Zum Hauptinhalt springen

39. Tübinger Poetik-Dozentur

Pin It

Nora Gomringer, Herbert Grönemeyer und Michael Lentz sprechen an der
Universität Tübingen – Auftakt der Poetik-Dozentur mit Lesung in der
Kunsthalle Würth
Die Universität Tübingen lädt zur 39. Tübinger Poetik-Dozentur ein:
Nora Gomringer, Herbert Grönemeyer und Michael Lentz werden vom 16. bis
zum 20. November 2026 in Tübingen über Literatur, Lyrik, Spoken-Word-
Poetry, Songpoetik und Musik sprechen und auch selbst Musik machen.

Die
Vorlesungen, Gespräche und Konzerte finden jeweils um 19 Uhr in der Neuen
Aula (Geschwister-Scholl-Platz, Tübingen) statt. Sie können auch über
einen Livestream verfolgt werden. Nora Gomringer liest zudem am Sonntag,
15. November, um 16 Uhr, in der Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall.

Die Tübinger Poetik-Dozentur ist ein Projekt der Stiftung Würth und wird
von der Adolf Würth GmbH & Co. KG gefördert. Einmal jährlich werden
Autorinnen oder Autoren eingeladen, öffentliche Vorlesungen zu halten
sowie Workshops für Studierende anzubieten. Den traditionellen Auftakt
bildet eine Lesung in der Kunsthalle Würth.

„Die Poetik-Dozentur steht für den offenen, interdisziplinären Austausch,
den wir als Universität fördern: Sie bringt künstlerische Praxis,
wissenschaftliche Reflexion und gesellschaftliche Fragen miteinander ins
Gespräch“, sagt die Rektorin der Universität Tübingen, Professorin Dr.
Karla Pollmann. „Dass profilierte Stimmen aus Literatur, Musik und
Performance zusammenkommen, unterstreicht unseren Anspruch, kulturelle
Vielfalt und internationales Renommee mit verantwortungsbewusster
Bildungsarbeit zu verbinden. Solche Begegnungen stärken nicht nur die
kreative Auseinandersetzung, sondern auch den gemeinsamen Blick auf die
Rolle von Kunst in einer sich wandelnden Gesellschaft.“

Maria Würth, Mitglied des Vorstands der Stiftung Würth, sagt: „Nora
Gomringer, Herbert Grönemeyer und Michael Lentz bieten ein bewegendes,
seelenvolles und vielschichtiges Zeugnis dessen, was es heißt, Mensch zu
sein. Die Tübinger Poetikdozentur bringt mit Unterstützung der Stiftung
Würth Jahr für Jahr große literarische Stimmen mit ihrem Publikum
zusammen.“

Johannes Schmalzl, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Würth, sagt:
„Die Stiftung Würth fördert die Dozentur aus Überzeugung, denn Literatur
inspiriert und kann Zerrissenheit in der Gesellschaft überwinden, weil sie
das Verstehen anderer ermöglicht.“

Die Termine im Überblick
Lesung von Nora Gomringer am Sonntag, 15. November, um 16 Uhr in der
Kunsthalle Würth, Schwäbisch Hall. Der Eintritt ist frei. Anmeldung von
22. September an unter www.KunstKultur.wuerth.com.

Veranstaltungen an der Universität Tübingen
Jeweils 19 Uhr c. t., Neue Aula. Der Eintritt ist frei.
- Montag, 16. November: Michael Lentz und Herbert Grönemeyer
- Dienstag, 17. November: Michael Lentz und Gunnar Geisse
- Mittwoch, 18. November: Nora Gomringer
- Donnerstag, 19. November: Nora Gomringer mit Band

Weitere Informationen unter poetik-dozentur.de.

Die Gäste der Poetik-Dozentur 2026

Nora Gomringer, 1980 in Neunkirchen (Saar) geboren, studierte in Bamberg
Amerikanistik, Germanistik und Kunstgeschichte. Sie arbeitet als freie
Lyrikerin, Spoken-Word-Poetin, Performancekünstlerin und Schriftstellerin
und ist seit 2010 Direktorin des Internationalen Künstlerhauses Villa
Concordia in Bamberg. Sie gestaltete die deutsche Poetry-Slam-Szene aktiv
mit und ist unter anderem auch musikalisch als Jazzsängerin tätig. Neben
Aufenthaltsstipendien und Lehraufträgen weltweit erhielt sie für ihr
Schaffen zahlreiche Preise, darunter der Ingeborg-Bachmann-Preis (2015)
und der Else-Lasker-Schüler-Preis (2022).

Publikationen (u. a.): Monster Poems (2013); Ich bin doch nicht hier, um
Sie zu amüsieren (2015); Moden (2017); Gottesanbieterin (2020); Am
Meerschwein übt das Kind den Tod (2025).

Herbert Grönemeyer, 1956 in Göttingen geboren, begann seine Karriere als
Schauspieler und Musiker am Theater, bevor ihm mit dem Album 4630 Bochum
1984 der musikalische Durchbruch gelang. Bis 2018 landeten sämtliche Alben
auf Platz eins der deutschen Charts. Grönemeyer ist der erfolgreichste
deutsche Pop-Musiker der Gegenwart und wurde vielfach ausgezeichnet: vier
Mal mit dem Comet, elf Mal mit dem Echo Pop sowie dem Deutschen
Nationalpreis 2026. Seine Texte seien zum Teil auch Gedichte, so Michael
Lentz, der 2024 die erste umfassende Gesamtdarstellung über Künstler und
Werk vorlegte.

Publikationen (u. a.): 4630 Bochum (1984); Bleibt alles anders (1998);
Mensch (2002); Was Muss Muss - Best Of (2008); I Walk (2012); Mensch.
Songtexte (2026).

Michael Lentz, 1964 in Düren geboren, studierte Germanistik, Geschichte
und Philosophie in Aachen und München und promovierte 1998 mit einer
Arbeit über Lautpoesie und -musik nach 1945. Er arbeitet als
Schriftsteller, Vortragskünstler, Literaturwissenschaftler und Herausgeber
und hat seit 2006 den Lehrstuhl für Literarisches Schreiben des Deutschen
Literaturinstituts Leipzig inne. Lentz ist zudem Saxophonist und Schöpfer
akustischer Literatur und improvisierter Musik. Er erhielt zahlreiche
Preise, darunter den Ingeborg-Bachmann-Preis (2001), den Preis der
Literaturhäuser (2005) und den Bettina-Brentano-Preis für Gegenwartslyrik
(2024).

Publikationen (u. a.): Muttersterben. Erzählungen (2002); Pazifik Exil
(2007); Schattenfroh. Ein Requiem (2018); Chora. Gedichte (2023);
Grönemeyer (2024); Heimwärts (2024).