Zwischen Faszination und Verantwortung: „EinBlick" fragt, was künstliche Intelligenz mit uns macht
/ Die Vortragsreihe „EinBlick – Forschung verständlich“ der Tübinger Max-
Planck-Institute startet im Herbst mit zwei Beiträgen zur künstlichen
Intelligenz und widmet sich anschließend der modernen Bildgebung in den
Neurowissenschaften, der Früherkennung psychischer Erkrankungen bei
Jugendlichen per Smartphone-App, biologisch inspirierter Robotik sowie der
Entstehung genetischer Vielfalt.
// Forschende bereiten ihre Themen leicht verständlich auf und treten in
einen offenen Dialog mit dem Publikum. So wird Wissenschaft lebendig.
// Die kostenlose Veranstaltung findet ab dem 21. Oktober monatlich um 18
Uhr im Hörsaal des Max-Planck-Hauses auf dem Max-Planck-Campus in Tübingen
statt.
Selten hat ein Thema in so kurzer Zeit so weitreichende Debatten ausgelöst
wie das der künstlichen Intelligenz. Doch ist sie deshalb gut oder
schlecht für die Gesellschaft? Eine pauschale Antwort darauf gibt es
nicht: Weder eine allgemeine Verurteilung noch blindes Vertrauen wird
diesem Aspekt gerecht. Vielmehr liegt die eigentliche Herausforderung
darin, dass ihre rasanten Entwicklungen es schwer machen, ethische
Leitplanken rechtzeitig und fundiert zu setzen. Zugleich sollte das enorme
Potenzial künstlicher Intelligenz nicht verspielt werden.
Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich ab Herbst dieses Jahres
die deutschsprachige Vortragsreihe „EinBlick – Forschung verständlich" der
Tübinger Max-Planck-Institute, die ab dem 21. Oktober 2026 wieder
monatlich Forscherinnen und Forscher mit der Öffentlichkeit ins Gespräch
bringen wird. Im Zentrum des Programms steht zunächst die künstliche
Intelligenz, und zwar nicht als abstraktes Zukunftsthema, sondern als
etwas, mit dem wir längst täglich zu tun haben und mit dem sich auch die
Grundlagenforschung an den Max-Planck-Instituten in Tübingen befasst.
Auftaktveranstaltung: Was lernen wir von der KI und was lernt sie von uns?
Den Anfang macht der Nachwuchsforscher Tom Sühr vom Max-Planck-Institut
für Intelligente Systeme. In seinem Vortrag mit dem Titel „Die KI lernt
von uns – aber was genau lernen wir von ihr?" geht er der Frage nach, nach
welchen Kriterien KI entscheidet, gute Antworten zu geben, und was wir
daraus als Menschen im Umgang mit KI lernen können.
Einen Monat später, am 25. November, widmet sich Marcel Binz,
Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik,
dem Thema „KI als Forschungspartner". Er diskutiert, wie künstliche
Intelligenz die Wissenschaft selbst revolutioniert und wo auch die Grenzen
zu ziehen sind.
Beide Vorträge greifen damit Themenfelder auf, die die öffentliche Debatte
um künstliche Intelligenz kennzeichnen. Zwischen berechtigter Vorsicht und
dem Erkennen echter Chancen wird dargelegt, was auch unter ethischen
Gesichtspunkten verhandelt werden muss.
Das Programm im Überblick
21. Oktober 2026: Tom Sühr, Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme,
„Die KI lernt von uns – aber was genau lernen wir von ihr?“
25. November 2026: Marcel Binz, Max-Planck-Institut für biologische
Kybernetik, „KI als Forschungs-Partner“
27. Januar 2027: Gisela Hagberg, Max-Planck-Institut für biologische
Kybernetik, „Was haben Kühlschrankmagnete, alte Radioapparate und
Blitzableiter mit der modernen Bildgebung zu tun?“
24. Februar 2027: Tobias Hauser, Max-Planck-Institut für biologische
Kybernetik/Universitätskliniku
Check“
24. März 2027: Syn Schmitt, Universität Stuttgart, „Der Badewannenmord –
der keiner war!“
21. April 2027: Detlef Weigel, Max-Planck-Institut für Biologie Tübingen,
„Was macht die Welt so vielfältig?“
Beliebtes Angebot mit begrenzten Plätzen
„Einblick – Forschung verständlich“ findet jeweils um 18:00 Uhr im Hörsaal
des Max-Planck-Hauses, Max-Planck-Ring 6, 72076 Tübingen, statt. Im
Anschluss an jeden rund 60- bis 90-minütigen Vortrag besteht Gelegenheit,
eigene Fragen einzubringen und mit den Forschenden zu diskutieren.
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung wird jedoch empfohlen, da je
Vortrag maximal 145 Plätze zur Verfügung stehen. Die Anmeldung ist ab
September unter www.kyb.tuebingen.mpg.de/einbl
Über „EinBlick – Forschung verständlich"
„EinBlick – Forschung verständlich" ist eine deutschsprachige
Vortragsreihe, die vom Max-Planck-Campus Tübingen unter Koordination des
Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik ausgerichtet wird. Mit der
Ansprache eines breiten Publikums bietet sie monatlich neue Impulse und
Perspektiven, schwerpunkthaft zur Grundlagenforschung der drei in Tübingen
ansässigen Max-Planck-Institute für Biologie, biologische Kybernetik und
Intelligente Systeme. Ziel ist es, komplexe Forschung verständlich zu
vermitteln und den direkten Austausch zwischen Wissenschaft und
Öffentlichkeit zu fördern.
