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Was wird aus alten Fabriken? Internationale Studierende erforschen Berlins Industrieerbe

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23 Studierende aus 16 Ländern untersuchen bei der "European Industrial
Heritage Summer School" an der HTW Berlin, wie ehemalige Fabriken,
Bahnhöfe, Häfen und andere Industrieorte neue Funktionen bekommen können.

Wo früher Kabel und elektrische Geräte produziert wurden, wird heute über
die Zukunft ehemaliger Industriestandorte diskutiert: Vom 9. bis 20.
August 2026 kommen an der HTW Berlin 23 Studierende aus 16 Ländern zur
"European Industrial Heritage Summer School" zusammen. Unter dem Motto
„Transformation of Industrial Heritage“ beschäftigen sie sich mit einer
Frage, die viele Städte weltweit bewegt: Was geschieht mit Industrieorten,
wenn ihre ursprüngliche Nutzung verschwindet?

Berlin bietet dafür reichlich Anschauungsmaterial. Rund um den Campus
Wilhelminenhof in Schöneweide lässt sich nachvollziehen, wie sich ein
ehemaliges Zentrum der Elektroindustrie seit den 1990er-Jahren verändert
hat. Andere Stationen zeigen ganz andere Wege: Ein Rangierbahnhof wird zum
Natur Park, eine Brauerei zum Zentrum für zeitgenössische Kunst,
historische Dampfschiffe werden von Ehrenamtlichen erhalten.

Dass die Studierenden aus Architektur, Stadtplanung, Museologie,
Soziologie, Wirtschaft, Denkmalpflege und zahlreichen weiteren Disziplinen
kommen, gehört zum Konzept. Sie vergleichen Berliner Erfahrungen mit
Industrieorten aus ihren Heimatländern – darunter Indien, Kenia, Taiwan,
Südkorea, Irak, Armenien und zahlreiche europäische Staaten.