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5 Übersetzungsfehler, die kleine Unternehmen teuer zu stehen kommen können

Übersetzungsfehler Symbolbild
Übersetzungsfehler Symbolbild
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Ein kleines Unternehmen verliert einen Kunden selten wegen eines einzigen, dramatischen Fehlers. Meistens geht das eher schleichend: eine Vertragsklausel, die sich in der Übersetzung etwas anders liest als gemeint, eine Rechnung, die ungewohnt salopp klingt, oder eine Produktbeschreibung, die in der Sprache des Käufers einfach keinen rechten Sinn ergibt. Im Moment selbst wirkt keiner dieser Fehler dramatisch. Sie nagen einfach still am Vertrauen, bis ein Geschäft platzt und keiner mehr genau sagen kann, woran es eigentlich lag.

 

Um solche Fehler zu erkennen, hilft es meistens, nicht auf das erste Ergebnis zu vertrauen, sondern mehrere Übersetzungen miteinander zu vergleichen.

Genau darauf setzen Tools wie MachineTranslation.com: Eine Übersetzung läuft dabei gleichzeitig durch mehrere KI-Modelle, und die Plattform zeigt an, wo sich diese einig sind und wo nicht. Auf der Seite für Übersetzungen aus dem Deutschen lässt sich unkompliziert prüfen, wie eine Nachricht vom Deutschen in eine andere Sprache übertragen wird, oder umgekehrt, bevor sie an einen Kunden hinausgeht.

 

Hier sind fünf Übersetzungsfehler, die in der alltäglichen Geschäftskommunikation immer wieder vorkommen, und was sie tatsächlich kosten, wenn niemand sie rechtzeitig bemerkt.

1. Einen juristischen Begriff durch einen ähnlich klingenden ersetzen

Juristische Sprache lebt von Präzision, nicht von Annäherung. Zwei Formulierungen können in der Übersetzung fast identisch klingen und trotzdem völlig unterschiedliche Verpflichtungen beschreiben. Ein klassisches Beispiel im Englischen ist der Unterschied zwischen "will indemnify" und "will guarantee": Beides klingt nach einer vernünftigen Zusage, doch juristisch ist das etwas ganz anderes.

 

Solche Verwechslungen passieren häufiger, als viele Unternehmen denken, und sie fallen meistens erst auf, wenn ein Streitfall dazu zwingt, den Vertrag noch einmal ganz genau zu lesen. Bis dahin kostet es nicht nur die eigentliche Auseinandersetzung, sondern auch Zeit, Anwaltskosten und eine Geschäftsbeziehung, die plötzlich merkt, dass beide Seiten etwas anderes unterschrieben zu haben glaubten.

 

Die Lösung: Kein Vertrag und keine AGB sollten auf Basis einer einzigen, ungeprüften Übersetzung hinausgehen. Wenn das Geschäft wichtig ist, ist die genaue Formulierung genauso wichtig.

2. Den falschen Ton in einer Rechnung oder einer formellen E-Mail treffen

Viele Sprachen unterscheiden klar zwischen einem formellen und einem lockeren Register, und wer diese Unterscheidung nicht trifft, verändert damit, wie eine Nachricht ankommt, selbst wenn jedes einzelne Wort korrekt ist. Eine Rechnung oder Geschäfts-E-Mail, die unbeabsichtigt zu locker klingt, kann bei einem Kunden, der Förmlichkeit erwartet, unprofessionell wirken.

 

Gerade bei automatisierten Übersetzungstools passiert das leicht, weil viele davon vor allem mit alltäglicher, umgangssprachlicher Sprache trainiert wurden und ohne weitere Angabe standardmäßig in dieses Register rutschen. Der Kunde beschwert sich deswegen selten direkt. Er gewinnt einfach still den Eindruck, dass das Unternehmen nicht ganz so professionell ist, wie er erwartet hatte.

 

Die Lösung: Bei allem, was formell ins Ausland geht, besonders Rechnungen, Angebote und erste Kontakt-E-Mails, den Ton vorher prüfen. Man sollte nicht automatisch davon ausgehen, dass eine Übersetzung den Ton der Geschäftsbeziehung von selbst trifft.

