshops zur Rohstoffwende Metalle.
Angesichts wachsender geopolitischer Risiken, der hohen Importabhängigkeit
– insbesondere von China – sowie zunehmender Lieferkettenstörungen geben
die Expertinnen und Experten zwölf konkrete Handlungsempfehlungen für
Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Veranstalter des Workshops waren die
Deutsche Rohstoffagentur, die Leuphana Universität Lüneburg, die
Hochschule Pforzheim, das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie,
die Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030, das PolitikLabor und die
Transformateure.

„Leitgedanke unserer Empfehlungen ist die Entwicklung einer langfristigen,
strategischen Metallpolitik“, erläutert Mitveranstalter Prof. Dr. Klaus
Kümmerer vom Institut für Nachhaltige Chemie der Leuphana Universität
Lüneburg. Ziel müsse es sein, die Versorgung mit kritischen Metallen
dauerhaft, nachhaltig und krisenfest zu sichern. Das Spektrum der dafür
vorgeschlagenen Maßnahmen reicht von der kurzfristigen Krisenvorsorge bis
hin zu einer umfassenden nationalen Metallstrategie.

Zu den wichtigsten kurzfristigen Empfehlungen gehören der Aufbau einer
strategischen Rohstoffreserve für kritische und strategische Metalle sowie
die Einführung von Notfallplänen, Krisenstäben und regelmäßigen
Stresstests für Lieferketten. Diese Maßnahmen sollen Deutschland besser
auf akute Versorgungsengpässe vorbereiten.

Für die mittel- und langfristige Sicherung der Versorgung empfehlen die
Fachleute unter anderem den Aufbau eines nationalen Metallkatasters, die
Einführung digitaler Produktpässe sowie eine systematische Erfassung und
Verringerung des Metallverbrauchs in der digitalen Infrastruktur.
Gleichzeitig sollen Verluste wertvoller Technologiemetalle entlang des
gesamten Lebenszyklus reduziert und Recyclingpotenziale konsequent
erschlossen werden.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung einer Nationalen
Metallstrategie. Diese soll die bisherige Rohstoffpolitik bündeln,
ressortübergreifend koordinieren und die Versorgungssicherheit mit
Metallen als strategische Zukunftsaufgabe etablieren. Eine moderne
Metallpolitik wird als gleichrangig mit der Energiepolitik eingestuft.

Die Empfehlungen richten sich nicht nur an die Politik, sondern auch an
Unternehmen, Gewerkschaften, Umweltverbände sowie Verbraucherinnen und
Verbraucher. Unternehmen sollen ihre Lieferketten resilienter gestalten,
Recyclingmärkte ausbauen und Innovationen zur Materialsubstitution
vorantreiben. Gleichzeitig sollen Zivilgesellschaft und Gewerkschaften die
Rohstoffwende aktiv begleiten und mit eigenen Konzepten unterstützen.