Zum Hauptinhalt springen

Deutscher Rheumatologiekongress 2026 stellt Lebensalter, Immuntherapien und KI in den Mittelpunkt

Pin It

Wie verändert sich die Behandlung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen
(ERE) im höheren Lebensalter? Welche Perspektiven eröffnen zelluläre
Therapien bei Autoimmunerkrankungen? Und wie können Instrumente der
Künstlichen Intelligenz den klinischen Alltag sinnvoll unterstützen? Diese
und weitere Fragen stehen im Zentrum des Deutschen Rheumatologiekongresses
(RhK) 2026, der vom 9. bis 12. September im Congress Center Leipzig
stattfindet. Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische
Immunologie e. V. (DGRh) lädt zu ihrem 54. Jahreskongress Rheumatologinnen
und Rheumatologen sowie Fachärztinnen und Fachärzte angrenzender
Disziplinen herzlich ein.

„Rheumatologie ist ein komplexes Fachgebiet, das einen hohen Grad an
Expertise und Interdisziplinarität erfordert. Wir müssen systemische
Erkrankungen, welche den gesamten Körper betreffen, über Lebensphasen
hinweg verstehen“, sagt Professor Dr. Ulf Wagner, Kongresspräsident und
Präsident der DGRh. „Der Kongress soll zeigen, welche wissenschaftlichen
Erkenntnisse schon heute die Versorgung maßgeblich prägen, und wo wir noch
Antworten suchen“

Lebensalter als entscheidender Faktor in Diagnostik und Therapie
Entzündlich-rheumatische Erkrankungen zeigen bei Kindern häufig andere
Verläufe als bei Erwachsenen; bei älteren Patientinnen und Patienten
kommen Multimorbidität, Infektionsrisiken oder funktionelle
Einschränkungen hinzu. Der Kongress greift diese Unterschiede in mehreren
Programmpunkten auf, unter anderem in einer Plenarsitzung zu entzündlich-
rheumatischen Erkrankungen im höheren Lebensalter sowie im Rahmen der
Kongress-Pressekonferenz am 10. September.

Neue Behandlungsoptionen bei Autoimmunerkrankungen
Ein weiterer Schwerpunkt sind neue Entwicklungen im Bereich der zellulären
Therapien bei Autoimmunerkrankungen. Diese Verfahren zielen darauf,
fehlgesteuerte Immunreaktionen nicht nur zu dämpfen, sondern gezielt zu
beeinflussen. „Damit ist die Frage verbunden, ob und bei welchen schwer
behandelbaren Krankheitsverläufen derartige Ansätze künftig eine Rolle
spielen können. Wir diskutieren auf dem RhK 2026 daher nicht nur
therapeutische Chancen, sondern auch Aspekte der Sicherheit,
Langzeitwirkung, Patientenauswahl und die Frage, unter welchen
Voraussetzungen sich solche Behandlungen verantwortungsvoll in die
Versorgung integrieren lassen“, so Wagner, Leiter des Bereichs
Rheumatologie der Klinik und Poliklinik für Endokrinologie, Nephrologie,
Rheumatologie am Universitätsklinikum Leipzig.

Immunmechanismen und KI in der klinischen Praxis
Ebenfalls beleuchtet werden die Wechselwirkungen zwischen dem angeborenem
und erworbenem Immunsystem – Mechanismen, die Entzündungen auslösen,
aufrechterhalten oder chronifizieren können. Zugleich diskutiert der
Kongress Einsatzbereiche Künstlicher Intelligenz in der Klinik,
beispielsweise zur Entscheidungsunterstützung. „KI kann helfen,
Komplexität besser zu beherrschen – vorausgesetzt, wir prüfen Nutzen,
Grenzen, Datenqualität und Verantwortung genauso sorgfältig wie bei jeder
anderen medizinischen Innovation“, betont Kongresspräsident Wagner.

Fachübergreifender Dialog als Voraussetzung guter Versorgung
Der Deutsche Rheumatologiekongress 2026 versteht sich als Forum für den
fachübergreifenden Austausch. Leipzig bietet dafür einen Rahmen, der
wissenschaftliche Diskussion, Fortbildung und persönliche Vernetzung
verbindet.

Für Medien sind zwei Termine vorgesehen: Die Vorab-Pressekonferenz am
Mittwoch, den 2. September, von 11:00 bis 12:00 Uhr, sowie die Kongress-
Pressekonferenz am Donnerstag, den 10. September, von 12:00 bis 13:00 Uhr.

Weitere Informationen und das ausführliche Hauptprogramm finden
Interessierte unter: Home