3. Eine Produktbeschreibung, die in der Übersetzung ihren Sinn verliert

Bei Marketingtexten kommt es auf mehr an als auf reine Korrektheit. Der Text muss in der Zielsprache auch tatsächlich Sinn ergeben und ansprechend klingen. Redewendungen und bildhafte Sprache gehören zu den größten Schwachstellen automatisierter Übersetzung, weil ein Ausdruck, der im Original etwas Bestimmtes bedeutet, bei einer wörtlichen Übersetzung in eine verwirrende oder völlig andere Aussage kippen kann.

 

Eine Produktbeschreibung, die sich merkwürdig oder allzu wörtlich liest, überzeugt nicht nur schlechter. Sie kann ein Unternehmen bei einem Kunden, der gerade mehrere Anbieter vergleicht, regelrecht nachlässig wirken lassen.

 

Die Lösung: Übersetzte Marketingtexte so lesen, wie sie ein Muttersprachler wahrnehmen würde, am besten laut, oder direkt von einem Muttersprachler gegenlesen lassen. Klingt eine Formulierung ungewöhnlich spezifisch oder hölzern, ist das oft ein Zeichen dafür, dass beim Übersetzen etwas verloren gegangen ist.

 

 

4. Fachbegriffe in einem Handbuch oder Datenblatt falsch übersetzen

Technische Dokumentation hat ihr eigenes Vokabular, und dieses Vokabular hat nicht immer eine saubere Eins-zu-eins-Entsprechung in einer anderen Sprache. In einem internen Vergleich von KI-Übersetzungsmodellen bei technischen Handbüchern gingen die Modelle je nach Trainingsgrundlage unterschiedlich mit Fachbegriffen um und lieferten teils leicht abweichende Bedeutungen für dieselbe Anweisung.

 

Für einen Hersteller oder Zulieferer ist eine falsch übersetzte Sicherheitsanweisung, ein falscher Toleranzwert oder ein falscher Montageschritt keine kleine stilistische Angelegenheit. Das kann zu Rücksendungen, Sicherheitsbeschwerden führen oder dazu, dass ein Kunde still beschließt, nicht noch einmal zu bestellen.

 

Die Lösung: Technische Inhalte verdienen eine gezielte Prüfung, nicht nur eine allgemeine Übersetzung. Wo möglich, mehrere Quellen vergleichen und jeden Begriff markieren, bei dem die Übersetzungen auseinandergehen, denn genau diese Abweichung zeigt meist an, wo ein genauerer Blick nötig ist.

5. Annehmen, dass eine flüssig klingende Übersetzung automatisch korrekt ist

Das ist der Fehler, der hinter all den anderen steckt. Eine Übersetzung kann sich flüssig lesen, natürlich klingen und trotzdem etwas leicht anderes aussagen, als eigentlich gemeint war. Sprachliche Eleganz und inhaltliche Richtigkeit sind zwei verschiedene Dinge, und ein Unternehmen, das eine Übersetzung nur danach beurteilt, wie natürlich sie klingt, übersieht damit leicht genau die Art von Fehler, die am Ende echten Schaden anrichtet.

 

Hier wird der Vergleich mehrerer Quellen richtig nützlich. Stimmen mehrere Übersetzungen überein, ist das ein vernünftiges Zeichen für Genauigkeit. Weichen sie voneinander ab, zeigt genau diese Abweichung, wo vor dem Versand noch einmal genauer hingeschaut werden sollte.

 

Die Lösung: Eine Übersetzung danach beurteilen, was sie aussagt, nicht danach, wie angenehm sie klingt. Wenn es wirklich darauf ankommt, lieber prüfen, statt sich allein auf den flüssigen Klang zu verlassen.

Fazit

Keiner dieser fünf Fehler braucht einen spektakulären Ausrutscher, um Schaden anzurichten. Ein leicht falscher Rechtsbegriff, eine zu lockere Rechnung, eine verlorene Redewendung in einer Produktbeschreibung, ein falsch übersetzter Fachbegriff und ein Satz, der flüssig klingt, aber das Falsche sagt, das sind zusammengenommen genau die kleinen Fehler, die kleine Unternehmen still Geschäfte, Vertrauen und Stammkunden kosten.

 

Die Unternehmen, denen das nicht passiert, geben nicht unbedingt mehr Geld für Übersetzungen aus. Sie achten einfach genauer darauf, welche Nachrichten wirklich ein Risiko tragen, und nehmen sich die zusätzliche Minute, bevor diese Nachrichten hinausgehen.